Warren Ellis’ R.E.D. – Retired and Extremely Dangerous – startet im Kino!
Am 28.10. startete R.E.D. – der actiongeladene, mit viel Komik gespickte CIA-Thriller um sich im Ruhestand befindliche Top-Agenten, die noch einmal aktiv werden, um ihre eigene Haut zu retten. Der Film basiert auf einem Comic des aus England stammenden Top Autors Warren Ellis (mit Zeichnungen von Cully Hammer), der in Deutschland bei Panini erschienen ist.
In R.E.D. zeigen Bruce Willis, Morgen Freeman und John Malkovic als ausgemusterte Ex-Spione der jungen Garde von Möchtegern-Agenten, dass man, getreu dem Motto „je oller, je doller“, auch als rüstige Rentner noch ordentlich Arschtritte verteilen, beziehungsweise (besonders im Fall der Gewehr schwingenden Helen Mirren) mit großen Wummen um sich ballern kann.
Der Film wartet mit Action ohne Ende und herrlich viel Witz auf, was besonders Bruce Willis zugute kommt, der als Frank Moses mit seinen gealterten Kollegen gegen die übermächtig erscheinende Geheimdienst-Maschinerie ins Feld zieht. Sein Charakter beruht, ebenso wie der Film-Plot, auf dem Comic R.E.D. des US-Autors Warren Ellis.
Ellis gehört zu den Top-Schreibern der internationalen und speziell der US-Comic-Szene. Seine Stärke liegt in spannenden Storys, die ohne Schnörkel voranschreiten und stets knochentrocken und knallhart auf den Punkt gebracht werden. Das beinhaltet allerdings schon einen wesentlichen Unterschied zur filmischen Adaption des deutschen Regisseurs Robert Schwentke (u.a. Flightplan), der im Übrigen aus Stuttgart stammt, wo auch Panini ansässig ist … was allerdings eher nebensächlicher Natur ist.
Robert Schwendtke kreierte eine überdrehte aber stimmige Agenten-Actionkomödie, mit einigen ausgefeilten, schrulligen Charakteren – bei Warren Ellis’ Comic dreht sich dagegen alles um Paul (nicht Frank) Moses, der alleine seinen knallharten und blutigen Weg beschreitet, kompromisslos und ohne überzeichnete Komik … denn dieser Mann hat nichts zu lachen und Warren Ellis keinen Grund, seine Geschichte zu verwässern.
Trotz der offensichtlichen Unterschiede erkennt man den Comic im Film und andersherum. Fans des einen wie des anderen sind gut beraten, einen Ausflug in das jeweils andere Medium zu wagen.
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