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Zarah – Wilde Jahre – Staffel 1

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Zarah – Wilde Jahre – Staffel 1

Eines der wohl vielfältigsten Themen sind die Frauenrechte. Es ist ein Begriff, der sich durch eine unterschiedliche Eingrenzung und Deutung auszeichnet. Die Geschichte der Frauenrechte führt bis in die Antike und das Christentum zurück. In den Zeiten des antiken Griechenlands war eine verheiratete Frau überwiegend im Haushalt tätig. Jedoch gab es auch Hetären mit einer guten Bildung, denen eine soziale Anerkennung sicher war. Etwas anders war das Leben im antiken Rom. Dort lag die Abhängigkeit einer Frau vom Mann und Hausherrn vor. Eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gab es nicht. Allerdings war ihr eine gewisse Anerkennung sicher, da es sich bei ihr um die Hausherrin handelte. Mit den folgenden Jahrhunderten hat sich die Welt in Bezug auf die Frauenrechte gewaltig verändert. Mit den Folgen aus der ersten Staffel dieser Serie erhalten Zuschauer einen Einblick, was sich bezüglich der Frauenrechte in den 70-er Jahren tat.

Die Serie führt zurück in das Jahr 1973. Zarah Wolf ist als Frauenrechtlicherin bekannt. Da bekommt sie ein Angebot vom Verleger Frederik Olsen. Er möchte sie als Mitglied in die Redaktion der Illustrierten „Relevant“ aufnehmen. Sie erhält den Posten der stellvertretenden Chefredakteurin. Allerdings nimmt sie damit eine Arbeit in einer Welt auf, die von Männern dominiert wird. Dabei handelt es sich um ein auflagenstarkes Heft. Gekennzeichnet ist die Zeitschrift oft von einer frauenfeindlichen Aufmachung. Dies ist der Moment, den sie für besonders wichtig erachtet, auch wenn sie zunächst allein dasteht. Schließlich gibt es das Thema „Emanzipation“, das nun mit aller Macht vorangetrieben werden könnte. Damit hat Zarah die Möglichkeit, von London nach Hamburg zurückzukehren. Doch die Männer haben dem Ansinnen einen hohen Widerstand entgegen zu bringen, wie Zarah schon bald feststellt. Fast scheint es unüberwindlich zu sein. Immerhin ist Zarah jedoch ziemlich selbstbewusst und weiß, dass sie viel bewegen kann. So erwarten sie jeden Tag die alltäglichen Macho-Allüren. Doch auch konsequente Besitzstanswahrung sowie blanke Ignoranz erlebt sie in dieser Zeit. Die Themen, die für Zarah bedeutend sind, sind allerdings für einen Großteil der Kollegen von Zarah völlig uninteressant. Dazu gehört der Kampf gegen den Paragraphen 218. Darin kommt es zur Sanktionierung der Abtreibung mit einem Aufenthalt im Zuchthaus. Die damals zumeist straffrei bleibende eheliche Gewalt ist ebenfalls ein Thema für Zarah wie auch der alltägliche virulente Sexismus. Von Bedeutung ist für Zarah außerdem die auf allen Ebenen bestehende Gleichberechtigung.
Besonders fünf Männer sind es, gegen die sie sich durchsetzen muss. Neben Olsen sind da der cholerische Chefgrafiker Balkow sowie Kulturredakteur Hartwig. Außerdem gibt es in der Redaktion Chefredakteur Kerckow und Politikchef Schaffelgerber, der vielen als konservativ bekannt ist. Auch bei Kerckow hat Zarah Schwierigkeiten, da dieser sie des Öfteren ausbremst. Diese Konstellation erfordert von Zarah, das sie gewohnte Pfade verlässt. Auf einmal kommt es zu einem Machtkampf, der auf die Position der Führung ausgerichtet ist. Richtig kompliziert wird die Geschichte durch Jenny, der Verlegertocher Jenny, die ihr Volontariat bei der Zeitschrift fast zur gleichen Zeit der Arbeitsaufnahme von Zarah aufnimmt.

Diese Serie ist recht interessant gestaltet, führt sie doch in eine Zeit zurück, die manche schon vergessen haben. Zur damaligen Zeit hatte die Technik noch längst nicht so in das Leben Einzug gehalten. Außerdem gingen viele Frauen in der Rolle der Hausfrau auf. Zarah ist allerdings für diese Zeit eine mutige Frau und setzt auf das Thema Emanzipation. Sie hat Pläne und Träume, die sie umsetzen will. Sie besitzt genügend Selbstbewusstsein, um einen Job als stellvertretende Chefredakteurin anzutreten. Dabei meistert sie diese Aufgabe mit Bravour und kann den Männern schon das eine oder andere Mal zeigen, was sie kann. Ein gewisser Witz kommt an den passenden Stellen gut an. Zwar ist sie nun bei der Zeitung eine der mächtigsten Frauen überhaupt, was bei den Männern nicht gut ankommt. Doch besitzt sie auch die etwas andere Seite als Privatmensch mit Schwächen, was ebenso in der Serie umgesetzt wurde. Wer ein bisschen Mehr von der heutigen Zeit verstehen will, erhält mit dieser Serie eine schöne Einführung in manch wildes Jahr.

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