Film – Kino – Zuschauer: Filmrezpetion
Im Rahmen der Zürcher Filmstudien wurde das deutsch-englischsprachige Werk Film – Kino – Zuschauer von Christine N. Brinckmann herausgegeben.
Das Buch beschäftigt sich damit, dass die Filmgeschichte nicht ohne den Zuschauer geschrieben werden könnte. Es gäbe aber auch keine Filmgeschichte ohne Kino und die Geschichte des Kinos nicht ohne Filme. Das bedeutet, dass sich alles um die Art und Weise dreht, wie die Filme auf die Zuschauer wirken. Überhaupt steht der Zuschauer verstärkt seit den Jahren nach 1990 im Mittelpunkt. Inzwischen haben sich Forschungsansätze angesammelt, die einen roten Faden in der Filmgeschichte bieten. Dabei kommt es zu einer Vielzahl von Informationen, die durch die Autorinnen Margrit Tröhler, Yvonne Zimmermann sowie Prof. Dr. phil Irmbert Schenk zusammen getragen und jetzt in dem Buch veröffentlicht wurden.
Zunächst wird in der Einführung darauf eingegangen, dass es um den Zuschauer und die Rezeption geht. Dann folgt eine Reihe von Topografien, die ebenfalls zweisprachig präsentiert werden. Beispielsweise geht es um die Zeit und den Ort der Kinoerinnerung sowie um die post-kinematografische Epoche. Dabei werden unter anderem die Abweichungen betrachtet, die zwischen zwei Menschen entstehen können. Neben der Filmanalyse, die als Kulturanalyse angesehen werden kann, fällt der Blick auf die Öffentlichkeit des Films. Genauer gesagt geht es dabei um Filme, die etwas bewegen.
Die Aufmerksamkeit ist zudem auf die deutsche Geschichte gelegt worden. Außerdem stehen Sozialisierungen und Diskurse im Mittelpunkt. Abgerundet werden die Kapitel durch Transnationale Praktiken. Eine Vielzahl von Informationen gibt es auch zu den verschiedenen aufgeführten Autoren. Ergänzt wird das ganze durch unzählige Fußnoten, die den Blick auf mehr Hintergrundmaterial lenken.
An der Herausgabe dieses Buches haben unter anderem der schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, die Deutsche Forschungsgemeinschaft sowie die Hochschulstiftung der Universität Zürich mitgewirkt. Grundlegend für dieses Werk war die Tagung „Film – cinema – spettatore: La ricezione cinematografica, die im Jahr 2008 stattfand.
Erschienen ist das Buch im Schüren Verlag, der seinen Sitz in Marburg hat. Schon in den 80er-Jahren hat der Verlag mit medienwissenschaftlichen Arbeiten begonnen.
Mir gefällt das Buch besonders unter dem Aspekt, dass es zweisprachig aufgebaut wurde. So sind also nicht nur die deutschen Texte zu sehen, sondern auch in Englisch zu lesen, was sehr schön die Routine im Englischen erhält. Denn ich habe natürlich auch in den englischen Texten gelesen. Insgesamt gesehen ist das Buch sehr gelungen und vermittelt eine Vielzahl von Informationen. Dazu gehört beispielsweise die Literatur zu den Themen wie „Der Reiz, der das Hirn träumen macht“. Wer sich für diese Themen interessiert, wird viel Informationsmaterial erhalten, das sehr neugierig macht. Denn vieles ist ja so eng miteinander verknüpft, das es mitunter schon sehr spannend ist, wie die Zusammenhänge hergestellt werden können.
Ähnliche Beiträge:
Film – Kino – Zuschauer: Filmrezpetion wurde bearbeitet von Marina Teuscher • Permalink • Kommentar schreiben »













