Donnerstag, 29 September 2011 @ 7:31am • Action
Drew Barrymores (“Verrückt nach dir”) Regiedebüt verblüfft mit einer im Rollerderby-Milieu angesiedelten Sportdramödie voller Herz, Hirn, Esprit, Engagement und Enthusiasmus. Einst küsste sie als Fünfjährige „E.T.“, begeisterte in unzähligen Blockbustern (“3 Engel für Charlies”) vor der Kamera und adaptierte nun das Skript „Derby Girl“ von Shauna Cross, um einen schnellen und schönen Coming of Age-Filmspaß daraus zu zaubern, der mit heillosem Humor und sonniger Sehweise eine Trendsportart fokussiert, die auch in Deutschland fröhliche Urständ feiert.
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Donnerstag, 16 Juni 2011 @ 11:29pm • Action
Schön ist, wenn man trotzdem darüber lachen kann, auch wenn es die Grenzen des guten Geschmacks, vor allem der Ethik weit überschreitet: In dieser bissigen Satire mit Hip Hoper Snoop Dogg werden die Rassenunruhen in L.A. fokussiert und ironisiert. Regisseur Marc Klasfeld wagte sich tatsäcjhlich an eine neuralgische Thematik, jene spektakulären Ereignisse, die 1992 L.A. 1992 erschütterten. Witzig, nachdenklich stimmend und herrlich politisch inkorrekt nimmt Snoop Dogg`s Randale die explosiven ethnischen und sozialen Spannungen sowie die mediale Sensationslust und Effekthascherei ins Visier.
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Montag, 4 Mai 2009 @ 10:58am • Action
Roger (Nils Althaus) scheint ziemlich verzweifelt zu sein. Vor seiner Tür randaliert seine Exfreundin, schmiert „Fuck You“ auf die Glasscheiben und lässt auch verbal kein gutes Haar an ihrem ehemaligen Lover. Dieser stemmt sich kurzerhand das Gewehr seines Vaters unters Kinn und betätigt den Abzug. Eine Etage über ihm stört der Knall das Liebesspiel zwischen Lisa (Lena Dörrie) und Chris (Stipe Erceg), die ihrem Nachbarn zu Hilfe eilen. Der hat tatsächlich danebengeschossen und wird nun von dem Paar unter dessen Fittiche genommen. Die beiden planen einen Banküberfall, bei dem der Lebensmüde nun als Fahrer assistieren soll. Das Trio erbeutet zwar in der Tat rund eine Million Schweizer Franken, doch bei dem Raub kommt auch eine Person ums Leben. Rogers neues Leben driftet immer weiter in die Katastrophe ab.
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Montag, 4 Mai 2009 @ 9:51am • Action
Zatoichi, was in seiner wörtlichen Bedeutung auf abfällige Weise „der blinde Ichi“ bedeutet, ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Figuren der japanischen Kulturgeschichte. Autor Kan Shimozawa hatte sie dereinst erfunden, Shintaro Katsu machte sie in seiner Darstellung zur Legende. Über 20 Filme und eine über 100teilige Fernsehserie wurden mit ihm in der Titelrolle des blinden Schwertkämpfers seit den 1960er Jahren realisiert. Kultstar Takeshi Kitano ließ den Mythos mit einem modernisierten Kinofilm 2004 wieder aufleben.
Nun hat Fumihiko Sori einen weiteren Beitrag zur populären Figur geliefert und diese in seinem Film „Ichi – Die blinde Schwertkämpferin“ erstmals als Frau interpretieren lassen. Ichi (Newcomerin Haruka Ayase) ist blind und auf Almosen angewiesen. Mit ihrem Musikinstrument, der Shamisen, zieht sie von Tür zu Tür, um sich eine Unterkunft oder ein bisschen Nahrung zu erbetteln. Als sie von der Bande des berüchtigten Banki (Shido Nakamura) angegriffen wird, möchte ihr der Samurai Toma (Takao Osawa) zu Hilfe kommen, doch es ist schließlich Ichi die Toma rettet. Bei einem zweiten Übergriff wird Toma für den Helden gehalten, obwohl abermals Ichi die schnelle und zielsichere Klinge führte. Daraufhin wird Toma zum Leibwächter des Shirakawa-Clans bestellt, der mit der Banki-Bande verfeindet ist.
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Mittwoch, 22 April 2009 @ 10:23am • Action
Das Vordringen deutscher Truppen nach Weißrussland während des Zweiten Weltkriegs treibt eine Gruppe fliehender Juden in das Dickicht der Wälder. Einige schließen sich russischen Partisanen an, andere erbauen zwischen den Bäumen einen Unterschlupf für hunderte Verfolgter. Eindringliche Geschichtsstunde.
Wieder einmal hat man ein Kapitel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs entdeckt, das bislang filmisch noch nicht behandelt wurde. Über Jahre hinweg gelang es einer Gruppe von mehreren hundert Juden, sich in der Abgeschiedenheit der russischen Wälder versteckt zu halten und dort eine kleine, eigenständige Welt aufzubauen, in der es am Ende eine eigene Schule und ein eigenes Krankenhaus gab. Rund 1.200 Verfolgten gelang es, in diesem Waldversteck der Verfolgung durch die einmarschierenden Nazideutschen zu entkommen. Edward Zwicks („Legenden der Leidenschaft“) Film schildert zunächst detailliert, wie es zu diesem Großprojekt gekommen war. Initiatoren waren die Brüder Bielski, die im Wald zunächst für sich selbst und eine kleine Gruppe Angeschlossener ein sicheres Versteck vor ihren Verfolgern wähnten. Die Notwendigkeit, sich immer wieder nach „draußen“ zu wagen, um für die Versteckten Nahrungsmittel zu beschaffen, führte schließlich auch dazu, dass die Gruppe immer weiter um zusätzliche Flüchtlinge anwuchs – was wiederum mehr Essen notwendig machte. Innerhalb kürzester Zeit stieg die Gemeinschaft auf mehrere hundert Juden an. Man beschloss sogar eine großangelegte Rettungsaktion aus einem Judenghetto der näheren Umgebung. Doch das Anwachsen der Gruppe brachte auch Probleme mit sich, da man sich alsbald nicht mehr einig wurde über das weitere Vorgehen. Einige wollten sich nur verschanzen und ihr nacktes Leben verteidigen, andere sannen auf Rache und wollten tatkräftig mit der Waffe in den Kampf ziehen.
