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Das Grauen schleicht durch Tokio

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Das Grauen schleicht durch Tokio

Das Grauen schleicht durch Tokio MediabookIshirô, auch Inoshiro, Honda (1911-1993) ist einer der einflussreichsten Regisseure im fantastischen Kino Japans. Sein Name ist unsterblich mit der Erschaffung des Leinwandmonsters „Godzilla“ verknüpft, da er 1954 den ersten Film mit der Riesenechse inszenierte und damit das erfolgreichste Monster des japanischen Kinos schuf, das bis heute noch immer wieder neue Filmeinsätze verzeichnen kann. Die Riesenmonster hatten es Honda-san von dort an angetan, weswegen er schon zwei Jahre später mit „Rodan“ einen gigantischen Flugsaurier auf Tokio losließ. Sowohl der Riesenschmetterling „Mothra“ als auch „Die Rückkehr des King Kong“ gehen auf Hondas Konto, ganz abgesehen davon, dass er auch sechs weitere „Godzilla“-Filme der klassischen ersten Showa-Staffel um die Riesenechse inszenierte. Aber Ishirô Honda konnte auch sehr gut ohne Riesenmonster Spannung erzeugen, wovon man sich in Filmen wie „Weltraum-Bestien“ oder „Human Vapor“ (Gasu ningen dai 1 gô) überzeugen kann. Oder auch in „Das Grauen schleicht durch Tokio“, der im Jahr 1958 entstand und, ganz ähnlich wie „Godzilla“, vor den Gefahren durch Atombombenversuche warnt. Das war nicht nur Ende der 1950er Jahre ein Schreckgespenst der Menschheit, sondern ist es bis heute geblieben, denkt man nur einmal an die japanische (!) Atomkrafthavarie in Fukushima im Jahr 2011 zurück.
Die Polizei von Tokio steht vor einem Rätsel. Im Rotlichtmilieu hat offensichtlich eine Drogentransaktion stattgefunden, die missglückt ist. Von einem der Beteiligten fehlt jede Spur, lediglich seine Kleider sind unter den Rädern eines Autos aufgetaucht. Kommissar Tominaka (Akihiko Hirata) befragt die Freundin des Verschwundenen, Chikako Arai (Yumi Shirakawa), die als Sängerin in einem Nachtclub arbeitet. Das Mädchen wird in Folge von der Polizei heimlich überwacht, als ein junger Mann mit ihr in Kontakt treten möchte. Für Tominaka ist dieser Masada (Kenji Sahara) kein Unbekannter, er kennt ihn allerdings nicht aus dem Fahndungsbuch, sondern ist privat mit ihm befreundet. Der Wissenschaftler suchte den Kontakt zu Chikako, weil er eine Theorie über den Verbleib ihres Freundes und einiger anderer Menschen hat: Dr. Masada glaubt, dass sie einer radioaktiven Wolke ausgesetzt waren, die ihre Zellen verändert und sie in eine Art radioaktiver Schleim verwandelt hat, als der sie nun durch die Stadt fließen und ständig neue Opfer suchen, die sie auf die gleiche Weise transformieren wollen.

Ein naiver japanischer Horrorfilm mit einer wichtigen Botschaft an die Menschheit: verhindert Atomtests! Was passieren kann, wenn man sich nicht an diese Prämisse hält, malt der Film mit einer unerreichten Phantasie aus. Ishirô Honda setzt den schleichenden Schleim überzeugend in Szene, wenn der Glibber die Wand hinaufläuft, staunt man auch heute noch! Ein unterhaltsamer, kindischer Trashfilm, der sich den seinerzeit noch recht teuren Einsatz von Farbfilm für einige psychedelisch gelungene Szenen zunutze macht. Denn der Schleim materialisiert sich gelegentlich zu grün-phosphoreszierenden Geisterwesen, und gegen Ende wird Tokios Kanalisation durch den großflächigen Einsatz von Flammenwerfern in ein pyrotechnisches Inferno gestürzt. Anolis hat diesen Filmklassiker der Toho Studios nun im Rahmen seiner „Die Rache der Galerie des Grauens“-Edition als Mediabook veröffentlicht, das sowohl die DVD als auch die BluRay von „Das Grauen schleicht durch Tokio“ enthält. Der Film ist darauf sowohl in seiner deutschen/amerikanischen Kinofassung (79 Minuten) als auch in der japanischen Originalfassung (87 Minuten) enthalten. Der Ton liegt wahlweise auf Deutsch, Englisch und Japanisch (DTS HD Master Audio 2.0 Mono, optional mit deutschen Untertiteln) vor, das Bild (im Widescreen-Format 2,35:1) besticht mit einer wunderbaren Schärfe und sehr intensiven und unverbrauchten Farben. Auch hinsichtlich des Bonusmaterials hat man sich mal wieder nicht lumpen lassen. In einem sechzehnseitigen, reich bebilderten Booklet schildert Asienfilmexperte Jörg M. Jedner alias „Jo Steinbeck“ Hintergründe zur Produktion und stellt einige der Beteiligten ausgiebig vor. Weitere Hintergrundinformationen erhält man durch gleich zwei Audiokommentare: den ersten sprach Jedner gemeinsam mit Fantasyfilm-Papst Dr. Rolf Giesen ein, der zweite lebt durch das geballte Fachwissen der Experten Jörg Buttgereit, Bodo Traber und Alexander Iffländer. Neben dem deutschen Kinotrailer zum Film und einer animierten internationalen Bildergalerie hat man darüber hinaus auch noch den Werberatschlag und das Filmprogramm zum Film als animierte Galerien mit auf die Scheiben gebrannt.

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