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DigitalVD.de – Kino, Filme und Fakten

In Zukunft möchten wir Euch über Kino und alles, was damit zu tun hat, informieren. Die Zelluloid-Palette reicht vom Blockbuster über das Mainstream-Movie bis hin zur Arthaus-Produktion, jene kleinen Programmkino-Perlen, die allzu oft im filmischen Haifischbecken baden gehen müssen. Aber nicht nur das; wir versuchen Euch Tipps über Trends, über Stars und Sternchen zu geben und weisen auch auf Festivals, Events und ähnliche Ereignisse hin.

Film ist in seiner kleinen "Definition" einsehbar, aber doch unendlich gross in seiner Wirkung und Vielfalt. Keine Frage, über Kritik und Anregungen sind wir Euch natürlich mehr als dankbar.



Archiv Kategorie 'Romantik'

Novel Romance – Schreibe Deine Liebe neu

Die Liebe ist schon merkwürdig. Sie schlägt mitunter dann zu, wenn man es gar nicht will. So ergeht es Max, die zwar ein Kind will. Auf den Mann auf Dauer kann sie aber verzichten. Was dies bei Max auslöst, ist jetzt in dem Film „Novel Romance“ zu sehen.

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Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen

der womanizer 150x212 Der Womanizer – Die Nacht der Ex FreundinnenManche Stoffe sind so zeitlos und klassisch, dass sie einfach nicht totzukriegen sind. Auf die meisten Werke von William Shakespeare trifft das zu, und auch auf eine ganze Reihe der Arbeiten des britischen Schriftstellers Charles Dickens. Neben Klassikern wie „Oliver Twist“ und „David Copperfield“ hat vor allen Dingen sein „Weihnachtsmärchen“ unzähligen Adaptionen als Vorlage gedient. Nicht zuletzt in Entenhausen und bei den Muppets wurde der Stoff verortet, um ihn schon jungen Zuschauern nahe zu bringen.

Freie Bearbeitungen der Vorlage gab es ja schon einige, nun hat man die Läuterungsgeschichte mal ihres weihnachtlichen Anstrichs beraubt und den Menschenfeind Scrooge zu einem skrupellosen Casanova gemacht. Matthew McConaughey gefällt in der selbstironischen Rolle des Connor Mead, eines erfolgreichen High-Society-Fotografen, der an jedem Finger zehn Bräute hat und sich stur weigert, auch nur einer von ihnen mal mehr zu bieten als ein paar vergnügliche Stunden. Widerwillig reist er zur Hochzeit seines kleineren Bruders, da er von der Ehe natürlich gar nichts hält. Vor Ort kreuzen sich seine Wege mit denen seiner ersten und einzig wahren Liebe Jenny (Jennifer Garner), die er vor langer Zeit ebenso skrupellos abservierte.

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P.S. Ich liebe dich

Der Film mit Tempo-Taschentuch-Garantie für die Lizenz zum Heulen: Denn hier wird ein klasse Buch zum krachenden Film: Millionen (vorwiegend weibliche) Leser verschlangen den gleichnamigen romantischen Bestseller von Cecilia Ahern. Und Millionen Menschen werden auch an diesem romantischen Zelluloid-Epos ihre Freude haben. Es ist die zweite, fruchtende Zusammenarbeit von Hilary Swank und Richard LaGravenese nach „Freedom Writers“ in einem rührigen Bilder-Lebewohl voller Herzenswärme und Sentimentalität.

„P.S. Ich liebe dich“ gehört zu jener Roman-Spezies, die auf Anhieb in die Bestsellerlisten schießt. Die gigantischen Themenbereiche Liebe und Tod werden hier geschickt verknotet, auch wenn Der Buchtitel wahrscheinlich als Persiflage auf das Lied „P.S. I hate you“ der Metal-Coreband „Enraged By Beauty“ anzusehen ist. Und wie die literarische Vorlage, fokussiert die Verfilmung auch den tragischen Verlust einer nicht enden wollenden Liebe. Denn mit aufopferungswütiger Seelenhitze und unglaublicher Sensitivität wird die melancholische wie humorige Liebesschmerz-Story um Verlust und Verinnerlichung adaptiert.

Keine Frage, das „Million-Dollar“-Baby Hilary Swank und ihr Partner Gerald Butler sind ein wundervolles Paar in emotionaler Höchstthermik, um dem Thema glaubwürdig gerecht zu werden. In den Nebenparts glänzen ebenso Lisa Kudrow aus „Friends“; die hier ähnlich grantig spielen darf, wie in der Serie. Jeffrey Dean Morgan ist ebenso brillant in seinem Part des William, wie auch Harry Connick Jr. als verzweifelter und verschossener Sympathieträger Daniel.

Richard LaGravenese scheint Hollywoods Wunderdroge in der Adaption populärer Herzschmerz-Romanen zu sein. Das beweist er nach dem Trennungsdrama „Die Brücken am Fluss“ und der Verlusttragödie „Der Pferdeflüsterer“ auch dieses Mal. Die richtigen Dialoge zum richtigen Zeitpunkt mit richtigen Bildern gestalten eruptiv diese emotionale Achterbahnfahrt durch die briefliche Kommunikation mit dem gestorbenen Geliebten.

Perfekt untermalt John Powell („Die Bourne Identität“, „Happy Feet“) den traurigen Score und einem grandiosem Soundtrack, der von James Blunts Ballade „Same Mistake“ über den Pogues-Klassiker „Love You ’Till The End“ bis zu „P.S. I Love You“ von Nellie McKay variiert. Sie ist hier auch in einer Nebenrolle als Hollys Schwester Ciara zu bestaunen.

