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The Spirit

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The Spirit

the spirit plakat 150x212 The SpiritDa hat Frank Miller wohl Blut geleckt, als er vor knapp vier Jahren zusammen mit Robert Rodriguez „Sin City“ inszenierte, der auf einem seiner bekanntesten Comics basierte. Angespornt von der Möglichkeit, seinen unverwechselbaren visuellen Stil nun von „Graphic Novels“ auf die große Leinwand zu transferieren, hat er nun mit „The Spirit“ einem seiner persönlich größten Vorbilder gehuldigt. Die Comicreihe von Will Eisner hatte bereits in den 1940er Jahren ihren Anfang genommen und Frank Miller in seinem Schaffen der letzten Jahrzehnte nachhaltig beeinflusst. Nun hat er um die Charaktere eine eigene Filmhandlung gesponnen, mit einigen Referenzen an Eisners Original, aber auch mit einigen (sehr skurrilen) persönlichen Einfällen. Einer davon zeigt die beiden Oberschurken des Films, The Octopus und Silken Floss, in Naziuniformen unterm Hakenkreuz – für deutsche Zuschauer sicherlich eine sehr zweischneidige Angelegenheit.

Im Mittelpunkt steht der nicht mehr lebendige aber auch nicht wirklich tote Ex-Polizist „The Spirit“, der in „seiner“ Stadt für Recht und Ordnung sorgen möchte. Sein Erzfeind ist der skrupellose, scheinbar unverwundbare Octopus, aber in Gestalt der Amazone Sand Saref holt Spirit nun auch seine Vergangenheit ein. Der Look des Films erinnert doch wieder sehr stark an den mit „Sin City“ und „300“ (ebenfalls eine Miller-Adaption) bereits etablierten. Ein weitgehender Verzicht auf Farben, die, wenn sie denn dann eingesetzt werden, Akzente setzen können. Auch in Sachen Brutalität ist „The Spirit“ mit seinen Vorgängern vergleichbar. Da diese aber comichaft überzeichnet und direkt auch noch ironisch gebrochen daherkommt, kann man das wilde Gemetzel kaum ernst nehmen. Schade ist allerdings auch, dass der Film hinsichtlich der Story nur Althergebrachtes wieder aufwärmt und damit in großem Gegensatz zu seiner visuellen Verspieltheit steht. Auch das ein Manko, das man bereits „Sin City“ und „300“ vorwerfen konnte. Hat sich der Zuschauer erst einmal an der optischen Raffinesse satt gesehen, verlieren Filme wie dieser schließlich gänzlich ihren Reiz. (3/6)

USA 2008. Regie und Buch: Frank Miller. Musik: David Newman. Schnitt: Gregory Nussbaum. Kamera: Bill Pope. Produktion: Lionsgate, Odd Lot Entertainment. Mit: Gabriel Macht, Eva Mendes, Samuel L. Jackson, Scarlett Johansson, Dan Lauria, Paz Vega, Sarah Paulson. 102 Min. Sony ab 05.02.09.

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