Unsere Erde
Am Anfang war das Feuer, am Ende das Wasser? Nichts ist spannender als die Realität. Was jahrzehntelang versäumt, versuchen nun alle vehement im Hauruck-Verfahren nachzuholen: Unsere gute Mutter Erde zu schützen, ihr Klima und ihre Bewohner. Nüchtern betrachtet ist die Erde von der Sonne aus der dritte Planet im Sonnensystem, etwa 4,6 Milliarden Jahre jung und der einzige bekannte belebte Himmelskörper. Einen beein-druckenden filmischen Save-Our-World-Beitrag liefern nach dem packenden maritimen Naturdoku-Drama „Deep Blue“ die Experten vom Fach unter der Regie des Naturmovie-Merlins Alastair Fothergill
An über 200 verschiedenen Orten gefilmt, mit einer Crew von mehr als 40 Spezialisten, erschlägt einen die delierende Bilderflut, die bis dato in dieser monumentalen Form noch nie gezeigt wurden, wie beispielsweise die ersten wuchtig klaren Luftaufnahmen vom Mount Everest. Ein halbes Jahrzehnt investierte Regisseur Alastair Fothergill in dieses extraordinäre mondiale Projekt, um mit einem Budget von 47 Millionen US-Dollar in kooperation mit der BBC eine der unglaublichsten Naturdokumentationen, die die Welt je gesehen hat, zu realisieren.
Die spektakuläre Reise um den Planeten startet im arktischen Winter und folgt dem wärmenden Einfluss der Sonne nach Süden bis hinunter zur antarktischen Halbinsel. Dort kämpft eine Eisbären-Mama verzweifelt, ihren neugeborenen nachwuchs zu ernähren, während die Sonne die Eisschollen unter ihren Füßen dahinschmelzen läßt. Mit übernatürlicher Energie und unbändigem Willen führt ebenso eine Elefantenmama ihr Kleines auf einen endlosen Horror-Trip durch die ausgedörrte Kalahari-Wüste, stets auf frisches Wasser hoffend. Und eine Buckelwalmutter samt Kalb gehen gemeinsam auf die längste Wasser-Wanderung aller Meeres-säugetiere: von den Tropen bis zu den Gewässern der Antarktis auf der Suche nach Essbarem.
Realistisch, spannend und hautnah begleitet klebt die alles erfassende Kamera an diesen Einzelschicksalen, an den Jägern und Gejagten, an Junge, die todesmutig von ihren Müttern beschützt werden. Heroisch entwickeln sie sich zu überlebenswilligen Giganten, umgeben von Polarfüchsen, Seehunden, Möwen, Narwalen oder Dickschnabellummen.
Drei Tierfamilien gehen hier stellvertretend für alle animalischen Gattungen der Welt auf ihre virulenten Reisen wobei der Zuschauer sich geradezu mitfreuen und mitleiden muß; denn diese fantastischen Bilder brennen sich nachhaltig ein. Die naturalistische Intention: Endlich zu begreifen, wie Unmengen an Kostbarem, Liebenswertem, vor allem aber Schützenswertem unser blauer Planet zu bieten hat. Stirbt die Erde, stirbt auch Mensch und Tier.
Der adäquate und dezent-sensible Soundtrack, eingespielt von den Berliner Philharmonikern, stammt aus der meisterlichen Feder des mehrfach oscarbelohnten Komponisten George Fenton. In der schweizerdeutschen Kinoversion begleitet Mona Vetsch die sprachlosen Zuschauer auf dieser grandiosen Entdeckungsreise.
Ähnliche Beiträge:
Unsere Erde wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













