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Schnittstellen

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Schnittstellen

Bekannt ist der Schüren Verlag seit vielen Jahren dafür, dass sich die hier erscheinenden Bücher mit den Medien und der Filmwissenschaft beschäftigen. Jetzt ist das Buch „Schnittstellen „ erschienen, das von Stefan Höltgen verfasst wurde. Er hat sich mit dem Thema Serienmord im Film beschäftigt.

In seiner Einleitung geht der Autor zunächst auf das Leitmedium des 20. Jahrhunderts ein, welches der Film ist. Gleichzeitig geht er dabei auch auf die Gesellschaft ein. Ob politisch, technisch oder sozial, viele Facetten kennzeichnen das Wesen des Films gerade im vergangenen 20. Jahrhundert. Dann weist er noch darauf hin, wie er an seine Arbeit herangegangen ist.

Schon geht es mit dem nächsten Kapitel weiter. Jetzt beschäftigt er sich mit der Authentizität als Ästhetik der Konstruktion. Hierbei wird der Zusammenhang zur Filmwissenschaft sehr deutlich. Dabei wird die Diskussion im Hinblick auf die Dokumentarfilm-Theorie, auf Doku-Fiktionen sowie zu True-Crime- und Serienmörderfilmen betrachtet. Gleichzeitig geht es in diesem großen Komplex um die Authentizität im Serienmörderfilm.

Im Anschluss folgt nun der große Blick auf die Motiv- und die Diskursgeschichte des authentischen Serienmörderfilms. Innerhalb dieses Kapitels beginnt die Geschichte im Jahr 1895 und führt dabei in die Filmgeschichte mit einigen der bedeutendsten Filmen. Gleichzeitig wird bei einigen Betrachtungen noch einmal deutlich, welche Gedanken die einzelnen Regisseure bei ihrer Arbeit verfolgt haben. Deutlich wird das beispielsweise bei der Beschreibung zu „Natural Born Killers“. Betrachtet wird außerdem beispielsweise der sehr frühe Klassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“.

Ein Einblick wird dabei ebenso in die klassische Phase vermittelt, die zeitlich von 1945 bis 1959 angesiedelt wird. Es handelt sich um das Kapitel Exil und Politik. Fehlen darf hierbei natürlich auch nicht der Blick in die moderne und in die postmoderne Phase, wobei dieses Kapitel als Grenzüberschreitung betrachtet wird. Zeitlich spielen hier die Jahre von 1990 bis zum Jahr 2004 eine Rolle. Am Ende dieses Kapitels wird deutlich, wo der Autor Stefan Höltgen die Schnittstellen sieht.

Im nun folgenden Kapitel geht der Autor mit einer Zusammenfassung auf die Diskurse des Serienmörderfilms ein. Eine Rolle spielen hierbei die Motiv- und die Technikgeschichte sowie die Referenzen und die Reflexionen. Von Bedeutung sind hierbei unter anderem der Einfluss und der Rückfluss im Hinblick auf die Filme, die Kriminologie und die Justiz.

Sehr umfangreich wurde hierbei das Quellen- und Literaturverzeichnis erarbeitet, das nach Teilgebieten unterschieden wird. So werden hier zunächst die unzähligen Film- und Tonquellen genannt. Dann erfolgen Hinweise auf die Ausgaben und die Forschungsliteratur. Und diese lässt ebenfalls einen intensiven Einblick in die Materie zu. Von Bedeutung sind ebenfalls die Abbildungen in diesem Buch. Anschließend folgt ein Personenregister, dem wiederum ein Filmregister folgt.

Der Titel hat mich im ersten Moment etwas irritiert, dachte ich doch zunächst an den Computer. Und doch geht es hier um ganz andere Schnittstellen. Dabei ist es in diesem Buch sehr ansprechend, dass der Autor auch noch auf weitere Hintergrundmomente zu den jeweiligen Filmen eingeht. Interessante Aspekte werden bei diesem Buch deutlich, gerade im Hinblick auf die filmwissenschaftliche Betrachtungsweise. Es sind sicherlich Aspekte, die beim Anschauen ohne das Lesen dieses Buches nicht so eine große Rolle gespielt haben. Jetzt jedoch schaue ich mit anderen Augen auf diese Filme.

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