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Tricky Women- Animationsfestival

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Tricky Women- Animationsfestival

Jedes Jahr steht Österreichs Hauptstadt Wien im Mittelpunkt des Animationsfestivals „Tricky Woman“. Dieses findet seit dem Jahr 2001 statt und hatte einen Frauenschwerpunkt. Es ist das einzige Festival seiner Art mit diesem Thema.

Das zehnjährige Jubiläum war jetzt Anlass genug, sich mit dem Festival etwas genauer zu beschäftigen. Dabei geht es auch darum, dass Würdigungen ausgesprochen werden und dass der Animationsfilm zu gleich gefeiert wird.

Im Vorwort gehen die beiden Autorinnen auf das Festival ein, dass sie im Jahr 2001 zum ersten Mal veranstaltet haben. Darin schildern Sie anschaulich ihre Gedanken, die sie zur Initiierung von diesem Festival geführt haben. Unter anderem sollte ebenso die Arbeit der Künstlerinnen aus dem osteuropäischen Raum stärker gewürdigt werden. Diese Arbeiten stehen nun im Vordergrund von diesem Buch.

Als erstes Kapitel erwartet die Leser die Historie des Animationsfilmes, von dem einige von Frauen gestaltet wurden. Dabei kommen unter anderem die Autorinnen Jayne Pilling, Sandra Naumann, Ruth Lingford, Masa Ogrizek, Eliska Decka und Sabine Groschup zu Wort. Im Beitrag von Mary Ellen Bute – verfasst von Sandra Naumann – geht es dabei um Color, Form, Movement und Sound. Genauer werden dabei das Wirken und die Entwicklung von Mary Bute betrachtet, die schon als 17jährige ein Studium der Malerei in Philadelphia begann. Nur ein Jahr später führte sie die Frage nach der Modellierung von Licht zur Inter-Theatre School nach New York. Unter anderem wird ferner darüber berichtet, wie sie zwei Jahrzehnte später in einem ihrer Filme versucht, die Harmonie unter den Farben zu erreichen. Doch ihr Schaffen ist noch viel weit reichender wie auch der Blick auf die weiteren Filmemacherinnen zeigt.

Das zweite große Kapitel stellen die aktuellen Entwicklungen dar. In diesem Zusammenhang werden Franziska Bruckner, Dina Goder, Julie Roy, Annegret Richter verschiedene Themen behandeln. So schreibt Annegret Richter über die Wirkung von Animationsfilmen als dokumentarisches Mittel. Diese Filme gibt es schon so lange wie es den Film überhaupt gibt. Als Beispiele können hier die Filme in den Jahren 1910 bis 1930 genannt werden. In diesen Filmen wurde entsprechend der Zeit den Kriegsthemen eine hohe Bedeutung zugemessen. Doch auch hier ging die Entwicklung in den kommenden Jahren schnell voran, so dass eines Tages Jungs aufgenommen. Da jedoch auch heute die Zahl der Animationsfilme dieser Herkunft weltweit zugenommen hat, findet dieses Filmgenre in der Filmwissenschaft immer mehr Beachtung.

In dem dritten Kapitel Medientheorien und Gaming werden Suzanne Buchan, Jennifer Jenson, Suzanne de Castell und Esther Leslie näher betrachtet.

Im Kapitel Einblick fällt der Blick auf Antonia Cicero. Dabei geht es um Tricky Women und der Verzauberung, die durch den Trickfilm ausgelöst wird.

Auf neun Seiten geht der Anhang unter anderem auf die Autorinnen ein. Unter anderem sind ebenfalls die Meilensteine der Animationskunst zu sehen. Außerdem liegt dem Buch eine DVD bei. Zudem wurden die Ausführungen der Autorinnen von unzähligen Bildern unterlegt.

Unterstützt wurden die Autorinnen bei der Realisation von dem Buch von den folgenden Organisationen beziehungsweise Institutionen:

Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH
Verwertungsgesellschaft Bildende Kunst, Fotografie und Choreografie GmbH
MA57 der Stadt Wien – Frauenstadträtin Sandra Frauenberger
Filmfonds Wien – Dr. Peter Zawrel
Bmukk/Abteilung Film – Dr. in Barbara Fränzen
Polnisches Institut Wien
Tschechisches Zentrum Wien
National Film Board of Canada

Verzeichnet ist die Publikation durch die deutsche Bibliothek in der Deutschen Nationalbibliografie.

Geschrieben und herausgegeben wurde das Buch durch Birgitt Wagner und Waltraud Grausgruber. Veröffentlicht wurde das Buch im Schüren-Verlag, der in Marburg seinen Sitz hat.

Den Autorinnen ist dabei eine sehr ausführliche Ausarbeitung gelungen, die umfassend Einblick in den Animationsfilm bietet. Auf diese Weise wird die Geschichte des Genres bis in ganz frühe Tage beleuchtet. Dabei wird dieses Genre nicht nur aus der Sicht der Filmwissenschaft beleuchtet. Auch der geschichtliche Aspekt, wie an Mary Bute deutlich wird, und der aktuelle Aspekt spielen dabei eine Rolle. Ferner spielen auch Festivals in der Geschichte des Animationsfilmes einen wichtigen Part.

Insgesamt ist so ein recht umfangreicher Wegführer durch die Welt des von Frauen erschaffenen Animationsfilmes entstanden, der doch neugierig macht. Gleichzeitig wird die Bedeutung dieses Filmes erfreulicherweise durch das Buch enorm angehoben.

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