Dienstag, 4 August 2009 @ 8:50am • Drama
Der blinde Regisseur Harry wird von einem Drehbuchautor aufgesucht, der mit ihm zusammenarbeiten möchte. Dabei kommen wieder Ereignisse ans Tageslicht, die Harry seit Jahren verdrängt hatte – seine Liebe zu seinem Star Lena und die Ursache für seine Erblindung. Elegisches Liebesdrama.
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Montag, 3 August 2009 @ 2:23pm • Drama
Hanna und Thomas haben ein Häuschen erstanden und renovieren es. Ihre Zweisamkeit wird unterbrochen, als zunächst Thomas’ gescheiterter Bruder Friedrich und dann die Tochter von Hannas bester Freundin zu Besuch kommen. Schon bald ziehen Gewitterwolken auf. Intensives Beziehungsdrama.
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Montag, 3 August 2009 @ 11:08am • Drama
Die Autorin Anna Gavalda ist auch hierzulande einem breiteren Publikum bekannt, spätestens seit die Verfilmung ihres Romans „Zusammen ist man weniger allein“ auch bei uns zu einem Arthouse-Hit wurde. Deswegen kann man bei „Ich habe sie geliebt“ getrost darauf verweisen, dass auch dieser Stoff auf einem von Gavaldas Büchern basiert. Das Besondere daran hält sich allerdings in Grenzen, denn die Liebesgeschichte zwischen einem gelangweilten Familienvater und einer jüngeren Frau, die sich bei einem Geschäftstermin in Hongkong zu entspinnen beginnt, ist herkömmlich und wenig originell. Daniel Auteuil, einer der Superstars unseres Nachbarlandes, ist in der Rolle des unentschlossenen Pierre zu sehen, der sich Hals über Kopf in die schöne Mathilde (Marie-Josée Croze) verliebt, seine Ehefrau Suzanne (Christiane Millet) aber nicht verlassen möchte. Den Aufhänger für diverse Rückblicke auf die sich über Jahre hinziehende Affäre liefert Pierre übrigens seine Schwiegertochter Chloé (Florence Loiret Caille), die von ihrem Mann verlassen wurde und nun zusammen mit ihm im Landhaus Zuflucht gesucht hat.
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Donnerstag, 2 Juli 2009 @ 9:51pm • Drama
Der siebenjährige Stefek entdeckt mit seiner größeren Schwester auf dem Bahnsteig ihres kleinen Ortes einen Mann, der ihr Vater sein könnte, der sie vor Jahren im Stich ließ. Stefek versucht mit viel List und Tücke, das Glück zu manipulieren. Märchenhaftes Filmgedicht.
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Donnerstag, 2 Juli 2009 @ 9:50pm • Drama
Während der deutschen Luftangriffe auf England begegnet Vera Phillips ihrer Jugendliebe, dem walisischen Dichter Dylan Thomas, wieder. Dieser ist mittlerweile mit Caitlin verheiratet, doch noch immer von Vera fasziniert. Die erhält alsbald im Soldaten William einen Verehrer. Biografisches Liebesdrama.
Wenn man das Leben eines bekannten Schriftstellers bebildern möchte, stößt man als Filmemacher sehr schnell an seine Grenzen. Was könnte es für das Kinopublikum Langweiligeres geben, als bei einem kreativen Prozess dabei zu sein, der nicht viel mehr hervorbringt, als kunstvoll arrangierte Worte? Das Visuelle, was Kino eigentlich ausmacht, muss da fast zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Deswegen sollte das Leben des Schriftstellers besser auch spannend und interessant sein, damit man daraus doch noch etwas Brauchbares zimmern kann. Vor einem halben Jahr war dies Diane Kurys mit „Bonjour Sagan“ ganz respektabel geglückt, John Maybury tut sich hier mit dem Leben des Dichters Dylan Thomas ein wenig schwerer. Dabei hat der britische Regisseur vor rund zehn Jahren mit einem ganz herausragenden Biopic bereits bewiesen, dass er durchaus in der Lage ist, das Leben eines Künstlers für die Leinwand aufzubereiten. In „Love is the Devil“ widmete er sich dem Schaffen und Lieben des Malers Francis Bacon, der als bildender Künstler offensichtlich schon viel mehr hergab als der Schreiber Thomas.
