Analyse: DIE FIGUR IM FILM
Jens Eder legt hier die erste deutschsprachige Monographie vor, die ein umfassendes Modell zur Analyse von Filmfiguren entwickelt. Überraschenderweise ist das Thema „Figuren“ innerhalb der einschlägigen Disziplinen jahrzehntelang vernachlässigt worden. Der Autor hat die verstreute internationale Literatur verschiedener Disziplinen ausgewertet, ein integratives Konzept entwickelt und auf einen griffigen, grafischen Darstellungskern verdichtet – die „Uhr der Figur“ (clock of character).
Das Modell verzeichnet vier Aspekte, unter denen Figuren betrachtet werden können:
1. als audiovisuelle Artefakte mit bestimmten Darstellungsstrukturen.
2. als fiktive Wesen mit körperlichen, mentalen und sozialen Eigenschaften 3. als Symbole und Vermittler übergreifender Botschaften 4. als Symptome bzw. Auslöser soziokultureller Ursachen und Wirkungen.
Für jeden dieser Bereiche bietet das Modell differenzierte Analysemethoden auf neuartiger filmpsychologischer Basis und zahlreiche Filmbeispiele an.
Ein analytisch durchdachtes Werkzeug, das erhellende Einblicke in die Struktur von Filmfiguren bietet.
Jens Eder: Die Figur im Film, Marburg (Schüren Verlag), 2008, 832 S., Pb., ISBN: 978-3-89472-488-7, 58,- € (D) / 98,- sFr (UVP)
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