The Night Father Christmas Died
Einsamkeit und Isolation besitzt viele Namen und Gesichter: So zu sehen in dem Episoden-Drama lm „The Night Father Christmas Died“. Hier wird die Story von drei völlig konträren Menschen visualisiert, die in der Weihnachtsnacht irgendwo irgendwie zusammentreffen. Richard versucht verzweifelt, als verkleideter Weihnachtsmann am Heiligabend Nähe und Zuwendung bei fremden Familien zu finden. Mit viel versprechender Erfolglosigkeit. Ascha, eine erfolgreiche Sängerin, leidet unter ihrem Image, denn keiner interessiert sich für das fragile Wesen, das hinter der Starhülle steckt. Ivan, der russische Auftragskiller hat anscheinend das schwerste Los, er muß weit entfernt von der geliebten Heimat seine „Aufträge“. An diesem Weihnachtsabend kreuzen sich ihre Wege durch ein fatales Unglück. Nichts ist mehr so, wie es zuvor war. Ein typisch studentisches Werk, geboren an der bekannten an der Filmakademie Baden-Württemberg, das durchdacht und ambitioniert daherkommt, auf dem Max Ophüls Festival in Saarbrücken präsentiert, für den Student Academy Award 2010 nominiert wurde und dementsprechend kein mainstreamig orientiertes Publikum finden wird. Fazit: Melancholisch, morbid und charismatisch inszeniert. Ein eigentümliches und authentisches Timbre adelt dieses cineastisch edle Projekt.
Mit von der filmischen Partie ist die hoffnungsvolle Pia Mechler, 28 Jahre jung. Sie büffelte Schauspiel am European Film College in Dänemark. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Berlin. Mechler debütierte 2004 zunächst in einigen Kurzfilm-Produktionen, anschließend war sie in deutschen und englischen Fernseh- und Filmproduktionen zu sehen. 2008 spielte Sie in der zweiteiligen Verfilmung von Terry Pratchetts Kult-Movies namens Scheibenwelt, 2009 war sie im Katastrophenfilm Vulkan zu bestaunen. Sie arbeitet und lebt in Berlin und London. Eine wegweisende Adresse ist ebenso die Ludwigsburger Filmakademie, sie gilt als eine der besten Filmhochschulen in Deutschland. Insbesondere die weit gestreuten Ausbildungsmethode an der Filmakademie Baden-Württemberg ist mustergültig: projektorientiertes Lernen in Produktionsteams unter der Leitung von ausgewiesenen Fachleuten aus der Film- und TV-Branche wie zum Beispiel Nico Hofmann (Szenischer Film) oder Thomas Schadt (Dokumentarfilm). Seit 1991 ist diese Kaderschmiede neben der exklusiven Konkurrentin in München in die oberste Liga avanciert, und zählt zu den international renommiertesten Einrichtungen in Sachen Filmausbildung. Das projektorientierte Lehrkonzept “Learning by Doing” macht das pragmatische und didaktische Studium umso interessanter. Unterrichtet werden die Studierenden von über 300 hochkarätigen Fachleuten aus der Film- und Medienbranche. Als Zusatzmaterial für Filmstudenten und Filminteressierte enthält die Disk neben dem Oscar-Beitrag einen zusätzlichen Kurzspielfilm des Regisseurs und ausführliches Bonusmaterial zu ihrer Entstehung.
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The Night Father Christmas Died wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













