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DigitalVD.de – Kino, Filme und Fakten

In Zukunft möchten wir Euch über Kino und alles, was damit zu tun hat, informieren. Die Zelluloid-Palette reicht vom Blockbuster über das Mainstream-Movie bis hin zur Arthaus-Produktion, jene kleinen Programmkino-Perlen, die allzu oft im filmischen Haifischbecken baden gehen müssen. Aber nicht nur das; wir versuchen Euch Tipps über Trends, über Stars und Sternchen zu geben und weisen auch auf Festivals, Events und ähnliche Ereignisse hin.

Film ist in seiner kleinen "Definition" einsehbar, aber doch unendlich gross in seiner Wirkung und Vielfalt. Keine Frage, über Kritik und Anregungen sind wir Euch natürlich mehr als dankbar.



Archiv Kategorie 'Musikfilm'

Roy Buchanan auf DVD

Mit seinem Bluesrock, den er auf der Gitarre spielen konnte, hat Roy Buchanan unzählige Fans weltweit gefunden. Er hatte den Spitznamen „der beste unbekannte Blues-Gitarrist“. Viel geleistet hatte er zu seinen Lebzeiten auf jeden Fall. Jetzt ist eines seiner großartigen Konzerte auf DVD erschienen und erinnert an die großartige Zeit mit ihm.

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Spandau Ballet – The Reformation Tour 2009

Die britische Band Spandau Ballet wurde Ende der 70er Jahre gegründet. Die Bandmitglieder Tony Hadley (Gesang), John Keeble (Schlagzeug), Gary Kemp (Gitarre), Martin Kemp (Bass) and Steve Norman (Saxophon, Perkussion) gehörten mit ihrer Band Spandau Ballet zu den Ersten der New-Romantic-Bewegung die Anfang der 80er Jahre mit Beginn der Musikvideos ihren Höhepunkt verzeichnete. Besonders in Großbritannien war die Band erfolgreich und hatte mit Songs wie „True“, „Gold“ oder „Only when you leave“ echte Chartstürmer. Ende der 90er Jahre trennten sich die Bandmitglieder um 20 Jahre später im Jahre 2009 ein gewaltiges Comeback feiern zu können.

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Madeleine Peyroux – Somethin’ Grand

Bereits als Teenager war die mittlerweile 35jährige amerikanische Chanson-Jazz-Sängerin als Straßenmusikerin in Paris musikalisch aktiv. Anschließend ging sie jahrelang mit der Lost Wandering Blues & Jazz Band auf Tourneen. Im Jahr 1996 konnte sie schließlich einen Plattenvertrag unterschreiben und hat bislang fünf Studioalben veröffentlicht. Ihr aktuellstes Werk hat den Titel „Bare Bones (Rounder)“.

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Wäre die Welt mein – Musical

Beim Teeniepublikum unserer Tage sind derzeit die von Disney produzierten „High School Musicals“ der absolute Renner. Indem Tom Gustafson nun seinen überaus erfolgreichen Kurzfilm „Fairies“ aus dem Jahr 2003, der auf über 75 internationalen Festivals zu sehen und prämiert wurde, zu einem Langspielfilm adaptiert hat, konnte er diesem Boom eine schwule Variante entgegensetzen. „Wäre die Welt mein“ ist ebenfalls auf allen wichtigen internationalen Filmfestivals mit schwullesbischem Bezug gelaufen und konnte dabei über ein Dutzend Publikums- und Jurypreise entgegen nehmen.

Ausgangspunkt für die amourösen Verwicklungen an der Highschool eines amerikanischen Provinzkaffs ist die geplante Theateraufführung von William Shakespeares Klassiker „Ein Sommernachtstraum“. Für die Rolle des Puck wird der schwule Teenager Timothy (Tanner Cohen) besetzt, der ein Auge auf den Football-Star des Jahrgangs, Jonathon (Nathaniel David Becker), geworfen hat. Doch dieser hält es wie die meisten, sich betont männlich gebenden Sportler des Teams und lehnt sich offensiv gegen alles Schwule und Queere auf. In den Zeilen des britischen Barden entdeckt Timothy beim Textlernen eine Anleitung für einen Liebestrank, den er alsbald mit Erfolg an seinen Mitmenschen ausprobiert. Nach der Infizierung verlieben sich die Opfer in denjenigen, den sie als nächstes anschauen. Bald strotzt das Städtchen nur so vor gleichgeschlechtlichen Paaren, und auch Jonathon zeigt sich plötzlich sehr interessiert an seinem Schauspielpartner Timothy.

