Mittwoch, 17 Oktober 2007 @ 8:26pm • Filmbücher
Fundamentalistische Bewegungen erfahren derzeit ungeahnten Auftrieb. Als Schattenseite der Wiederkehr der Religionen stellen sie weltweit eine der größten Herausforderungen der Gegenwart dar. Neben der mittlerweile breit angelegten Diskussion unter Historikern, Religions- und Politikwissenschaftlern, Soziologen und Psychologen hat sich ein zweiter medialer und filmästhetischer Diskurs herausgebildet. Die heute vorliegenden Filme zum Thema beleuchten insbesondere die emotionalen und imaginären Aspekte, die unser Verhältnis zum Fundamentalismus und seiner Wahrnehmung prägen. Indem sie ungewohnte Einblicke in die eigene Kultur sowie in fremde Welten eröffnen, bieten sie nuancierte Sichtweisen, die der Verfestigung von Klischees entgegenwirken.
Margrit Frölich, Christian Schneider, Karsten Visarius (Hrsg.): Projektionen des Fundamentalismus. Reflexionen und Gegenbilder. Sonderband der Arnoldshainer Filmgespräche, Marburg (Schüren Verlag), 2007, 192 S., Pb., ISBN: 978-3-89472-503-7, 19,90 € (D) / 38,40 sFr (UVP)
bearbeitet von Patrick Fiekers •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar schreiben »
Mittwoch, 17 Oktober 2007 @ 8:25pm • Filmbücher
Der Film-Essay ist ein seltsames Wesen. Ihn einfach als die Form zu bezeichnen, die eine Stimme in den Vordergrund stellt und eine Persona skizziert, wird der Sache nicht gerecht. Der Essay ist ein Umherschweifen im Nietzsche’schen Wortsinn, die mäandernde Bewegung einer Intelligenz, die versucht, die möglichen Zugänge ins und Wege durchs Material zu vervielfachen. Ein Material, das sie erwählt hat oder von dem sie selbst erwählt wurde. Der Film-Essay ist Überschuss, Abweichung, Bruch, Ellipse und Kehrtwendung. Er ist, kurz gesagt, Gedanke. Aber weil es sich um Film handelt, ist es ein Gedanke, der sich in Emotion verwandelt und wieder zurück in einen Gedanken.
Astrid Ofner (Hrsg.): Der Weg der Termiten. Beispiele eines essayistischen Kinos 1909-2004. Retrospektive der VIENNALE 2007, Marburg (Schüren Verlag), 2007, 224 S., Pb., zahlreiche Abb., ISBN: 978-3-89472-535-8, 12,- € / 23,60 sFr (UVP)
bearbeitet von Patrick Fiekers •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar schreiben »
Mittwoch, 17 Oktober 2007 @ 8:25pm • Filmbücher
Die Nouvelle Vague – Truffaut, Godard, Rivette, Rohmer und Chabrol – ist das französische Kino der sechziger Jahre, ist Jugend, Revolte und Aufbruch. Sie steht für den Beginn des Autorenfilms, für Moderne und Kunst im Kino. Die Nouvelle Vague gab es aber auch in der Tschechoslowakei, in Polen, Japan und England. In den 1990er Jahren war in Frankreich die Rede von der „Nouvelle Nouvelle Vague“ und 2005 von der „Nouvelle Vague Allemande“ in Deutschland. Die Nouvelle Vague gilt als epochale Wendemarke in der Geschichte des Kinos, die um 1960 von Frankreich ausging. Zugleich scheint der Begriff jederzeit und überall aktualisierbar zu sein: eine Art Urgeschichte für Generationswechsel im Kino, mit denen bestimmte ästhetische oder inhaltliche Veränderungen einhergehen. Die vorliegende Arbeit sucht in einer Relektüre deren Geschichte nach den Ursprüngen und nach den Wirkungen der Nouvelle Vague: Wie kamen die jungen Filmemacher zu ihrer Wut? Warum und wo stießen sie auf Akzeptanz? Was beförderte die so rasche und weite Verbreitung ihrer Ideen und die Auflösung der alten Strukturen? Und woher kam dann ihr großer Einfluss auf die Filmgeschichte und auf die Wahrnehmung des Kinos, der sich noch heute in der Theorie, im Kanon der Klassiker, in der Auffassung des Kinos als Kunst und in der Hochschätzung des Autorenfilms fortsetzt?
Simon Frisch: Mythos Nouvelle Vague. Wie das Kino in Frankreich neu erfunden wurde, Marburg (Schüren Verlag), 2007, 320 S., Pb., ISBN: 978-3-89472-534-1, 29,90 € (D) / 49,90 sFr (UVP)
bearbeitet von Patrick Fiekers •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar schreiben »
Mittwoch, 17 Oktober 2007 @ 4:17pm • Filmbücher
Joe Wrights Verfilmung des Erfolgsromans ‘Abbitte‘ von Ian McEwan, die ihre Weltpremiere am 29.8.2007 als Eröffnungsfilm der 64. Biennale von Venedig feierte, kommt in Deutschland und in der Deutschschweiz am Donnerstag, 8. November 2007, in Österreich am Freitag, 9. November 2007, in die Kinos.
