Claudio Abbado, Lucerne Festival Orchestra – Mahler: Symphonie Nr.2
“The most respected living conductor” The New York Times
Ein Lieblingswerk von Claudio Abbado (das er fast auf den Tag genau 39 Jahre zuvor auch für sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gewählt hatte): »Auch hier am Ende ein Jubel sondergleichen; der gewaltige Schlussakkord in Es-Dur, den der Dirigent ›scharf abreißen‹ muss, löste eine Spannung, die über neunzig Minuten gewährt und keinen Augenblick lang nachgelassen hatte.» (NZZ)
Nachzuprüfen ist dies alles auf der vorliegenden DVD. Ekstatik geht nie zu Lasten der Deutlichkeit, das polyphone Stimmengeflecht liegt gleichsam blank da. Kein einziger Augenblick, wo sich Gefühligkeit oder Weltschmerzgebärde in Szene setzen würden. Tempomodifikationen sind entweder exakt kalkuliert oder intuitiv erfühlt oder beides. Da ist ein hellwacher Analytiker am Werk, der mit dem Durchdringen von Strukturen Ernst macht, der – vielleicht besser als jeder andere – auch die Schönheiten dieser ausdruckssehnsüchtigen Musik herauszustellen weiß. Und das bis ins unscheinbarste Detail: Genauigkeit der Umsetzung, kompromisslose Partiturtreue und eine jederzeit außergewöhnliche Erlebnisfähigkeit gehen bei Abbados Mahler-Interpretation Hand in Hand. Oder, wie im Bund aus Bern zu lesen war: »Größeres, Bedeutenderes und Bewegenderes ist im heutigen Musikleben wohl kaum zu finden: die totale Harmonie von Geist und Herz, von Poesie und Aufschrei, von Angst und Trost, von Wissen und Fühlen.«
Claudio Abbado, Lucerne Festival Orchestra – Mahler: Symphonie Nr.2 wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













