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Sir Roger Moore: „Last Man Standing – Bekenntnisse des letzten Gentlemans“

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Sir Roger Moore: „Last Man Standing – Bekenntnisse des letzten Gentlemans“

Roger Moore BuchMan braucht nur einen Blick auf das Cover-Foto von Sir Roger Moores neuem, mittlerweile dritten Buch, „Last Man Standing“, zu werfen, um einen Eindruck über die Selbstironie und den Humor des berühmten und bislang langlebigsten Bond-Darstellers zu bekommen: Vier bekannte Mimen sitzen hier auf den vertrauten Set-Klappstühlen, die auf der Rückenlehne mit den Namen der Stars beschriftet sind. Aber keiner sitzt bei diesem, während der Dreharbeiten zu „Die Seewölfe kommen“ entstandenen Foto auf „seinem“ Stuhl. Wo Roger Moore steht, sitzt Trevor Howard, Moore selbst hat auf David Nivens Sitz Platz genommen, welcher wiederum über dem Namen Gregory Peck verschmitzt über seine Schulter in die Kamera blickt. Der Schalk saß diesen vier Herren im Nacken, weswegen die Dreharbeiten zu diesem im Jahr 1980 entstandenen Kriegs-Actionfilm in Roger Moores Erinnerungen einen ganz besonderen Platz einnehmen. Es war für ihn eine Arbeit mit Freunden, die er in vollen Zügen genießen konnte. Freunde hatte der 1927 in London geborene Schauspieler zuhauf, nur die meisten von ihnen sind mittlerweile verstorben, weswegen Moore sich selbst und eben nun auch sein drittes Buch mit „Der letzte Überlebende“ betitelt hat.

Der deutsche Untertitel „Bekenntnisse des letzten Gentlemans“ trifft es nicht ganz so gut, denn Bekenntnisse werden hier eigentlich keine abgelegt, höchstens die Tatsache, dass Moore eine liebenswerte Ulknudel war, die ihren Kollegen gerne mal einen Streich spielte. Ein Gentleman ist Sir Roger hingegen tatsächlich, denn der im Jahr 2003 geadelte Schauspieler und UNICEF-Botschafter beweist auch in seinem dritten Buch (nach „Mein Name ist Bond… James Bond: Die Autobiographie“ und „Bond über Bond: Alles über die erfolgreichste Kinoserie der Welt“) wieder, dass er herrlich unverblümt aus dem Nähkästchen plaudern kann, ohne seine prominenten Zeitgenossen dabei zu verunglimpfen. Er versprüht keine Galle, sondern berichtet, auch von einigen allzu menschlichen Verfehlungen, stets mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Charme. Die macht sich auch an der Tatsache fest, dass er sich selbst nie allzu ernst nimmt und ebenfalls nur zu gut in der Lage ist, sich auf die Schippe zu nehmen oder einen Streich von anderen mit Humor einzustecken. Sieben Jahrzehnte im Showbusiness haben Sir Roger mit einigen der bekanntesten und beliebtesten Prominenten des 20. Jahrhunderts zusammentreffen lassen, und wenn er selbst über diese Begegnungen keine witzige Anekdote parat hat, zitiert er eben eine Anekdote, die ihm von jemand anderem zugetragen wurde.

Wer sich in der Unterhaltungsbranche des vergangenen Jahrhunderts auskennt, wird seine helle Freude haben an den kleinen Vignetten über die Mitglieder des Rat Packs, Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr., über Moores Eindrücke von Sir Rex Harrison, Dame Joan Collins oder seinem „Die 2“-Kollegen Tony Curtis. Ein ganzes Kapitel widmet er den legendären britischen Pinewood Studios, in denen u.a. alle seine Bond-Filme produziert wurden. Hier fallen auch Namen, die vielleicht nicht jeder so ohne weiteres noch präsent haben dürfte, aber das üppig mit Fotos ausgestattete Buch liefert einem in den meisten Fällen das passende Gesicht zum Namen. Auch die Herren hinter den Kulissen, wie der Regisseur Michael Winner oder die „Bond“-Produzenten Harry Saltzman und Albert „Cubby“ Broccoli dürfen in diesem flott und pointenreich geschriebenem Werk natürlich nicht fehlen. „Last Man Standing“ ist alles andere als ein billiger Nachklapp, der aus dem Erfolg der Vorgängerbücher Profit schlagen möchte, sondern eine überaus kurzweilige Lektüre, die man sich als wahrer Fan nicht entgehen lassen sollte.

Buch: „Last Man Standing – Bekenntnisse des letzten Gentlemans“ von Sir Roger Moore, LangenMüller München 2016, ISBN 978-3-7844-3389-9

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