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U2 – 3D

Wer bei dreidimensionalen Filmen direkt an Kirmesunterhaltung oder spektakuläre Monster-IMAX-Erlebnisse denkt, kann sich mit diesem fulminanten Konzertmitschnitt eines Besseren belehren lassen! Die irische Band U2 wurde von ihrer langjährigen Bildregisseurin Catherine Owens auf einer Bahn brechenden Tournee durch Südamerika mit 3D-Kameras begleitet. Ihre Auftritte vor zigtausend Menschen fassenden Großarenas sind sicherlich ein unbeschreibliches Erlebnis, das man nun in dieser ungewöhnlichen filmischen Form auch auf dem Kinosessel einigermaßen nachvollziehen kann. Die dreidimensionalen Effekte (ins Publikum gereckte Hände oder Gitarrenhälse) rücken eher in den Hintergrund, wenn es primär darum geht, ein plastisches Bild vom Konzerterlebnis zu vermitteln.

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Step Up 2The Streets

Hippen statt hauen, klotzen statt Kleckern: Aber ohne Channing Tatum: Der Protagonist des Vorgängers agiert zwar in einem Nebenpart, doch gibt es wenige Gemeinsamkeiten und noch weniger Aussage-Substanz: Neuer Regisseur, neue Stars und ein neuer Plot. Die „Arbeitskleidung“ bleibt ähnlich: bauchnacktes Top und weite Jogginghosen in versiert gefilmter Choreographie des Regisseurs Jon M. Chu. Der brilliert mit ästhetischen Streetdance-Bildern in Reinkultur. Denn in dieser Tanzart spiegelt sich das Leben auf der Straße. Bisweilen ist der Tanz impulsiv und kraftvoll, manchmal raffiniert und lustig. In ihm mischen sich in lebendiger Weise Einflüsse aus Funk, Soul, Latin und Breakdance (Locking, Popping, Waving). So kommt „Step Up To the Streets“ mit extravaganten Sprüngen, Slapstick-Einlagen und Gruppentänzen an ungewöhnlichen Settins vor: Der Showdown auf der nächtlichen, regennassen Straße gehört zu den Highlights dieses HipHop-Feuerwerks. Aber reicht das angesichts der mageren Botschaft, daß Street Dance sämtliche Probleme einer von Arbeitslosigkeit Hoffnungslosigkeit geprägten Jugend eliminieren kann? Kaum, zumal dieses Werk zwar an den Kinokassen reüssieren wird, doch fokussiert er nur jene Streetdancer. Die durchschaubare und vorhersehbare Story wird kaum anspruchsvollere Kino-Klientel in die Kinos locken können.

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Earthgrooves Vol 2

Frisch gepresst – hier ist die Welt im wahrsten Sinne des Wortes auf einer schönen Scheibe. Ein heimlicher Hit: Man sieht nur aktuelle globale Städtebilder. Kurz und knapp, vor allem kommentarlos. Aber mit einem Sound der beschwingt und beruhigt zugleich. Wer hätte gedacht, dass sich sich der Synthi – Pop einmal derart verselbständigen würde?  Der Vorläufer 2earthgroove“ 1 war ein kaschierter Kassenschlager, das Sequel steht dem in nichts nach. Die CD enthält zwölf von Christian Hamm und Alain Bertoni komponierte und produzierte Titel. Manchmal gemahnen sie an einen Movie-Score, sind jedoch weitaus facettierter, um mit herrlichen Melodien zu brillieren. Keine Frage, das Album besticht durch seine immense variable Vielfalt: Episoden mit orchestraler Begleitung über nahezu kammermusikalische Titel bis hin zu japanischen, australischen und arabischen Einflüssen. Als roter Faden zieht sich bei allen Stücken vor allem die Gitarre hindurch – meisterlich gegriffen von Christian Hamm, der sich hier dadurch als einer der ganz großen Virtuosen profiliert und etabliert.

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Control: The Ian Curtis Film


control ian.thumbnail Control: The Ian Curtis Film

Das leider viel zu kurze Dasein des jungen, charismatischen Musikers Ian Curtis, dem Kopf von Joy Division, einer wegweisenden englischen Band, die den Übergang vom Punk-Rock Ende der 1970er / Anfang der 1980er Jahre zum New Wave in Großbritannien mitgestaltete, bis zu seinem Tod durch Suizid am Vorabend des Aufbruches zur ersten Amerika-Tournee.