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Samstag, 28 März 2009 @ 2:18pm • Action
Zwei der international bekanntesten und erfolgreichsten Stars des asiatischen Kinos, Jackie Chan („Rush Hour 1-3“) und Jet Li („Hero“, „Fearless“), sind hier erstmals gemeinsam vor der Kamera zu bestaunen. Das ist natürlich ein Umstand, der den Publicityleuten Tür und Tor öffnet. Aber bei einer solch exquisiten Paarung sind auch die Erwartungen dementsprechend hoch. Um hier keine Wünsche offen zu lassen, hat man sich einer Thematik angenommen, die selbst für einen Martial-Arts-Film „larger than life“ ist. „Forbidden Kingdom“ kombiniert einige der prägnantesten Zutaten der chinesischen Mythologie und Filmgeschichte, bricht diese mit ironischen Mitteln und macht sie damit sowohl zu einem leicht verdaulichen Genreableger, der auch für Einsteiger geeignet ist, als auch zu einem Zitatekino für langjährige Asia-Nerds.
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Freitag, 27 März 2009 @ 7:56am • Action
Der seltsam anmutende Untertitel der deutschen Fassung macht schon deutlich, was man hier versucht hat: Acht Jahre nach „The Fast and the Furious“, der die Karrieren seiner vier jungen Hauptdarsteller nach oben puschte, hat man allesamt wieder vor der Kamera vereint und die erste Fortsetzung zum Autos-, Frauen- und Harte-Männer-Streifen gedreht, die diesen Namen wirklich verdient. Im zweiten Teil „2 Fast 2 Furious“ war von den vier Originaldarstellern nur noch Paul Walker übrig geblieben, doch der hatte sich dann beim dritten Teil „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ ebenfalls aus dem Cast verabschiedet. Nun also ein Zurück zu den Wurzeln mit den vier Originalschauspielern.
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Freitag, 30 Januar 2009 @ 3:19pm • Action
Da hat Frank Miller wohl Blut geleckt, als er vor knapp vier Jahren zusammen mit Robert Rodriguez „Sin City“ inszenierte, der auf einem seiner bekanntesten Comics basierte. Angespornt von der Möglichkeit, seinen unverwechselbaren visuellen Stil nun von „Graphic Novels“ auf die große Leinwand zu transferieren, hat er nun mit „The Spirit“ einem seiner persönlich größten Vorbilder gehuldigt. Die Comicreihe von Will Eisner hatte bereits in den 1940er Jahren ihren Anfang genommen und Frank Miller in seinem Schaffen der letzten Jahrzehnte nachhaltig beeinflusst. Nun hat er um die Charaktere eine eigene Filmhandlung gesponnen, mit einigen Referenzen an Eisners Original, aber auch mit einigen (sehr skurrilen) persönlichen Einfällen. Einer davon zeigt die beiden Oberschurken des Films, The Octopus und Silken Floss, in Naziuniformen unterm Hakenkreuz – für deutsche Zuschauer sicherlich eine sehr zweischneidige Angelegenheit.
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Freitag, 21 November 2008 @ 8:11am • Action
Am Anfang stand ein kurzer Video-Clip, der statt der trailerüblichen Filmschnipsel lediglich das verängstigte Publikum bei einer Aufführung von [rec] zeigte, das zusammenzuckte und vor Furcht quiekte. Wie ein Virus verbreitete sich das kurze Promo-Filmchen im Internet und legte den Grundstein zum veritablen Erfolg von [rec], sodass ein amerikanisches Remake bereits nach kurzer Zeit eiligst in trockene Tücher gebracht wurde und ab dem 4. Dezember 2008 unter dem Namen „Quarantäne“ in deutschen Kinosälen für Angst und Schrecken sorgen wird.
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bearbeitet von Tino Hahn •
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Dienstag, 11 November 2008 @ 4:52pm • Action
Den Namen Max Payne kennt, wer gerne Videospiele zockt. Denn der schweigsame Rächer am Tod seiner Frau und seines kleinen Kindes ist als Third-Person-Shooter mittlerweile bereits in Serie gegangen. Videospiele imitieren häufig den Look von Filmen und werden ihrerseits dann gerne wieder für die große Leinwand adaptiert – die Ansatzstelle für Cross-Media-Marketingstrategien könnte gar nicht verlockender sein. Dennoch haben Videospiele bislang im Kino eher mäßig funktioniert, sowohl „Doom – Der Film“ als auch „Hitman“ sind dafür zwei aktuelle Beispiele. Zu letzterem hat „Max Payne“ gleich ein ganzes Bündel an Parallelen vorzuweisen: Beide Filme wurden von Fox produziert und warten mit Olga Kurylenko in der Rolle einer mysteriösen russischen Femme fatale auf. Beide haben einen rauen Killertypen als testosteron-gesteuerte Identifikationsfigur, und beide Filme zelebrieren einen ungewöhnlichen ästhetischen Look. Im direkten Vergleich ist John Moores Ballerspektakel dem „Hitman“ jedoch eindeutig überlegen.
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bearbeitet von Frank Brenner •
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