DER SCHLÜSSEL, UM ZWERGE ZU DEFINIEREN (goEast-Edition)
Prag 1968: Entfremdung einer Künstlerseele:
Ein quasi-dokumentarisches Porträt, das das Faktische respektiert, sich aber auch – nicht nur in seinen nachgestellten Szenen – durch ein wunderbares Gespür für filmische Gestaltung auszeichnet. Die ebenso intime wie poetische Erzählung ist dem Drehbuchautor und Regisseur Pavel Jurácek gewidmet – im Film dargestellt durch seinen Sohn Marek –, einem der wichtigsten Figuren der »Neuen Welle« des tschechoslowakischen Films der 1960er Jahre. Grundlage sind Juráceks Tagebücher, die ihn als prometheisches Talent und zugleich tiefschürfenden Kritiker seiner Zeit charakterisieren. In der Person des Filmemachers, der sich in masochistischer Lebensweise durch sein künstlerisches wie gesellschaftliches Engagement selbst zugrunde richtete, manifestiert sich die außergewöhnliche Kompliziertheit seiner Zeit.
Der Regisseur: Geboren am 20.10.1962 in Žilina, Slowakei. Martin Šulík schloss 1986 sein Regiestudium an der Hochschule für darstellende Künste (VŠMU) in Bratislava ab. 1991 gab er mit NEHA sein Spielfilmdebüt.
Sein zweiter Film, VŠETKO, CO MÁM RÁD, wurde für den Oscar nominiert. Er zählt heute zu den erfolgreichsten slowakischen Filmemachern überhaupt. 2003 wurde sein Künstlerporträt KLÍC K URCOVÁNI TRPASLÍKU ANEB POSLEDNÍ CESTA LEMUELA GULLIVERA beim Filmfestival goEast mit der »Goldenen Lilie« ausgezeichnet. 2005 widmete goEast ihm die Sektion »Porträt«.
Der Schlüssel, um Zwerge zu definieren oder Lemuel Gullivers letzte Reise.
Ein Film von Martin Šulík
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