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Donnerstag, 2 Juli 2009 @ 9:48pm • Drama
Es gibt für ihn keine Alternative zwischen Sieg oder Tod. Ernesto Che Guevara war ein idealistischer Kämpfer für die Freiheit, der aber nicht nur Erfolg hatte. Schilderte Steven Soderbergh in „Che – Revolucion“ noch den Erfolg seiner Mission in Kuba, wo er an der Seite Fidel Castros die Militärdiktatur Batistas stürzte, beschäftigt sich der zweite Teil der monumentalen Biografie nun mit der Kehrseite der Medaille. 1966 startet Che in Bolivien eine ähnliche Befreiungsaktion. Zusammen mit weiteren Guerillos verschanzt er sich im Dschungel, um die bolivianische Armee nach und nach aufzureiben, Bauern für den bewaffneten Kampf anzuwerben und das Land so aus seinem sozialen Elend zu reißen. Nur dieses Mal geht seine Strategie nicht auf. Der Einfluss des Militärs auch auf die Bauern ist zu groß, das Projekt zum Scheitern verurteilt.
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Donnerstag, 2 Juli 2009 @ 9:45pm • Drama
Seit zehn Jahren wohnt eine fünfköpfige Familie in ihrem Haus unmittelbar neben einer halb-fertiggestellten Autobahn. Als diese letztendlich wirklich in Betrieb genommen wird, verändern sich der Alltag und das Verhalten der Anwohner auf drastische Weise. Absurde Familienparabel.
Douglas Adams hat in seinem 1979 erschienenen Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ bereits den bürokratischen Ablauf eines solchen Akts des vermeintlichen Fortschritts parodiert: Dort war es gleich der gesamte Planet Erde, der dem Bau einer galaktischen Hyperraumumgehungsstraße weichen musste und deswegen kurzerhand in die Luft gesprengt wurde. Dem Haus der Familie in Ursula Meiers Langfilmdebüt geht es da schon besser – es darf stehen bleiben. Dass es dadurch aber seinen fünf Bewohnern nicht wirklich besser geht, versteht sich schon bald von selbst. Kurz nach Einweihung der neuen Strecke steigt das Verkehrsaufkommen rapide an.
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Donnerstag, 2 Juli 2009 @ 9:43pm • Drama
Ende der 1960er Jahre erfindet der Universitätsdozent Robert Kearns den Intervall-Scheibenwischer für Automobile. Die Zusammenarbeit mit den Ford-Werken verläuft im Sande, der Konzern verwendet Kearns’ Patent ohne dessen Zustimmung. Doch Kearns gibt nicht auf. Skurrile Erfolgsgeschichte.
Das Satiremagazin der ARD darf nicht mehr „Scheibenwischer“ heißen. Miterfinder Dieter Hildebrandt hat sich dagegen ausgesprochen, weil die Sendung nichts mehr mit seinem ursprünglichen Konzept zu tun habe. Doch der deutsche „Scheibenwischer“-Rechtsstreit des Jahres 2009 war nicht der erste seiner Art. Schon einige Jahrzehnte zuvor wurde in den USA ein „Scheibenwischer“-Streit vor Gericht ausgetragen, dessen Symbolgehalt, Präzedenzfunktion und Erfolgsgeschichte ihm nun zu Hollywoodehren verhalf. In der ersten Hälfte des Films mag sich der Zuschauer deswegen auch noch verwundert am Kopf kratzen ob der scheinbar nichtigen Thematik, die es hier auf die große Leinwand geschafft hat. Ein pfiffiger Uni-Dozent und sechsfacher Familienvater schafft es mit seinem klugen Erfindergeist, einen neuartigen Scheibenwischer zu konstruieren, dessen Wischintervalle man individuell steuern und somit der entsprechenden Regenmenge anpassen kann. Sein erster Weg führt ihn zu Ford, bei denen das Patent auf offene Ohren stößt. Doch der Konzern nimmt, ohne Dr. Robert Kearns für sein Zutun angemessen zu honorieren und entlohnen. Kearns setzt alles aufs Spiel, nimmt einen sich über Jahre erstreckenden Rechtsstreit in Kauf, um für die ihm zustehende Anerkennung zu kämpfen und für etliche weitere untergebutterte Erfinder eine Lanze zu brechen.