Ein biografisches kleines Meisterwerk über Ian Curtis (1956–1980), dargestellt vom Newcomer Sam Riley, Sänger der englischen Post-Punk-Band Joy Division, der sich am Vorabend des Aufbruchs zur ersten US-Tour der Band das Leben nahm. Curtis war der Sänger der britischen Band Joy Division, die Ende der siebziger Jahre einige geniale Alben aufspielte. Er selbst hatte Epilepsie und litt im Laufe der Zeit immer häufiger unter Anfällen, hinterher sogar während Bühnenauftritten. Im Mai 1980 erhängte er sich kurz vor einer geplanten Tournee durch die USA und hinterließ seine Frau samt Tochter und eine bis heute nicht gefüllte Lücke in der Musikgeschichte.

Das Drehbuch basiert teilweise auf dem Buch Touching From a Distance von Curtis’ Witwe Deborah (die auch Co-Produzentin des Films ist. Der Film stellt nicht die Verfilmung des Buches dar. Für das Drehbuch wurden ergänzend Gespräche mit damals Beteiligten geführt, sogar Annik Honore war erstmals zu Äußerungen bereit.

„Control“ ist das Filmdebüt von Star-Fotograf Anton Corbijn, der vorher avantgardistische Videos u. a. für Depeche Mode, Nirvana, U2 und Herbert Grönemeyer, der in einer Szene als Arzt zu sehen ist, gedreht hat. Den Part von Ian Curtis übernimmt der weitgehend unbekannte Sam Riley. Die zweifach Oscar-nominierte Schauspielerin Samantha Morton spielt Deborah Curtis und Alexandra Maria Lara, die in Deutschland durch zahlreiche TV-Produktionen bekannt geworden ist, seine Geliebte Annik Honoré.

Was für eine Musik Die große Musik hier zu hören: massig Joy Division, ein bisschen David Bowie, ein Instrumental der Joy-Division-Nachfolge-Band New Order und einiges mehr veredeln den Soundtrack des Films. Unglaublich ist, dass die vier Band-Darsteller vor dem Casting keinen blassen Schimmer davon hatten, wie ein Musikinstrument gespielt werden muss., jedoch soviel Elan entwickelten, dass sie die meisten der im Film vorkommenden Joy-Division-Songs dann letztlich neu aufgenommen haben.

Dass Corbijn für seinen ersten Spielfilm die Vita des tragischen Sängers wählte, ist nicht ganz zufällig. Die erste Plattenveröffentlichung von Joy Division veranlasste den damals jungen Fotografen seinerseits den Kontakt zur Gruppe zu suchen und letztlich dorthin zu gehen, wo seiner Auffassung nach “die Musik” stattfand.

Der Film eröffnete am 17. Mai 2007 die 39. Ausgabe der Director’s Fortnight, eines unabhängigen Teils der Filmfestspiele von Cannes, der von der Gesellschaft der französischen Regisseure organisiert wird, und bekam durchweg positive Kritiken. Anton Corbijn präsentierte seinen Film im Rahmen der Cologne Conference am 28. September 2007 als deutsche Festivalpremiere in Köln. Der Kinostart in Deutschland ist am 10. Januar 2008.

Auszeichnungen: Als bester europäischer Film der Filmfestspiele von Cannes, Camera d’or – Mention spéciale der Filmfestspiele von Cannes, Award als bester neuer britischer Film beim Edinburgh International Film Festival, Award für Sam Riley für die beste Darstellung in einem britischen Film beim Edinburgh International Film Festival, TV-Spielfilmpreis des internationalen Fernseh- und Filmfestes Cologne Conference in Köln, Preis der Hamburger Filmkritik auf dem Filmfest Hamburg Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2007 ist der Film für den Fassbinder-Preis als „beste Entdeckung“ nominiert.

Wie gesagt, eine grandiose und expressive Filmstudie, für alle Musikfreaks und Freunde des gehaltvollen Indie-Kinos. Im Januar zu bestaunen, den Soundtrack gibt es aber jetzt schon.

Das gesamte Programm ist jetzt zum Europa Filmfest ist online unter www.europafilmfest.de zu finden.

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