Dramaturgie im Autorenfilm – Erzählmuster des sozialrealistischen Arthouse-Kinos
Das sozialrealistische Arthouse-Kino ist eine Form, in der verschiedene Erzählweisen zu Hause sind. Die Dramaturgie dieses Kinos war nicht sehr häufig Gegenstand von Untersuchungen. Mit diesem Buch, in dessen Mittelpunkt die Erzählmuster dieser Kinoform stehen, soll es anders werden.
In ihrem Buch geht die Autorin im Vorwort darauf ein, welche Fragen Sie während ihres Studiums beschäftigt haben. Einige Fragen davon wirft sie im Vorwort ein, während sie sich am Ende bei den zahlreichen Helfern bedankt, die dieses Buch möglich machten.
Die Einleitung führt dann zur französischen Kinonation, wobei gerade das Kino in Paris und der Umgebung einen ganz besonderen Ruf hat. Der einstigen Prägung dieses Kinoflairs steht inzwischen schon lange eine andere Richtung entgegen. So sind die französischen Filme im Bild mitunter von einer schwierigen Thematik bestimmt. Den Bogen zieht die Autorin dann weiter zum Kino Großbritanniens und weiterer Länder. Dann leitet sie in die Fragestellung sowie in den Aufbau des Buches, wobei sie das Ziel erläutert.
Im Blickpunkt steht dann das Jeune cinema francais. Dabei wird der Blick beispielsweise auf die Filme gerichtet, die von jungen Regisseuren oft nur mit kleinem Budget verwirklicht werden konnten. Oft werden dabei soziale Problematiken angesprochen. Außerdem wird hier beispielsweise der Begriff des Autorenfilms betrachtet. Ferner lässt sie zudem weitere intensive Betrachtungen wie beispielsweise im Hinblick auf den sozialpolitischen Hintergrund folgen.
Ferner wird hier ein intensiverer Einblick in die Grundlagen der Filmdramaturgie gewährt bevor es an die Behandlung der Erzählmuster herangeht. Betrachtet wird dabei eine Reihe von Filmen des jeune cinema francais, so dass hinterher natürlich das Fazit der Autorin nicht fehlen darf. Anschließend darf natürlich der Vergleich zu weiteren europäischen Staaten nicht fehlen. So ist natürlich auch das endgültige Fazit von der Autorin gezogen worden.
Die Gestaltung des Buches wurde klug aufgebaut und bietet eine Menge Hintergrundwissen, dass das sozialrealistische Arthouse-Kino mit seinen vielen Facetten präsentiert. Verblüffend erscheint mir manchmal dabei, welche Problematiken oder Fallsituationen die Filmwissenschaft doch aufgreifen kann. Dieser Ratgeber für Drehbücher liest sich sehr interessant.
Für die Verwirklichung des Buches sorgte die Autorin Michele Wannaz, die deutsche Literatur- und Medienwissenschaft sowie Filmwissenschaft studierte. Inzwischen hat sie bereits als Filmredakteurin gearbeitet, wo ihr Weg zum Schweizer Nachrichtenmagazin Facts geführt hatte. Es ist nicht das erste Buch, das Michele Wannaz geschrieben hat. Das Buch „Der Witz und seine Beziehung zum Paarungsverhalten“ ist ebenfalls im Schüren Verlag erschienen, dessen Aufgaben ja hauptsächlich in den Film- und Medienwissenschaften liegen.
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Dramaturgie im Autorenfilm – Erzählmuster des sozialrealistischen Arthouse-Kinos wurde bearbeitet von Marina Teuscher • Permalink • Kommentar schreiben »












