“Die Hölle von Oklahoma” im Review
Die Faszination, die von diesem Schauspieler ausging, ist ungebrochen: Der Star John Wayne, der über einen Zeitraum von fast 50 Jahren in über 170 Filmen grundsätzlich nur Hauptrollen spielte, war der Prototyp des Westernhelden. Ausgestattet mit den Tugenden eines amerikanischen Pioniers, verkörperte er mit Pathos und Patriotismus den Rancher, Sheriff oder den Offizier der Kavallerie.
Mit dem Klassiker „Höllenfahrt nach Santa Fé” (1938) feierte er seinen Durchbruch. Zugleich leitete John Wayne damit die Blüte des Western-Genres ein. Mit Werken wie „Red River” (1948) oder „Der schwarze Falke” (1956) wurde er international zum Star. Ab den 1960er Jahren folgten auch Rollen in Kriegs- und Abenteuerfilmen wie „Die grünen Teufel” (1967). 1970 wurde er für „Der Marshall” mit dem Oscar für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Zu seinen größten Erfolgen zählen weiter Genreklassiker wie „Ringo” (1939) oder „Rio Bravo” (1959).
Einer seiner schon fast vergessenen Western erscheint nun auf DVD: „Die Hölle von Oklahoma“, so der Titel, stammt aus dem Jahr 1943 und zeigt den Duke mal als romantischen Raubein.
Die Handlung spielt in Oklahoma, 1906: Die Lehrerin Catherine Allen (Martha Scott) lernt den Geschäftsmann Jim Gardner (Albert Dekker) und den Cowboy Dan Somers (John Wayne) kennen. Gardner bohrt ohne Rücksicht auf die dort lebenden Indianer und Siedler nach Öl. Somers lässt sich von Gardner als Mitarbeiter engagieren.
Da Somers sowohl zu den Indianern als auch nach Washington die besseren Beziehungen hat, bootet er Gardner aus und übernimmt die Ölbohrung auf eigene Faust. Gardner sabotiert Somers Unternehmung nach Leibeskräften, muss sich aber letztendlich Somers Durchsetzungsvermögen beugen.
Fazit: „Die Hölle von Oklahoma“ ist ein durchaus actionreicher Öl-Western, der sein Höhepunkt allerdings aus lediglich einer gewaltigen Prügelei zwischen dem Helden und seinem Widersacher zieht. Außerdem interessant, da sich der Westernheld hier im Sprechgesang übt. Kurz und gut, der Streifen ist nur etwas für eingefleischte Wayne-Fans.
Randnotiz: Der Film wurde 1944 für zwei Oscars in den Kategorien bester Ton und beste Filmmusik nominiert, konnte aber keinen gewinnen.
Zur technischen Seite und Ausstattung des Films auf DVD kann an dieser Stelle keine Angaben gemacht werden, da für diese Rezension lediglich ein Pressemuster vorlag.
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