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„Wim Wenders – Die frühen Jahre“ auf Blu-ray Disc bei StudioCanal – Fünf erfolgreiche Filme aus der Zeit von 1972 bis 1977

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„Wim Wenders – Die frühen Jahre“ auf Blu-ray Disc bei StudioCanal – Fünf erfolgreiche Filme aus der Zeit von 1972 bis 1977

Wim Wenders - Die frühen JahreDer 1945 in Düsseldorf geborene deutsche Autorenfilmer Wim Wenders gehört zu den führenden Vertretern des Neuen Deutschen Films. Durch Flipper, Billard und Rock ‚n‘ Roll wird er in der Nachkriegszeit eher von der amerikanischen Pop-Kultur als von deutschen Klassikern geprägt. Während seines Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film in München entstehen seine ersten Kurzfilme. Kino bedeutet für Wenders anfangs ein Fenster zur Welt. Seine Filme sollen zum Schauen anregen auf Menschen und Landschaften in Städten und der Natur. Die Protagonisten sind oft heimatlose Helden, die ohne Verpflichtungen umherziehen und Probleme damit haben, sich mit ihren Mitmenschen zu arrangieren. Stilistisch vorherrschend in vielen Wenders-Filmen sind ruhige, überlange Einstellungen, die dem Zuschauer Zeit lassen, das Geschehen auf sich einwirken zu lassen. Dadurch sieht man die Welt um sich herum oft mit ganz anderen Augen.

Als einer der bedeutendsten deutschen Regisseure von internationalem Rang führt Wim Wenders US-amerikanische und europäische Filmtraditionen zu einem individuellen Stil zusammen. Atmosphärische Momentaufnahmen, bildgewaltige Landschaftspanoramen und poetische Reflexionen verdichtet er zu anspruchsvollen Arbeiten über einsame Menschen auf der Sinnsuche. StudioCanal veröffentlicht nach einer Edition mit fünf Filmen aus der Reifezeit jetzt als ideale Ergänzung eine für Wenders-Fans und alle Freunde anspruchsvoller Kino-Kultur eine Kollektion mit fünf frühen Filmen aus der Zeit von 1972 bis 1977, davon vier erstmals auf Blu-ray Disc. Alle HD-Master wurden persönlich von Wim Wenders abgenommen. Zur Lauflänge von 606 Minuten gibt es viele Extras wie Audiokommentare, Interviews, Kurzfilme, geschnittene Szenen und Biografien. Schon vor dem 70. Geburtstag von Wim Wenders begann die nach ihm benannte Stiftung mit der digitalen Restaurierung seiner Filme, um dem Publikum die Möglichkeit zu geben, diese wieder in optimaler Qualität zu erleben. An Schauspielern sind viele Stars zu erleben, darunter Rüdiger Vogler, Arthur Brauss, Bruno Ganz, Dennis Hopper, Lisa Kreuzer, Hanna Schygulla, Nastassja Kinski, Marianne Hoppe und Hanns Zischler.

In seinen frühen Werken war Wim Wenders besonders interessiert an Themen wie Identitätssuche, Einsamkeit, das Unterwegssein, Freundschaft und Kommunikation, die sich wie ein roter Faden durch diese fünf Film ziehen. Sein erster Kinofilm „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1972) entstand nach dem gleichnamigen Roman von Peter Handke. Der Fußballtorwart Josef Bloch wird bei einem Auswärtsspiel seiner Mannschaft wegen eines Fouls vom Platz geschickt. Das wirft ihn völlig aus der Bahn. Er irrt durch die fremde Stadt, verbringt die Nacht mit einer Kinokassiererin und erdrosselt sie am nächsten Morgen. Aber statt sich zu stellen oder zu fliehen, fährt er zu einer Ex-Freundin aufs Land und wartet dort passiv auf seine Verhaftung durch die Polizei. Wegen ungeklärter Musikrechte des Soundtracks konnte der Film fast 40 Jahre lang weder im Kino gezeigt werden noch auf DVD erscheinen. Erst 2014 wurde durch die Aufnahme von neuen Songs im Rahmen der aufwendigen 4K-Restaurierung eine Lösung gefunden. Dafür wurde wegen der Authentizität mit analogen Aufnahmetechniken aus den 50er und 60er Jahren gearbeitet. Dadurch ist in vielen Fällen der Unterschied zwischen alt und neu gar nicht oder kaum hörbar.

