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Science Fiction: Die Brut des Teufels

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Science Fiction: Die Brut des Teufels

Die Brut des TeufelsMit dem Film „Die Brut des Teufels: Konga, Godzilla, King Kong“ endete 1974 die Ära der klassischen japanischen Godzilla-Filme. 20 Jahre zuvor hatte Ishiro Honda mit dem einfach „Godzilla“ betitelten Monsterfilm die beispiellose Erfolgsgeschichte in Gang gesetzt, die in den folgenden zwei Dekaden 14 weitere Godzilla- und unzählige andere Riesenmonsterfilme aus Japan hervorbringen sollte. Dass nun ausgerechnet wieder Ishiro Honda den 15. und letzten klassischen Kaiju-Film inszenieren sollte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da sich der Altmeister eigentlich schon Jahre zuvor aus der Reihe verabschiedet hatte. Zudem sollte „Die Brut des Teufels“ nicht nur der finanziell schwächste Film der Serie werden und damit ihr Ende einläuten, das Ergebnis ist auch nach objektiven Kriterien gemessen sehr enttäuschend ausgefallen und dürfte deswegen schlichtweg einer der schwächsten Godzilla-Filme überhaupt sein. Dabei hatte man sich hier mehr als sonst bemüht, an den unmittelbaren Vorgänger, „King Kong gegen Godzilla“, anzuknüpfen. Die einleitenden Szenen fassen nämlich das Finale des vorangegangenen Films noch einmal zusammen und bieten deswegen schon in den ersten Minuten gehörige Monsteraction, allerdings aus dem Archiv.

Im weiteren Verlauf machen wir Bekanntschaft mit einer U-Boot-Besatzung, die in den Tiefen vor der japanischen Küste auf einen Titanosaurus trifft und diese Begegnung nicht überlebt. Anhand der letzten abgesetzten Funksprüche wird der Biologe Akira Ichinose (Katsuhiko Sasaki) beauftragt, den merkwürdigen Aussagen der Crew, die einen gigantischen Dinosaurier gesichtet haben will, auf den Grund zu gehen. Bei seinen Nachforschungen trifft Ichinose auf Katsura Mafune (Tomoko Ai), die Tochter des angeblich bereits seit Jahren verstorbenen Dr. Mafune (Akihiko Hirata). Der hatte den Titanosaurier vor Jahren entdeckt, war von der Bevölkerung aber nicht ernst genommen worden und hegt seitdem einen unstillbaren Hass auf die gesamte Menschheit. Der nach wie vor im Verborgenen arbeitende Wissenschaftler ist seitdem zum willigen Helfer für die sinisteren Pläne einiger Außerirdischer vom Black-Hole-Planeten geworden, deren Anführer Mugal (Goro Mutsumi) mit Hilfe des mechanischen Riesenmonsters Mechagodzilla Tokio zerstören und nach eigenen Vorstellungen wiederaufbauen will. Wie gut, dass den Menschen in letzter Minute mal wieder ihr Riesendinosaurier-Freund Godzilla zu Hilfe eilt!

Das mit der letzten Minute ist fast wörtlich zu nehmen, denn abgesehen vom einleitenden Rückblick hat Godzilla seinen ersten richtigen Auftritt in diesem Film erst in der 46. Minute – reichlich spät bei einem Film, der es gerade mal auf eine Gesamtlänge von 80 Minuten bringt! Aber das ist leider nicht das einzige Manko eines Films, der sich der üblichen Riesenmonster-Kloppereien bedient und dazwischen mit hanebüchenen Dialogen gepflegte Langeweile verbreitet. Die Monster sind häufig recht dilettantisch in die Aufnahmen mit flüchtenden Menschen einkopiert, das hat man in älteren Filmen schon deutlich besser gesehen. Immerhin überzeugen auch hier wieder die eindrucksvollen Explosionen, die auf das Konto Teruyoshi Nakanos gehen, in Fachkreisen auch liebevoll „Mister Explosion“ genannt. Ansonsten dominiert die unfreiwillige Komik, sei es beim Anblick der silbernen Kampfanzüge der Außerirdischen, die am Kopf von fühlerähnlichen Griffen geziert werden, sei es durch den stärksten Kiefer der Monstergeschichte, mit der der Titanosaurier Godzilla problemlos in die Waagrechte hievt! Das für diesen Film neu konzipierte Monster ist ansonsten kaum der Rede wert, sein einziges weiteres Gimmick besteht in einem aufklappbaren Fächerschwanz, mit dem es unter Wasser und auf der Erde für gewaltigen Wind und Wirbel sorgen kann.

Ohne Zweifel gehört „Die Brut des Teufels“ trotz seiner eher bescheidenen filmischen Qualitäten natürlich in jede ernstzunehmende Godzilla-Film-Sammlung. Dafür bietet sich die Neuauflage als Zwei-Disc-Veröffentlichung im Star-Metalpak von Anolis wieder auf vorzügliche Weise an. Der Film liegt auch hier wieder sowohl in japanischer als auch deutscher Kinofassung vor (in deutscher und japanischer Sprachfassung in Dolby Digital 2.0 Mono, optional mit deutschen Untertiteln), begleitet von den fachkundigen Audiokommentaren von Jörg Buttgereit und Alex Iffländer, respektive Florian Bahr und Ivo Scheloske. Dass das Bild (im Widescreen-Format 2,35:1) makellos restauriert wurde und den über 40 Jahre alten Film in wunderbaren Farben und exzellenter Schärfe fürs Heimkino aufbereitet, versteht sich fast schon von selbst. Weitere Extras umfassen den japanischen, türkischen und deutschen Kinotrailer, den englischen und deutschen Werberatschlag, zwei umfangreiche animierte Bildergalerien, einmal mit internationalem und einmal mit deutschem Material, die deutsche Super-8-Fassung des Films (16 Minuten) sowie ein zwanzigseitiges Booklet mit einem Text von Ingo Strecker sowie dem zweiten Teil des Interviews von Jörg Buttgereit, das dieser 2008 mit Teruyoshi Nakano führte. Auch diese Edition ist auf 1500 Exemplare limitiert, weswegen man besser möglichst rasch zuschlagen sollte.

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