Gefährliche Missverständnisse – das kann im Urlaub blutig enden…
Die freundlichen Rednecks Tucker und Dale meinen es ja wirklich nur gut mit ihren Gästen aus der fernen Großstadt. Doch die Städter verstehen alles, aber auch wirklich alles, gründlich falsch. Man kann es nicht leugnen: Metropole und Dorfidyll sind soweit voneinander entfernt wie der Mond von der Erde. Und wer auf unserem schönen Heimatplaneten eine Reise tut und weit entfernte Länder besuchen will, der sollte immer auch ein bisschen Vorsicht wallten lassen. Man wird ja so leicht missverstanden…
Tucker&Dale vs. Evil – Blu-ray
Ganz schnell ist das Auge blau
Wer seinen Gesprächspartnern auf respektvolle Weise Aufmerksamkeit signalisieren möchte, sollte intensiven Blickkontakt üben. Zumindest hierzulande. In Afrika ist es ratsam mit seinen Blicken sparsamer umzugehen. Ein langer, direkter Blick wird dort mitunter weit weniger wohlwollend honoriert, sondern als Unverschämtheit verstanden und entsprechend beantwortet. In arabischen Gefilden gehört es sich nicht, Frauen direkt in die Augen zu schauen. Eine Missachtung dieser Regel könnte für das eigene Augenpaar schmerzhafte Folgen haben.
Achtung: Todesblumen
Nicht nur Mutti freut sich über ein paar Blümchen, auch als Gastgeschenk kommt ein üppiger Strauß immer gut an. Allerdings empfiehlt sich bei der Farbwahl ein gewisses Maß an Sorgfalt. Vor allem dann, wenn man im Ausland zu Gast ist. In Mexiko etwa sollte man keine gelben Blumen verschenken, da diese traditionell zu Begräbnissen verwendet werden. In Asien gilt dies für weiße Blüten. Sie werden mit dem Tod in Verbindung gebracht und kommen als Mitbringsel weniger gut an. Wer dennoch mit einem Strauß weißer Blüten im Arm seinen asiatischen Gastgebern zum Geburtstag gratuliert, muss schon ein verdammt charmantes Lächeln dazu servieren…
Immer schön die Hände stillhalten
In fremden Kulturkreisen lassen sich sprachliche Barrieren prima durch ein gezieltes Mienenspiel und wildes Gestikulieren umschiffen. Allerdings sollte man keinesfalls dem naiven Irrglauben erliegen, es gäbe einen internationalen Konsens über die Bedeutung verschiedener Gesten. Die Berührung von Daumen und Zeigefinger etwa, mit der man hierzulande zum Ausdruck bringt, dass etwas „okay“ ist, wird in einigen asiatischen Ländern als obszöne Geste verstanden. Wer der Frau seines Gastgebers dort etwa ein Kompliment für das gute Essen machen möchte, sollte dabei lieber die Hände unterm Tisch lassen.
Von wegen „I love Mutti“
Tätowierte Haut ist Geschmacksache. In Japan allerdings herrscht in dieser Geschmacksfrage weitgehend Einigkeit: Dort wird die dauerhafte Körperbemalung nach wie vor mit der Yakuza in Verbindung gebracht. Daher sollte man dringend von der Idee Abstand nehmen, sein neues Ganzkörpergemälde mit stolz geschwellter Brust in einem der japanischen Badehäuser zu präsentieren.
Ein Griff ins Klo
Auch bei Tisch herrscht in Sachen Manieren Uneinigkeit zwischen den Völkern. Während es sich hierzulande nicht gehört, beim Essen zu rülpsen, klopft man in China hingegen dem Übeltäter anerkennend auf die Schulter. Und auch das Schmatzen ist in östlichen Kulturkreisen wesentlich populärer als bei uns. Besondere Vorsicht ist auch in Indien geboten. Zwar isst man hier vielerorts mit den Fingern, doch der Anschein fehlender Etikette ist äußerst trügerisch. In Indien gilt die linke Hand als unrein und wird nur zur Reinigung auf der Toilette genutzt. Wer also mit der linken Hand ins Chicken Tikka Masala langt, darf nicht mit Nachtisch rechnen.
Reisen bildet und macht Spaß – am Ende sind kleine Missverständnisse sogar die besten Geschichten. Wer in dieser Hinsicht mal so richtig lachen möchte, sollte sich unbedingt die Komödie TUCKER UND DALE auf DVD oder Blu-ray anschauen und lernen, was auf einem Trip so alles schiefgehen kann. Das Camping-Abenteuer zum Totlachen gibt’s ab 22. Juli 2011 überall im Handel.
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Gefährliche Missverständnisse – das kann im Urlaub blutig enden… wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