Der Kassenknüller in spe wurde in New York City und in Irland gedreht und wird zutiefst bewegen; nicht nur durch sein wohl intensivstes Adieu in der Filmhistorie. Die26 jährige Autorin Cecelia Ahern legte den tränenreichen Grundstein für diese unheilbar gesunde Filmdynamik. Zwar wurde, wie üblich bei „Ver“filmungen einiges, was hier nicht verraten werden soll, cinéastisch verändert, doch tut dieses „Tuning“ nicht weh. Literatur lässt sich einfach nicht 100%ig in Bilder bannen. Und das wußte auch die Autorin, übrigens keine Geringere als die Tochter des irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern….

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Schnitzelparadies


schnitzelparadies.thumbnail Schnitzelparadies

Regisseur Martin Koolhoven aus Den Haag hatte sich bisher eher durch Arthaus-Produktionen etabliert. Mit der Komödie “Schnitzelparadies” zielt er erstmals auf ein breites Publikum. Die multikulturelle Besetzung wurde auf dem Niederländischen Filmfestival zu Recht mit dem Goldenen Kalb für die besten männlichen Nebendarsteller belohnt.

Schnell, laut und ziemlich eklig: Der 19-jährige Nordip Doenia (Mounir Valentyn) hat ein Spitzenabitur hingelegt und könnte alles studieren – auch Medizin, wie es eigentlich sein Vater (Sabri Saad El-Hamus) gerne sähe. Der traditionsbewusste und gestrenge Marokkaner betreibt einen kleinen Krauter-Laden und will, dass sein Sohn es einmal besser hat. Doch Nordip verspürt wenig gelüste zu pauken. Daher heuert er erst einmal im Restaurant “Der blaue Geier” an. Diese Touristen-Absteige einem doch dem Personal aus aller Herren Länder Arbeit, und hier darf sich Nordip erst mit schmutzigem Geschirr befassen. Seine Landleute Amimoen (Mimoun Oaïssa) und Mo (Yahya Gaier) führen dem Neuling erstmal die krude Arbeitsmoral der Küche vor. Und die hat es in sich: Kein Wunder, der freakige Chefkoch Willem (Frank Lammers) favorisiert eher den Alk als die hygienischen Zustände….
Und während der serbische Hüne Goran (Tygo Gernandt) in Kettenschürze mit Beil das Fleisch zerhackt, gerät er schon mal mit dem friedliebenden Türken Ali (Gürkan Kücüksentürk) aneinander, und auch Sander (Micha Hulshof) sorgt nicht gerade für einen harmonischen Betriebsablauf. Im chaotischen und Multi-Kulti- Mikrokosmos der Schnitzelküche hat der smarte „Maroc“ aber genug Zeit, um mit der hübschen Agnes (Bracha van Doesburgh) zu flirten – sehr zum Missfallen seiner Chefin Nina Meerman (Linda van Dyck). Die ist nämlich Agnes´ Tante und wacht über das Wohl ihrer Nichte. Überdies schwärzt Nordips einfältiger Bruder Nadir (Mohammed Chaara) ihn beim Papa an; und der tobt natürlich…
Mit seinem vierten Spielfilm gelang dem niederländischen Regisseur Martin Koolhoven ein deftiger Film-Braten: Im Jahr 2005 war das schwungvolle Multikulti-Movie der besucherstärkste einheimische Kinofilm der Niederlande. Mit seiner respektlosen Filettier-Komödie traf er den Nerv vor allem des jungen Publikums, indem er mit schwarzhumorigem Witz und frechen Pommes-Buden-Pointen die Vorurteile des niederländischen Bürgertums ebenso karikierte wie die anämischen Aufstiegsträume vieler Migranten/innen und die Hoffnungen und Illusionen der illegalen Arbeitskräfte. Der 1969 in Den Haag geborene Regisseur konnte mit dieser Filmgroteske an den Erfolg der thematisch verwandten Komödie „Shouf Shouf Habibi“ seines Regiekollegen Albert ter Heerdt anknüpfen, die 2004 zum erfolgreichsten einheimischen Film der Niederlande avanciert war. Wie „Shouf Shouf Habibi“ bekleidet auch Schnitzelparadies seine Botschaft für Toleranz in eine parodistische Sozialromanze mit mitreißender Musik und garantiertem Märchenschluss. Die heruntergekommene Großküche, eher ein “Schnitzel-Hades” als “Schnitzelparadies”, fungiert mit ihrer bunt gemischten ethnischen Belegschaft und der strikten Hierarchie gleichsam als Mikrokosmos der multikulturellen niederländischen Gesellschaft, die schon seit Jahren heftig und mit vielversprechender Erfolglosigkeit darüber debattiert, welches wohl die elegantesten Maßnahmen zur Integration der diversen Kulturen von Immigranten/innen seien. Die Stimmung erinnert an die schwedische Culture-Comedy “Jalla, Jalla!”, und Koolhoven liefert ein ähnlich entspanntes Lachmuskelkino ab. Auch wenn es mit einem recht vorhersehbaren Plot ausgestattet ist, der bösen Klamaukfalle – von der deutsche Komödien oftmals magisch angezogen werden – wird erfreulich routiniert aus dem Weg gegangen.
„Welt-Online“ souffliert: „In der Multikulti-Schnitzelküche herrscht “Krieg”; doch Humor ist noch immer eine der schärfsten Waffen, wie die temporeiche Komödie von Martin Koolhoven zeigt.“

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