Guru Talk: Die deutsche Filmindustrie im 21. Jahrhundert im Schüren Verlag
Wie sieht der nüchterne Alltag hinter der glänzenden Fassade aussieht? Dieser Band versammelt Kreative, Praktiker und Wissenschaftler, die Perspektiven und Chancen der deutschen Filmwirtschaft im 21. Jh. aufzeigen. So wird beispielsweise in den Kapiteln von Fachleuten und Kennern der Branche folgendes thematisiert: Thorsten Hennig-Thurau: Die deutsche Filmindustrie im 21. Jahrhundert: Ökonomische Betrachtungen aus wissenschaftlicher Sicht. Andreas Bareiss (Produzent): Kinofilme in Deutschland zu machen ist Wahnsinn. Stefan Arndt (Filmproduzent, X Filme): Marken aus der Manufaktur: Filme für das 21. Jahrhundert. Dietmar Güntsche (Filmproduzent, Neue Bioskop Film): Ein wildes Leben: Erfahrungen und Einsichten eines deutschen Filmproduzenten. Florian Henckel von Donnersmarck Die kreative Freiheit des Regisseurs ist heilig: Von Dobermännern, Raketenwürmern und dem Leben der Anderen.
Hatte Doris Dörrie „Keiner liebt mich“ beispielsweise 1995 kassenträchtig eingeleitet, lancierte man in Deutschland Filme wie „Knockin´ on Heaven´s Door“ den Kassenhit ´97, so tauchte der deutsche Film schnell wieder in die Versenkung ab. Besonders nach der Jahrtausendwende waren anspruchslose Filmparodien und Komödien wie beispielsweise „Der Schuh des Manitu“ (2001), Regie: Michael Herbig, der Zuschauerzahlen im zweistelligen Millionenbereich anziehen konnte, die bei einheimischen Produktionen zuvor rar gewesen waren und „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ (2004), Regie führte hier ebenfalls Michael Herbig. Wolfgang Beckers Komödie „Good Bye, Lenin!“ (2003) war ebenfalls ein großer Erfolg an den Kinokassen, wurde aber auch gleichzeitig von den Kritikern gelobt. Weitere wichtige Komödien sind „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ (1999) und „Was nicht passt, wird passend gemacht“ (2002). Bei beiden Filmen führte Peter Thorwarth Regie. „Süpersex“ (2004), Regie: Torsten Wacker, spielt im Hamburger Migrantenmilieu.
Dennoch, der deutsche Autorenfilm um die Berliner Schule ist wieder auf Erfolgskurs. Der Autor Thorsten Hennig-Thurau, geboren 1967 in Hamburg, ist Professor für Marketing und Medien an der Bauhaus-Universität Weimar und Research Professor in Movie Marketing an der Cass Business School, City University London. Darüber hinaus ist er Direktor des Department für Filmökonomie des Bauhaus Film-Instituts. Neben Dienstleistungs-Marketing ist Filmökonomie ein zentraler Forschungsschwerpunkt von Thorsten Hennig-Thurau.
Guru Talk: Die deutsche Filmindustrie im 21. Jahrhundert
Thorsten Hennig-Thurau, Victor Henning,
Verlag: Schüren Verlag
Umfang: 207 Seiten
19,90€
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