HARLAN – IM SCHATTEN VON JUD SÜSS
Veit Harlan ist der Regisseur des wohl einflussreichsten Films der Nazizeit: JUD SÜSS. Bis heute müssen sich Harlans Kinder und Enkelkinder mit dem Schatten dieses Werks auseinandersetzen. Felix Moeller erzählt die Geschichte des Regisseurs aus ihrer Perspektive.
Die DVD enthält ein neues, 60-minütiges Interview des Regisseurs mit Alexander Kluge über Veit Harlan.
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Thomas Henne zu dem Thema:
War “Jud Süß” der “wohl einflussreichste Film der Nazizeit” ? Er war sicherlich einer der erfolgreichsten, und er war der Film, der nach 1945 zu einem der ganz wenigen Strafverfahren gegen einen Regisseur führte, später zu Boykottaufrufen und Demonstrationen. Zudem führte einer dieser Boykottaufrufe letztlich zu dem in der Tat wohl einflussreichsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Bereich der Grundrechte, nämlich dem “Lüth-Harlan-Urteil” von 1958 (näheres dazu in einem Buch von mir).
Warum allerdings der Film selbst, wie der Artikel angibt, einflussreich gewesen sein soll, sehe ich nicht.
Übrigens wird der Film eindeutig mit “ß” geschrieben, also “Jud Süß”, nicht “Jud Süss”. Das kann auch die sogenannte “neue” Rechtschreibung nicht ändern.
Priv.-Doz. Dr. jur. Thomas Henne
Frankfurt/Main
Dienstag, 12 Januar 2010 @ 1:28am