Viechereien mit Agnes Kraus
Alma Krause (Agnes Kraus) ist seit einigen Jahren Tierarztwitwe. Trotzdem kommen immer noch dann und wann einige Stammkunden mit ihren Tierchen an, die das eine oder andere Wehwehchen haben. Ihr Neffe Heinz (Wolfgang Penz) hat die letzten Jahre bei Tantchen Alma gewohnt solange er in Berlin Tiermedizin studierte. Doch jetzt mit dem Examen in der Tasche wird es Zeit beruflich Fuß zu fassen und auf eigenen Beinen zu stehen. Im Grunde versteht Tante Alma seine Beweggründe, aber muss ihr geliebter Neffe ausgerechnet aufs Land, um da eine berufliche Tätigkeit nachzugehen. So raffiniert und ausgebüchst sie ist, packt sie ebenso ihre Koffer und fährt mit Heinz nach Groß-Klückow zum dortigen Heimatzoo. Heinz gefällt das nicht, aber was soll er gegen seine resolute alte Tante machen, also gibt er sich dem Schicksal hin. Kaum in dem Dorf Groß-Klückow angekommen, lassen die ersten Wirrungen schon nicht auf sich warten. Tierarzt und Hobbyjäger Dr. Kröpelin (Fred Mahr) setzt große Hoffnung in seinen jungen Kollegen, wenn da nicht sein Anhängsel wäre. Es dauert auch nicht lange bis das ganze Dorf Notiz von Alma Krause nimmt. Sie verfolgt immer noch ihren Plan Heinz von dieser Provinz wegzuekeln. Doch dann lernt Heinz die hübsche Jana (Marta Raslová) kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Jetzt wird es aber für Tante Alma noch schwieriger…bis ihr ein folgenschwerer Fehler unterläuft.
„Viechereien“ ist einer der vier DDR – Fernsehproduktionen mit der völlig talentlosen Amateurspielerin Agnes Kraus. In der guten alten nicht mehr existierten DDR war die gute Haut in den 1970ern wegen ihrer resolut-schnoddrigen Art (unverständlich) beliebt, jedenfalls sahen es die DDR-Funktionäre. Nach diesem „Erfolg“ wurden gleich zwei weitere TV-Produktionen mit „Oh, diese Tante…” und „Alma schafft alle“ nachgelegt. Ebenso beteiligte sich das tschechoslowakische Fernsehen mit Oldrich Lipsky mit der dritten Produktion „Aber Doktor“ in der Titelrolle. Die Drehbuchautoren müssen große Auflagen gehabt haben, sonst hätten die Autoren niemals so einen geclearten Text zusammenstellen können. Völlig frei von irgendwas dem Negativem und schon gar nicht sozial- oder politisch Kritisches. Die Schauspieler die man um der alten Agnes Kraus versammelte, hatten im Grunde keine Chance wenigstens ihre schauspielerische Fähigkeit darzustellen: Wolfgang Penz (Neffe Heinz), Fred Mahr (Dr. Kröpelin), Marta Raslová (Jana), Fred Delmare (Hahnemann) und viele andere. – Im Grunde muss der Zuschauer masochistisch veranlagt sein, um sich so eine gequirlten Mist anzuschauen. Für die ganz alten Ex-DDR-Zuschauer mag es ja eine nostalgische Reise ins DDR-70er sein, aber für andere Zuschauer, die noch halbwegs ein bisschen Verstand haben…bitte…meiden sie diese Komödie. Sie würden es sonst bereuen, wenn sie 80 Minuten ihres Lebens vergeuden würden. Übrigens: die talentlose „Künstlerin Agnes Krause lebt seit 1995 nicht mehr. – Zum Schluss noch mein Urteil: Null Sterne!!!
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