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Straßenfeger 6: „Melissa“ und „Ein Mann namens Harry Brent“ – Fesselnde Krimiserien nach Vorlagen von Francis Durbridge

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Straßenfeger 6: „Melissa“ und „Ein Mann namens Harry Brent“ – Fesselnde Krimiserien nach Vorlagen von Francis Durbridge

Straßenfeger 6Viele alte Schätze aus den Fernseharchiven werden von Studio Hamburg Enterprises mit der „Straßenfeger“-Edition wiederbelebt. Darunter sind nicht nur hauseigene Produktionen, sondern auch viele ZDF-Klassiker meist aus der Zeit der Schwarz-Fernsehens. Es sind im Vergleich zu heutiger oft billig und schnell produzierter Massenware qualitativ hochwertige Filme und Serien aus den 1960er und 1970er Jahren, als das deutsche Fernsehen noch in den Startlöchern stand. Damals gab es zwei Programme und traumhafte Einschaltquoten, von denen jeder auf die Quote blickende Fernsehdirektor heute nur träumen würde. Das Fernsehen lockte eine ganze Nation vor die Bildschirme und sorgte für leere Straßen. Die „Straßenfeger“-Edition möchte in mehreren Phasen an diese gute alte Zeit des Fernsehens erinnern.

Die erste Phase („Eine Nation hält den Atem an“) widmet sich vor allem Francis Durbridge mit seinen raffiniert konstruierten Fällen. In der zweiten Phase („Vom Kammerspiel zum Krimireißer“) stehen Actionfilme und Thriller im Mittelpunkt. Die dritte Phase („Klassiker und Remakes“) zeigt Vorläufer der aktuellen Krimireihen wie „Das Kriminalmuseum“, außerdem Parodien wie die Geldfälscher-Komödie „Millionen nach Maß“ mit Curd Jürgens oder ein Remake von „Die zwölf Geschworenen“ mit Mario Adorf. Die vierte Phase („Ermittler, Exotik & illegaler Grenzverkehr“) bringt ein Wiedersehen mit „Privatdetektiv Frank Kross“ und Superdetektiv „Cliff Dexter“ oder sorgt mit „Das grüne Ungeheuer“ für exotische Abenteuerstimmung. Schmuggel und Zollbetrug führen bei „Es geschah an der Grenze“ und „Eurogang“ zu illegalem Grenzverkehr. Die erfolgreichste ARD-Krimi-Serie „Sonderdezernat K1“ ist ebenso vertreten wie der erste deutsche Krimi-Mehrteiler „Gesucht wird Mörder X“.

Nicht zufällig steht am Beginn der Straßenfeger-Reihe ein Name Francis Durbridge ganz oben. Die Krimi-Mehrteiler nach seinen Vorlagen erreichten Traumergebnisse von bis zu 90 Prozent Sehbeteiligung. In den 1960er Jahren waren Krimis im englischen Gentleman-Milieu in Deutschland sehr beliebt. Während im Kino Edgar Wallace die Vorlagen lieferte, war es für das Fernsehen Francis Durbridge. Von ihm erscheinen jetzt in Neuauflage einige Serien mit bis heute spannenden Fällen, die damals noch lange nach der Ausstrahlung für Gesprächsstoff sorgten. So wurde fast eine Staatsaffäre daraus, als einmal zuvor durchsickerte, wer der Mörder war. Die vier DVDs haben eine Gesamtlaufzeit von 369 Minuten, als Extras kommt noch eine Dreiviertelstunde mit Dokumentationen über die Straßenfeger-Reihe und Interviews mit dem Komponisten Peter Thomas und dem Darsteller Dirk Dautzenberg hinzu.

In Deutschland wurde der auf Kriminalgeschichten spezialisierte britische Schriftsteller, Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor Francis Durbridge (1912-1998) vor allem bekannt durch die mehrteiligen Fernseh-Krimis „Der Andere“ (1959), „Es ist soweit“ (1960), „Das Halstuch“ (1962), „Tim Frazer“ (1963), „Tim Frazer: Der Fall Salinger“ (1964), „Die Schlüssel“ (1965), „Melissa“ (1966), „Ein Mann namens Harry Brent“ (1968), „Wie ein Blitz“ (1970) und „Das Messer“ (1971). Die beiden anderen damals sendenden Fernsehprogramme, Theater und Kinos hätten während der Erstausstrahlungen dieser klassischen Straßenfeger eigentlich ihren Betrieb einstellen können, denn fast die gesamte Fernsehnation fieberte mit den geschickt gesponnenen Fällen von Durbridge.

Die sechste Box der „Straßenfeger“-Reihe bei Studio Hamburg enthält die beiden dreiteiligen Serien „Melissa“ (1966) und „Ein Mann namens Harry Brent“ (1968). In dem Psychothriller „Melissa“ erhält der Journalist Guy Foster (Günther Stoll) mitten in der Nacht einen Anruf von seiner Frau Melissa (Ruth Maria Kubitschek). Mit dem Ehepaar Hepburn (Hubert Schuschka, Hanne Wieder) war sie bei der Party, die der Rennfahrer Don Page (Erik Schumann) gegeben hatte. Foster wollte lieber arbeiten. Nun sagt Melissa, er solle zu einem entlegenen Treffpunkt kommen. An einem Parkrand sieht Foster ein Polizeiaufgebot stehen. Ein Polizist hält einen Mantel, den er kennt. Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr, dass die Tote Melissa ist. Foster selbst wird verdächtig, als sein Nervenarzt Dr. Swanson (Albert Bessler) verrät, dass er Foster psychiatrisch behandelt. Foster wehrt sich strikt gegen diese Behauptung. Dabei verwickelt er sich in einen fatalen Strudel aus Widersprüchen. Er fragt sich selbst, ob er noch bei Verstand ist. Inspektor Cameron (Siegfried Wischnewski) sieht seinen Verdacht schon bestätigt. Dann bekommt Foster einen Brief in die Hände, der Melissa in ein völlig neues Licht rückt. Und er fragt sich, was weiß er überhaupt über Melissa sich selbst.

In der zweiten Serie „Ein Mann namens Harry Brent“ hat sich Barbara Smith (Barbara Frey) als Sekretärin auf eine Annonce hin beworben. Beim Vorstellungsgespräch richtet sie plötzlich einen Revolver auf ihren künftigen Chef Sam Fielding (Paul Verhoeven). Ein Schuss sprengt die Stille im Büro. Sie hat ihn erschossen, kommt ins Gefängnis und vergiftet sich dort. Als sie mit dem Tod ringt sagt sie mehrmals den Namen „Harry Brent“ (Günther Ungeheuer). Wie sich herausstellt, ist Brent mit Fieldings scheidender Sekretärin Jane Conway (Brigitte Grothum) verlobt. Doch selbst sie weiß nur sehr wenig über den rätselhaften Harry Brent, außer dass er ein kleines Reisebüro leitet. Kriminalinspektor James Wallace (Peter Ehrlich) hält sich trotzdem an ihn, da er der Schlüssel zu einem Geheimnis zu sein scheint. Doch was hat Brent mit dem Mord am Chef seiner Verlobten zu tun? Als auch Jane Conway spurlos von der Bildfläche verschwindet, überstürzen sich die Ereignisse und eine überraschende Wendung naht. Dieser vom WDR produzierte Dreiteiler lief in der ARD erstmals im Januar 1968 und war die letzte Durbridge-Verfilmung in Schwarz-Weiß.

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