Shocking Heavy Metal
Bewährter Edeltrash aus dem Hause CMV. Diesmal geht es um eine Hardrockband: “Solid Gold”, schimpfen sie sich und versprechen das ist 100% Action. Die bekommt sie auch, aber anders als erwartet. Amerikas erfolgreichste und geilste Hardrock- Band gerät nämlich bei der Produktion in gebirgiger Einöde bei ihrer Performance zum schärfsten Video-Clip in die Fänge degenerierter Backwood – Mutanten. Mit ihrem Kamerateam und einer Handvoll williger Models wollen sie in den verschneiten Colorado Mountains ein heißes Wochenende erleben und dabei einen neuen sensationellen Clip drehen: Lawinenabgänge und eine alte explodierende Fabrik sollen die Höhepunkte werden. Doch der schräge Trip wird zum Wochenende des Grauens und des Todes. Denn, was die Gruppe nicht weiß: sie sind in das abgelegene Territorium eines untergetauchten Psycho-Killers eingedrungen. Dieser Geistesgestörte und seine Familie haben nur ein Ziel alle zu töten. Handelt es sich doch in der verlassenen Fabrik gleich nebenan um eine vivide Familie, die sich nach einem Mord hier vor der Zivilisation seit Jahren versteckt, recht degeneriert sind zu Menschenfressern geworden sind.
Schlechte Schauspieler, literweise Blut und abgetrennte Gliedmaßen, das ist hier die Quintessenz die einen guten B-Film ausmachen. Herrlich experimentell im braunerdigen Look der Vorpreschenden Filmachtziger gedreht. Blutiger Horror und kein Ende: Im Gegensatz zu den im Kino und DVD aussterbenden Filmgattung, wie Western, Ethno- und Heimatfilm treibt der Horror immer weitere, seltsame, blutige Blüten. Hier handelt es sich um den Backwood- Horror, Movies,in denen “Hinterwäldler” bzw. “Rednecks” die Mörder sind. Ein typisches Subgenre. Die Angst vorm dem “bösen Hinterweltler” trifft besonders den “urbanen“ Zivilisierten. Oftmals werden die Täter körperlich und/oder geistig degeneriert dargestellt (um Inzucht anzudeuten) und sie leben meist fernab von der Zivilisation, eben hinter den Wäldern im Wald. Kein Thema, kein Sujet, keine Welt, die nicht als epidemisch infizierte Schreckenswirtin karzinogene und unheilbar gesunde Blutzufuhr in diese filmischen Schauermären pumpt. Das Gefühl des Horrors (bzw. des Unheimlichen) wird ebenfalls bedient durch bewußt gewählte filmische Stilmittel: Es ist eben nicht so, daß in jedem erfolgreichen (also Angst machenden) Horrorfilm Blutfontänen spritzen und Menschenfresser wüten müssen. Viel öfter fürchten sich die Filmzuschauer, wenn Drehbuch und Interpretation, Kameraführung und Filmschnitt, Klangeffekte und Musikuntermalung, Gezeigtes und Weggelassenes, im Einklang zueinander stehen (wie in David Cronenbergs „Twins“) und so selbst Alltäglichkeiten („Carrie“) einen allzu unheimlichen Touch bekommen. Der Horrorfilm ist in der heutigen Zivilisation das umstrittenste und meistzerredetes Filmgenre wegen der übertriebenen brachialen Gewaltelemente.
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Shocking Heavy Metal wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