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Donnerstag, 2 Juli 2009 @ 9:41pm • Drama
Max Brogan arbeitet bei der Einwanderungsbehörde von Los Angeles und hat für diesen Job ein viel zu gutes Herz. Verzweifelt versucht er, einer illegalen Mexikanerin zu helfen. Auch ein Koreaner, eine Australierin und ein Brite bemühen sich um eine Green Card. Sozialkritisches Ensembledrama.
Wayne Kramer („The Cooler – Alles auf Liebe“) weiß wohl nur zu gut, von was er in seinem Ensembledrama erzählt. Der gebürtige Südafrikaner ist seit dem Jahr 2000 amerikanischer Staatsbürger und konnte seitdem im Land der unbegrenzten Möglichkeiten drei Spielfilme realisieren. Für viele Menschen sind die USA das Land ihrer Träume, insbesondere in Los Angeles ist die Zahl der Immigranten und somit auch die Zahl der illegalen Einwanderer nahe zur mexikanischen Grenze sehr hoch. Kramer hat in seinem Film einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Geschichten gewoben, die sich allesamt in der Stadt der Engel abspielen, aber nur selten himmlischen Sphären würdig sind. Drei der zentralen Figuren sind gebürtige US-Amerikaner, die beruflich mit Einwanderern zu tun haben. Der Immigration and Customs Enforcement Agent Max Brogan ist darauf spezialisiert, illegale Arbeiter in größeren Fabriken aufzuspüren und des Landes zu verweisen. Der Verwaltungsbeamte Cole Frankel ist für die Genehmigung der Green-Card-Anträge zuständig und seine Frau Denise tritt als Anwältin für die Belange der Menschen ein, die an den harten Einwanderungsauflagen der USA zu scheitern drohen. Auf der anderen Seite stellt „Crossing Over“ auch eine Handvoll Immigranten in den Mittelpunkt, die mit den unterschiedlichsten Mitteln versuchen, Aufenthaltsgenehmigungen zu ergattern, und dabei häufig vor nichts zurückschrecken.
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Samstag, 20 Juni 2009 @ 2:34pm • Drama
Die meisten Kinder der westlichen Länder wachsen mittlerweile in Städten auf und haben den direkten Kontakt zur Natur oder zu Tieren weitestgehend verloren. Zahme Haustiere wie Hunde, Katzen oder Meerschweinchen können wohl kaum mit einem dressierten Steinadler konkurrieren! Der schwedische Regisseur Renè Bo Hansen, der bislang eher im Dokumentarfilm reüssierte, hat mit „Die Stimme des Adlers“ einen Film realisiert, der nicht nur in der mongolischen Steppe angesiedelt ist, sondern auch an den Erfolg vergleichbarer Produktionen wie „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ oder „Die Höhle des gelben Hundes“ anknüpft. Was die beeindruckenden Tier- und Naturaufnahmen angeht, kann er mit diesen Vorbildern auch durchaus mithalten. In erzählerischer Hinsicht hingegen bleibt er zu unentschlossen und kann deswegen nicht vollends überzeugen.
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