Formen der Liebe
Der deutsche Regisseur Rudolf Thome ist als Sohn eines Buchhändlers geboren worden. Nach seinem Studium begann er im Jahr 1965 mit der Produktion von Kurzfilmen, denen nur drei Jahre später ein erster Spielfilm folgte. Zuvor hatte er bereits von 1962 bis 1965 als Filmkritiker gearbeitet. Seit dieser Zeit hat er 26 Spielfilme sowie 6 Kurzfilme gedreht. Jetzt wurden diese Filme im Rahmen des im Schüren Verlages erschienen Buches „Formen der Liebe“ betrachtet.
Zunächst wird dabei die Person Rudolf Thome sowie sein Schaffen im Allgemeinen betrachtet. Seine Gedanken kommen mitunter aus der Völkerbeobachtung und so heißt das erste Kapitel nicht umsonst „Ein Ethnograf des Inlands“. Darin wird erläutert, was es mit der liebevollen Distanz und der in den Filmen enthaltenen Ironie auf sich hat. Nach einem kurzen anderweitigen Kapitel blickt Rudolf Thome auf das „Überleben in Niederlagen“. Dabei wird das „Filmemachen in der Bundesrepublik Deutschland“ betrachtet. Mit dem dritten Kapitel beginnt dann nach einführenden Worten die Betrachtung der Filme. Diese haben eine beschreibende Wirkung und spiegeln unter anderem die Lebenssituation in der jeweiligen Aktualität wieder. Ebenso werden die Bewusstseinszustände der entsprechenden Hauptdarsteller betrachtet. Im Mittelpunkt stehen so oft die Beziehungen zwischen Mann und Frau, wobei es unter anderem um eine Liebe in Deutschland geht.
Neben zahlreichen Betrachtungen und Gesprächen wurde außerdem ein Werkstattgespräch mit dem Regisseur geführt. Und dabei kommen sehr tiefe Einblicke in die Welt von Rudolf Thome heraus.
Zur Filmografie von Rudolf Thome gehören die folgenden nicht vollständig aufgeführten Filme, die im Buch ebenso betrachtet werden:
1968Â Detektive
1970Â Rote Sonne
1980Â Chamissoplatz
1983Â System ohne Schatten
1985Â Tarot
1987Â Das Mikroskop
1988Â Der Philosoph
1989Â Sieben Frauen
1992 Die Sonnengöttin
1995Â Das Geheimnis
1998Â Just Married
2000 Paradiso – Sieben Tage mit sieben Frauen
2001Â Venus.de
2002Â Rot und Blau
2003 Frau fährt, Mann schläft!
2005Â Du hast gesagt, dass Du mich liebst
2006Â Rauchzeichen
2007Â Das Sichtbare und das Unsichtbare
2008 Â Pink
Erschienen ist der Buch in der Edition „film-dienst“ als Band 8.
Die bisherigen Bände lauten:
Band 1  Margarete Wach  „Krzystof Kieslowski“
Band 2  Helmut G. Asper „Etwas besseres als den Tod… Filmexil in Hollywood“
Band 3  Franz Everschor „Brennpunkt Hollywood“
Band 4  Susanne Marschal „Farbe im Kino“
Band 5  Felicitas Kleiner „Scheherazade im Kino“
Band 6  Thomas Brandlmeier „Kameraautoren“
Band 7  Ralf Schenk (HG) „Worte – Widerworte“
Verantwortlich für die Veröffentlichung war der Schüren-Verlag, der ja als Medienspezialist bekannt ist.
Es ist sehr interessant beschrieben, wie Rudolf Thome auf die verschiedenen Formen der Liebe eingeht. Dabei wird ausführlich auf die einzelnen Filme eingegangen, die nunmehr viele andere Facetten erhalten. Auch werden seine Ansichten verdeutlicht, was seine Welt ebenfalls ein wenig anders erscheinen lässt. So gibt es auf über 325 Seiten interessantes Lesematerial, das von einer ausführlichen Filmografie ergänzt wird. Viel Wissenswertes über eine interessante Person.
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Formen der Liebe wurde bearbeitet von Marina Teuscher • Permalink • Kommentar schreiben »