Wim Wenders bezeichnete seinen vierten Spielfilm „Alice in den Städten“ (1974) oft als seinen ersten. Er drehte erstmals in den USA und startete damit seine Road-Movie Trilogie. Der auf 16-mm-Schwarz-Weiß-Material gedrehte Film wurde 2014 digital bearbeitet und in das von Wim Wenders ursprünglich gewünschte Kino-Format kadriert. Gerade als Journalist Philip Winter nach einer erfolglosen Reportagereise resigniert aus den USA abreisen möchte, lernt er Lisa und deren achtjährige Tochter Alice am Flughafen kennen. Nach einer gemeinsamen Nacht stellt Philip fest, dass Lisa verschwunden ist, ihre Tochter aber bei ihm zurückgelassen hat. Er findet lediglich eine Nachricht, in der Lisa ihn bittet, Alice mit nach Amsterdam zu nehmen. Als Lisa am vereinbarten Treffpunkt in Amsterdam nicht auftaucht, macht Philip sich gemeinsam mit Alice auf eine Reise quer durch Deutschland, um Alices Großmutter zu finden.

Peter Handkes Drehbuch von „Falsche Bewegung“ (1975) basiert auf den Motiven von Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und stellt den literarischen Topos der Reise als Bewegung, Erfahrung und Veränderung in Frage. Der Wilhelm aus „Falsche Bewegung“ muss im zweiten Film von Wenders Road-Movie-Trilogie schmerzhaft erfahren, dass eine Reise allein heute nicht mehr zum ersehnten Ziel führt. Wilhelm will Schriftsteller werden und begibt sich auf Themensuche. Er reist von Glückstadt über Hamburg und Bonn bis nach Frankfurt. Unterwegs trifft er ein ungleiches Paar, verliebt sich und freundet sich mit einem umherschweifenden Dichter an. Doch was Wilhelm in der Ferne sucht, kann er nur bei sich selbst finden. Seine Reise endet auf der Zugspitze in der berühmt gewordenen Einstellung, die Caspar David Friedrichs Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ darstellt.

Ohne Drehbuch, dafür mit einer vorher erkundeten Reiseroute begann Wenders die Dreharbeiten zu „Im Lauf der Zeit“ (1975), dem „Easy Rider“ des Neuen Deutschen Films. Robert setzt seinen Käfer mit Vollgas in die Elbe. Eine Sandbank vereitelt allerdings den halbherzigen Selbstmordversuch. Bei Bruno, der in Kleinstadtkinos Projektoren repariert, findet Robert nicht nur trockene Kleider, sondern durch dessen Freundschaft auch einen Neubeginn. Auf ihrer Reise in Brunos altem Möbelwagen entlang der deutsch-deutschen Grenze reden sie über Sehnsüchte, Frauen, Einsamkeit und Jugenderinnerungen. Sie erkennen im Lauf der Zeit, welche Möglichkeiten noch vor ihnen liegen. Dieses poetische Road Movie ist zugleich Gesellschaftsporträt und Liebeserklärung an das Kino. Wehmütig blickt Wenders auf die verlorengegangene Tradition des Kinos und fordert zu neuen Visionen und Mut auf. Der alte Möbelwagen mit den Kinoprojektoren im Gepäck wird zu einer Metapher für die Filmgeschichte. Es ist kein Zufall, dass dieser Film Fritz Lang gewidmet ist.

„Der amerikanische Freund“ (1977) ist ein Meisterstück über eine außergewöhnliche Männerfreundschaft. Die Tage von Jonathan Zimmermann sind gezählt, denn der Hamburger Restaurator ist unheilbar an Leukämie erkrankt. Auf einer Auktion lernt er den Amerikaner Tom Ripley kennen, der mit gefälschten Bildern handelt. Ripley unterbreitet Jonathan ein ungewöhnliches Angebot: Er soll auf seine letzten Tage zum Auftragskiller werden und einen Mann in Paris töten. Mit dem Honorar könnte er Frau und Kind nach seinem Tod finanziell absichern. Jonathan hat nichts zu verlieren. Ausgezeichnet wurde dieses Werk mit dem Filmband in Gold für Regie und Schnitt und mit dem Filmband in Silber für den Film. Diese Verfilmung des Romans „Ripley’s Game“ von Patricia Highsmith war für Wim Wenders die Eintrittskarte nach Hollywood.

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