Patrick 1,5 – Komödie und Drama
Heftige Diskussionen hat die Frage ausgelöst, ob auch gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen sollen, was dazu führen würde, dass die adoptierten Kinder rechtlich zwei Väter und keine Mutter oder aber zwei Mütter und keinen Vater haben. In Deutschland steht gleichgeschlechtlichen Paaren seit 2005 die Stiefkindadoption offen, so dass Kinder also nunmehr rechtlich zwei Eltern desselben Geschlechts bekommen können. Eine gemeinsame Annahme von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare (Lebenspartner) ist hingegen nicht gestattet.
In Schweden z.B. ist es gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, dass das allerdings auch nicht ganz so einfach ist, zeigt der schwedische Film „Patrik 1,5“ von der Regisseurin Ella Lemhagen.
Die Story: Goran und Sven, ein verheiratetes Paar, wollen ein Kind adoptieren. Schließlich wird ihr Wunsch erfüllt, sie erhalten die Zusage, dass sie Patrick 1,5 als Adoptivsohn bekommen. Das Kinderzimmer wird liebevoll eingerichtet, alles was ein 1,5 Jahre alter Junge braucht wird angeschaft. Am Tag als der neue Sohn kommen soll, klingelt es an der Tür und ein 15jähriger Junge steht da, der auch Patrik heißt und anfänglich für einen Boten gehalten wird.
Damit beginnt das Chaos, denn dieser Bengel hat nicht nur eine kriminelle Vergangenheit sondern ist auch noch homophob. Während Sven sich mit dem Jungen leichter tut, hat Goran Probleme. Schnell ist klar, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als dass Patrik zurück ins Heim geht. Oder?
Fazit: „Patrik 1,5“ ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus Komödie und Drama, solide inszeniert und überzeugend gespielt. Gerade wegen seines engagierten Themas sehr empfehlenswert! Übrigens, der Film gewann 2008 beim „San Francisco International Lesbian & Gay Filmfestival“ den Zuschauerpreis.
Die Edition Salzgeber hat diesen Film jetzt auf DVD herausgebracht. Die DVD enthält sowohl die schwedische Originalfassung als auch eine deutsche Synchronisation sowie deutsche Untertitel. Bonusmaterial ist leider nur in Form des Kinotrailers gegeben. Das Widescreen (1.78:1 – anamorph) sowie der Ton (Dolby Digital 2.0 Stereo) sind zufrieden stellend.
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