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Ghosted

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Ghosted

Im Programm der diesjährigen Berlinale liefen zwei ungewöhnliche Filme, die eine Menge formaler und inhaltlicher Parallelen aufweisen: Sowohl „Soundless Wind Chime“ als auch „Ghosted“ sind Co-Produktionen zwischen einem deutsch-sprachigen Land und einem asiatischen, in beiden Filmen geht es um eine tödlich endende interkulturelle homosexuelle Liebesgeschichte und den Versuch des hinterbliebenen Partners, im Heimatland des Verstorbenen nach Spuren zu suchen. „Soundless Wind Chime“ behandelt eine schwule Liaison zwischen einem Schweizer und einem Chinesen, in „Ghosted“ geht es um die lesbische Liebe einer Deutschen zu einer Taiwanesin.

In Hamburg lernen sich die Künstlerin Sophie (Inga Busch) und die aus Taiwan angereiste Ai-ling (Huan-Ru Ke) per Zufall kennen und verlieben sich schon bald ineinander. Ai-ling möchte hinter das Rätsel eines Familiengeheimnisses kommen, Sophie findet in der hübschen Asiatin schon bald das Motiv für unzählige Foto- und Filmarbeiten. Der Film setzt einige Zeit später ein, als Sophie mit dem Material über ihre mittlerweile verstorbene Geliebte in Taipeh eine Ausstellung eröffnet. Die Journalistin Mei-li (Ting-Ting Hu) weicht Sophie nicht mehr von der Seite, möchte hinter das Geheimnis des Unfalltodes kommen und verliebt sich ihrerseits in die herbe deutsche Schönheit.

Seit ihrem letzten Spielfilm „Den Tigerfrauen wachsen Flügel“, den Monika Treut 2005 ebenfalls auf der Berlinale uraufführte, ist das Interesse der Filmemacherin für Taiwan geweckt. Mit „Ghosted“ hat sie nun Filmgeschichte geschrieben, da es sich bei dem Werk um die erste deutsch-taiwanesische Co-Produktion handelt. Diesem hohen Anspruch wird der Film qualitativ jedoch nur bedingt gerecht. Die Story hat einen Hauch des Mysteriösen und Geheimnisvollem, dem filmisch aber nur selten adäquat begegnet wird. Stattdessen verwirrt Treut eher durch eine Verschachtelung der Zeitebenen und unnötig viele Handlungskomponenten, die nicht alle weiterverfolgt und deswegen überflüssig erscheinen. Auch darstellerisch hätte man mehr aus den renommierten Schauspielern herausholen können, die teilweise recht dilettantisch wirken. Ein interessanter Ansatz, dessen Wirkung weitgehend verpufft. (3/6)

D/TAIW 2009 (Ai-Mei) Regie und Buch: Monika Treut. Buch: Astrid Ströher. Musik: Uwe Haas. Kamera: Bernd Meiners. Schnitt: Renate Ober. Produktion: Hyena Films, Chi & Company, ZDF, 3sat, PTS. Mit: Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu, Jana Schulz, Marek Harloff, Jack Kao, Kevin Chen. Salzgeber. (O.m.U.) 89 Min. Ab 30. April 2009 im Kino.

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Rund um Ghosted

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mit Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu, ...
Salzgeber & Co Medien GmbH
Genre: Drama

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