Die Sichtbarkeit des Tons im Film
Akustische Modernisierungen des Films seit den 1920 Jahren
Der auf Medien spezialisierte Schüren Verlag hat jetzt das Buch „Die Sichtbarkeit des Tons im Film“ herausgegeben. Geschrieben wurde das Buch von Dr. phil. Silke Martin, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, die an der Fakultät Medien in Weimar tätig ist. Sie beschäftigt sich damit, wie sich die Akustik seit dem Beginn der 20er Jahre während des letzten Jahrhunderts verändert hat.
Insbesondere interessant ist dabei die Beziehung von Ton und Bild, die im Film gegeben war und ist. Dabei spielen unter anderem auch die modernen Tontheorien eine große Rolle. Um dem Ziel des Buches näher zu kommen, werden außerdem Filme wie The Jazz Singer, The Wizard of Oz sowie Nashville analysiert.
Der Beschreibung des Tons im Film wurde schon so einiges an Aufmerksamkeit geschenkt. Das schildert die Autorin im Vorwort und erklärt, dass diese Arbeit daran anschließt und die ganzen Thesen noch erweitert. In den weiteren Vorüberlegungen wird dann darauf eingegangen, dass der klassische Film eine Entwicklung zum Film der zweiten Moderne genommen hat. Dabei geht Silke Martin beispielsweise auf einen der bedeutenden Filmtontheoretiker ein. Übertroffen wird er in seiner Bedeutung Gilles Deleuze, den sie ebenfalls betrachtet.
Mit dem ersten Kapitel geht sie auf den Ton im Film ein. Dort betrachtet die Autorin das Sehen und das Hören im Hinblick auf die Unterschiedlichkeit zwischen den Räumen der Akustik und der Optik. Außerdem wird der Blick auf die Technik- und die Ästhetikgeschichte des Tonfilms gelegt. Im nächsten Kapitel steht die szenatorische Ordnung im klassischen Film in Bezug auf Ton und Bild im Mittelpunkt.
Nach einem weiteren Kapitel über den modernen Film gelangen der postmoderne Film sowie der Film der zweiten Moderne in einem Kapitel zur größeren Bedeutung. Innerhalb dieser beiden Kapitel werden nun die verschiedenen Kapitel betrachtet, die in einem Film ineinander fließen. Ein engerer Blick wird unter anderem dabei auf die mediale Dissonanz des Audiovisuellen gelegt. Die ausführliche Bibliographie sowie die Filmographie runden das Buch nach dem Fazit ab.
Allein schon der Gedanke wie der Ton beziehungsweise die Akustik sich verändert haben, als der Krieg der Sterne im Jahr 1977 zum ersten Mal im Kino lief, ist schon beeindruckend. Umso mehr sind es die Seiten, die Dr. phil. Silke Martin in ihrem Buch aufzeigt. Denn seine Entwicklung nahm der Ton schon in einem Film, der heute wohl als der erste Tonfilm überhaupt gilt. Gerade anhand der Filmschätze, die hier betrachtet werden (The Wizard of Oz) ist das Buch empfehlenswert.
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Die Sichtbarkeit des Tons im Film wurde bearbeitet von Marina Teuscher • Permalink • Kommentar schreiben »