Es geht um die Abgründe und die Macht von Leidenschaft und Phantasie: An einem heißen Tag im Sommer 1935 spielt die dreizehnjährige Briony Tallis Schicksal und verändert dadurch für immer das Leben dreier Menschen.
Keira Knightley (‘Stolz und Vorurteil’, ‘Fluch der Karibik’) spielt Cecilia Tallis, James McAvoy (‘Die Chroniken von Narnia’) Robbie Turner und Vanessa Redgrave (‘Blow Up’, ‘Howards End’) die erwachsene Briony Tallis. Das Drehbuch stammt von Christopher Hampton (‘Gefährliche Liebschaften’).
Am 24.7.2007 ist Ian McEwans neuer Roman ‘Am Strand’ erschienen: Spannend wie ein Thriller und gleichzeitig emotional ergreifend erzählt Ian McEwan die Geschichte einer Liebesbeziehung, die in der Hochzeitsnacht im prüden England Anfang der 60er Jahre eine dramatische Wendung nimmt. Edward und Florence erfahren in ihrer Hochzeitssuite mit Blick aufs Meer, wie Begierde und Befangenheit, Anziehung und Angst miteinander in Widerstreit geraten. Diese Nacht verändert das Schicksal der Liebenden – für immer.
bearbeitet von Patrick Fiekers •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar schreiben »
Dienstag, 16 Oktober 2007 @ 10:13pm • Filmbücher

Bond ist Begriff, Bond ist Kult: Die James-Bond-Filme haben ein eigenes Subgenre des Agententhrillers geschaffen. Typisch sind folgende Merkmale: In den früheren Filmen Superschurken, die versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen; Schnelle Autos und die in der Regel von Q entwickelten technischen Spielereien („Gad-gets“), beispielsweise Uhren mit Sprengfunktion, sehr starken Mag-neten, Laserstrahlern, Seilwinden, Mini-Säge oder Videobildschir-men; Geräte zum Knacken von Zahlenkombinationen für Safes; ein schwer bewaffneter Ein-Mann-Tragschrauber („Little Nelly“, Man lebt nur zweimal); in die Autos integrierte Waffen (Raketenwerfer, Minen, Maschinengewehre), Tauchfunktion (der Lotus Esprit in Der Spion, der mich liebte) oder Unsichtbarkeit (in Stirb an einem anderen Tag) aber auch einen Defibrillator und Gegengifte (Casino Royale); eine venezianische Gondel namens Bondola, die auch als Luftkissenboot fahren kann (Moonraker); ein Schnellboot, das auch auf der Straße fahren kann (Die Welt ist nicht genug); Stunts bzw. Spezialeffekte, welche oft die Gesetze der Physik missachten; Verfolgungsjagden, auf Skiern oder mit anderen Wintersportgeräten, mit Motorrädern, luxuriösen Limousinen oder Luftfahrzeugen; Zweikämpfe, häufig an ungewöhnlichen Orten, wie etwa unter Wasser, auf der Welt-raumstation oder in einer Parabolantenne; Von einem exotischen Schauplatz zum anderen springende Haupthandlung und schöne Frauen (Bond-Girls) als Bonds Gespielinnen, beginnend mit Der Hauch des Todes hält Bond eine gewisse Treue für seine Partne-rinnen. Das kleine Bond Buch nimmt dagegen diese Klischees und seine Fans liebevoll auf die Schippe und kristallisiert ebenso einige sonst vernachlässigte Aspekte der Bond- Rezeption aufs Korn nimmt – und nebenbei die Kulturwissenschaft und ihre Arbeitsweise einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt. Warten auf den neuen Bond-Film – das ist auch für Kulturwissenschaftler eine harte Sache. Also rücken sie dem Phänomen Bond mit ihrem ureigenen Handwerkszeug zu Leibe, mit strukturalistischen Ansätze, Psychoanalyse, Gender-Theorien, ökonomischen, transnationalistischen und postkolonialen Fragestellungen mit den Prätexten (den Romanen), den eigentlichen Film-Texten und ihren Kontexten (der Rezeption und den gesellschaftlichen Wertvorstellungen). James Bond übersteht auch diesen Angriff – und das Warten mit der Kulturwissenschaft hat sich gelohnt, weil es viele neue und recht vergnügliche Blicke auf das Phänomen James Bond ermöglicht. Absoluter Kauftipp, nicht nur für 007-Fans.
