“I saw the Devil” von Kim Jee-woon
Die schwangere Verlobte des Agenten Soo-hyeon (Lee Byung-hun) wird von dem Frauenmörder Kyung-chul (Choi Min-sik) entführt und getötet. Der Vater des Opfers, ein im Ruhestand lebender Polizeipräsident, versorgt den trauernden Soo-hyeon mit Spuren und Verdächtigen. Innerhalb kürzester Zeit gelingt es ihm, Kyung-chul aufzuspüren und erwischt ihn dabei, wie er sich gerade einem neuen Opfer widmen will. Trotz hartem Kampf ist Soo-hyeon dem Psychopathen weit überlegen. Er verpasst dem ohnmächtigen Kyung-chul einen Peilsender mit Mikrophon und lässt ihn mit einem Kuvert voller Banknoten und einer gebrochenen Hand zurück. Kyung-chul versteht die Welt nicht mehr und versucht unterzutauchen. Immer wenn er auf seinem Weg zu töten versucht, steht plötzlich Soo-hyeon hinter ihm, prügelt ihn halb tot und verpasst ihm im Anschluss noch eine weitere Verletzung, die ihn in seinem Handlungsspielraum einschränkt. Als Kyung-chul den Peilsender entdeckt, ist er davon besessen den Spieß umzudrehen.
Mit Kim Jee-woon hat das koreanische Kino einen echten Goldjungen vorzuweisen. Nach dem märchenhaften und atmosphärisch dichtem „A Tale of Two Sisters“ (2003) und dem unglaublichen Spaghettiwesternspektakel „The Good, the Bad, the Weird“ (2008; meine Kritik hier auf digitaldv.de) nun ein weiteres Glanzstück mit „I Saw the Devil“ (2010).
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