Buch: Kino CH – Rezeption, Ästhetik, Geschichte
Buch: Kino CH / Cinéma CH Rezeption, Ästhetik, Geschichte / Réception, esthétique, histoire
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Die Schweiz produziert nicht nur Käse, Schokolade und Pharmazie, sondern erstaunlicher Weise auch Filme. Davon wissen im Ausland leider nur wenige, da es Schweizer Filme – besonders die Dialekt Filme – nur selten ins Ausland schaffen. Die Schweizer Filmhistorie begann sich erst spät zu entwickeln. Bis zu Beginn der Tonfilmzeit um 1930 verfügte die Schweiz über keine etablierte Filmindustrie. Die kulturelle Besonderheit der Schweiz, in drei divergierende Sprachgebiete aufgeteilt zu sein, ist sicherlich mit ein Grund für den späten Beginn des Filmwesens. Die französischsprachige, italienischsprachige und deutschsprachige Schweiz orientierte sich stets mehr an den Nachbarländern derselben Sprache als aneinander, weshalb die Entwicklung der Filmgeschichte in jedem Sprachgebiet unterschiedlich verlief. Dies wird auch im Buch deutlich:
Mit seinen rund 20 Beiträgen bilanziert die sorgsame Studie Panorama und Bilanz der aktuellen filmwissenschaftlichen Forschung über das dortige Kino. Schweizer Filme aus Vergangenheit und Gegenwart werden in narrativer und ästhetischer Hinsicht anaylisiert und in Produktions- wie auch in Rezeptionskontexte gestellt. Die Bandbreite reicht von den Spielfilmen eines Alain Tanner, Thomas Imbach oder Lionel Baier zu Dokumentarfilmen wie Katzenball oder Nicolas Bouvier, 22 Hospital Street, vom politischen Film zum Tanzvideo, vom Auftrags- über den Lehr- bis hin zum Experimentalfilm (Fischli/Weiss). Es gelingt es den Autorinnen und Autoren, auf der Grundlage unveröffentlichter Quellen (Interviews, Umfragen, Fachpresse, Archive), in Publikumsbefragungen und mittels historiografischer Ansätze das Terrain des Schweizer Filmschaffens neu zu ergründen. Autorin Barbara Flückiger ist Gastprofessorin für Filmwissenschaft an der Universität Zürich.
Einer der bekanntesten Schweizer Regisseure war Jean – Luc Godard. Heute sorgt Schweizer Regisseur Marc Forster in Hollywood für Aufsehen. Mit seinem Film ” Monster`s Ball ” erhielt Hauptdarstellerin Halle Berry für ihre Rolle einen Oskar. Ein Film, der leider nur durch die Wurzeln des Regisseurs mit der Schweiz verbunden ist. Ein weiterer sehr erfolgreicher Schweizer Regisseur im Ausland ist Dani Levy. Der seit 1980 in Berlin lebende Filmemacher hat mit ” Meschugge ” 1997, im Jahre 1999 den Bayrischen Filmpreis erhalten. Mit seiner Komödie ” Alles auf Zucker ! ” 2004, wurde Dani Levy mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
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24.90 Euro, 240 Seiten
ISBN: 3894726342
Herausgegeben von Alain Boillat, Philipp Brunner, Barbara Flückiger
Schüren Verlag
80 schwarz-weiße Abbildungen.
Sprachen: Deutsch / Französisch.
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