bearbeitet von Jean Lüdeke •
Permalink •
Kommentare (1) •
Kommentar schreiben »
Dienstag, 16 Oktober 2007 @ 10:10pm • Filmbücher

Sie ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Im Alter von gerade dreißig Jahren steht sie in der Blüte ihres Lebens und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Für ihre Rolle als June Carter Cash in der Johnny-Cash-Biographie Walk The Line von 2005 übernahm sie unter allgemeinem Beifall die Gesangsparts und bekam einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Reese Witherspoon zeichnet sich durch ihre sympathische Bodenständigkeit aus, die sie sich trotz ihrer Triumphe in Hollywood erhalten hat.Die ersten Filmrollen hatte Reese Witherspoon bereits als Schülerin, den ersten Oscar mit noch nicht mal dreißig: Sie spielte in „Natürlich blond“, aber auch in ernsten Rollen wie bei ihrer Darstellung von June Carter Cash in „Walk the line“. Starbiograph Brandon Hurst schildert detailliert und kenntnisreich von Reeses behüteter Kindheit und Jugend in Wiesbaden und Nashville und von ihrem Wunsch, Ärztin zu werden. Er erzählt, wie ganz nebenbei ihr Hobby, die Filmerei, zu dem Beruf wurde, der sie zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen Hollywoods machte. Und er berichtet von ihrer Liebe zu dem Schauspielerkollegen Ryan Phillippe, den sie an ihrem 21. Geburtstag kennenlernt, zwei Jahre später heiratet und mit dem sie zwei Kinder hat. Hurst verfolgt ihre Filmkarriere von den frühen Auftritten in Werbespots und ihrer ersten Filmrolle in „Man in The Moon“ über „Natürlich blond“, der Film, der ganz auf sie zugeschnitten ist und in dem sie ihr komödian-tisches Können zeigt, bis zu ihrer bisher größten Rolle als June Carter Cash in Walk The Line, die ihr einen Platz in der Filmgeschichte gesichert hat. Hurst beschreibt Reese Witherspoons entschlossenen Kampf, Karriere und Familie erfolgreich unter einen Hut zu bringen, und ihre Familie vor aufdringlichen Paparazzi und Gerüchten in der Presse zu schützen. Das ansprechend gestaltete Buch ist mit einem farbigen Bildteil ausgestattet. Eine lohnende Hommage: Denn Reese Witherspoon ist eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Im Alter von gerade dreißig Jahren steht sie just in der Blüte ihres Lebens und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.
Schwarzkopf & Schwarzkopf
Erscheinungsdatum: 9/2007
Medium: Kartoniert
bearbeitet von Jean Lüdeke •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar schreiben »
Dienstag, 16 Oktober 2007 @ 10:02pm • Filmbücher
Die steile Karriere der schönen Aktrice, die schon mit Woody Allen, Brian de Palma, den Coen-Brüdern und Sofia Coppola drehte:
Scarlett Johansson hatte ihren Durchbruch mit 14 Jahren an der Seite von Robert Redford in Der Pferdeflüsterer. Sie drehte mit den größten Filmemachern der Gegenwart: unter anderen Woody Allen, den Coen-Brüdern, Brian De Palma und Sofia Coppola. An der Seite von Robert Redford in Der Pferdeflüsterer. Sie drehte mit den größten Filmemachern der Gegenwart: wie Woody Allen, den Coen-Brüdern, Brian De Palma und Sofia Coppola. “Ohne Scarlett hätte es Lost in Translation nie gegeben”, bekannte die Regisseurin des mit zahllosen Preisen darunter einem Oscar ausgezeichneten Films, die genauso begeistert von ihrer talentierten und schönen Hauptdarstellerin war wie die Kritiker. Scarlett Johansson engagierte sich im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf für den demokratischen Kandidaten John F. Kerry, äußerte sich selbstbewusst zu Themen, mit denen man sich im konservativen Amerika keine Freunde macht und machte Furore mit erotischen Fetisch-Fotos mit der Burlesque-Künstlerin Dita Von Teese. Sie war 14 Jahre alt, als sie 1998 als Grace MacLean in Robert Redfords Film Der Pferdeflüsterer den Durchbruch schaffte. Seitdem ging es für Scarlett Johansson steil nach oben. Bei der Auswahl ihrer Rollen gelang ihr der seltene Spagat zwischen Anspruch und Kommerz. So spielte sie in Meisterwerken wie dem Film-noir-Epos “The Man Who Wasn’t There”, in Sofia Coppolas oscargekröntem Spielfilm Lost in Translation (2003), dem Drama Das Mädchen mit dem Perlenohrring (2003) und glänzte 2005 und 2006 in den Woody-Allen-Verfilmungen Match Point und Scoop und De Palmas Black Daliah Murder. Gleichzeitig kennt sie keine Berührungsängste mit dem Mainstreamkino, wie ihre Rollen in dem Thriller The Island oder in Teenie-Komödien wie Voll gepunktet (2004) zeigen. Die Sorgfalt, mit der sie ihre Rollen aussucht, und ihr großes Talent wurden mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt. Scarlett Johansson wurde von verschiedenen Magazinen wiederholt zur attraktivsten Frau gewählt. Sie gilt als Lifestyle-Ikone, wirbt für Vuitton und machte durch Fetisch-Bilder mit der Burlesque-Queen Dita Von Teese auf sich aufmerksam.
172 S. m. zahlr. meist farb. Abb. 23,5 cm; KT;
Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2007
ISBN-10: 3896027972
14,90 EUR
bearbeitet von Jean Lüdeke •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar schreiben »