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Kritik des Ästhetischen – Ästhetik der Kritik

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Kritik des Ästhetischen – Ästhetik der Kritik

Die Ästhetik war und ist schon immer etwas Besonderes gewesen. Übersetzt bedeutet der griechische Begriff Wahrnehmung. Noch bis zum 19. Jahrhundert wurde die Ästhetik als Lehre dargestellt. Dabei ging es insbesondere um die Schönheit und ihre Wahrnehmbarkeit. Außerdem ging es um die Gesetzmäßigkeiten sowie um die Harmonie, die gerade in der Natur und in der Kunst gegeben sind. Heute bedeutet ästhetisch in der Regel ansprechend, schön oder geschmackvoll.

Wissenschaftlich gesehen handelt es sich dabei um das Wahrnehmen von Menschen, die bestimmte Dinge sehen. Genauer gesagt geht es um die Eigenschaften.

Philosophisch gesehen wird die Ästhetik wiederum anders betrachtet. Dabei kommen zwei Theorien zur Geltung. Zum einen handelt es sich um die sinnliche Wahrnehmung  im Allgemeinen, wobei nicht nur von der Kunst die Rede ist. Bei der zweiten Theorie geht es um den philosophischen oder soziologischen Aspekt, den Kunst beziehungsweise Design besitzen können. Die Ästhetisch kann also auch in den Medien eine große Rolle spielen.

Jetzt hat der Schüren Verlag, der sich auf die Arbeit mit den Wissenschaften im Medienbereich konzentriert hat, das Buch „Kritik des Ästhetischen – Ästhetik der Kritik“ herausgegeben. Dies ist auch anlässlich des 65. Geburtstages geschehen, den Professor Prümm in diesem Jahr feiert.

In der Hauptsache geht es dabei um den renommierten Medienwissenschaftler Professor Dr. Karl Prümm. Der deutsche Medienwissenschaftler arbeitet zudem als Hochschullehrer und hat sich zudem einen Namen gemacht, da er als Begründer des Marburger Kamerapreis tätig geworden ist. Unter anderem machte er sich mit seinen Lehrveranstaltungen, die sich mit der Filmgeschichte und der Filmtheorie beschäftigen, einen Namen. Doch auch die Themen Geschichte des Fernsehens und der Fernsehästhetik werden in seinen Vorlesungen behandelt. Und die Ästhetik steht nun im Vordergrund des Buches. Dabei kommt eine Vielzahl von Menschen zu Wort, die Professor Prümm während seines Schaffens begleitet haben. Es handelt sich dabei um Geisteswissenschaftler, die aus verschiedenen Bereichen kommen. Ebenso haben Regisseure, Kameraleute, Autoren und Medienpraktiker die Arbeit des Professors beobachtet.

Und diese Arbeit war wirklich intensiv, wenn der Blick darauf fällt, dass die Etablierung der Medienwissenschaft in der Hauptsache eng mit ihm verbunden ist. Im Bereich der Film- und Fernsehwissenschaften Untersuchungen zur Ästhetik der Kameraarbeit vorgenommen.

So beginnt das Buch zunächst auch mit einer Festschrift für den Jubilar zum Thema Ästhetik der Kritik. Anschließend wird zunächst beleuchtet, wie eine Frau Theaterkritikerin wird. Nachfolgen führen die Kapitel von der Kritik am Fin de siecle zum Wandel der Kritik.

Ein besonders interessantes Kapitel ist die Filmentstehung, die damit verbundene Rezeptionsproblematik sowie das Analysedilemma. Dabei geht es um das Verhältnis, dass die Bildgestaltung und die Filmkritik besitzen. Interessant dürfte außerdem der Punkt sein, in dem es um ein Versäumnis geht, was die deutsche Medienkritik angeht. Dabei geht es um ein Projekt mit dem Arbeitstitel „Deutsche Digitale Bibliothek“. Auch die weiteren Kapitel sind spannend geschrieben und werfen beispielsweise einen Blick auf den Beruf des Produzenten.

So detailliert wie in diesem Buch über die Ästhetik der Kritik berichtet wird, dürfte das Buch ein echtes Erlebnis für alle Medienwissenschaftler sein. Die einzelnen Aspekte werden geschickt erläutert und zeigen viele Seiten der Medien aus einem ganz anderen Licht. Schließlich erhalten sogar Serien wie Polizeiruf 110 ganz neue Sichtweisen. Und auch, wer sich so mit dem Thema beschäftigen will, wird seine Freude an dem Buch haben. Es wird sehr detailliert auf die einzelnen Kapitel eingegangen. Dazu wird dann noch eine ganze Vielzahl an Fußnoten präsentiert, so dass tiefer gehendes Material als Lektüre herangezogen werden kann.

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