So ist Paris
Nach den großen internationalen Erfolgen von “L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr” und der Fortsetzung “L’Auberge Espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg”, erfüllte sich Regisseur Cédric Klapisch seinen Herzenswunsch: wieder in seiner Heimatstadt zu drehen und beglückt mit einer berauschenden Lebens- und Liebes-Achterbahnfahrt aus dem Herzen und dem Bauch von Paris.
Das Menschen- und Stadtporträt beginnt zugleich spektakulär, mit vielen eigenwilligen Kamerafahrten über den Dächern dieser einzigartigen City. Man erhält auf recht kurzweilige Art und Weise Einblick in das Leben diverser Einwohner. Allesamt suchen sie nach Liebe und Glück. Paris, la Grande Ville der Gefühle und Gegenseitigkeiten, die oftmals ins Chaos stürzen. So auch hier. Im Alltag der Millionenmetropole prallen Welten aufeinander, wenn sich die Wege ganz normaler, aber völlig individueller Menschen kreuzen: Ein Gemüsehändler auf sentimentalen Abwegen, der Uniprofessor auf der Hatz nach jungen Frauen, ein Tänzer auf der Suche nach Vollendung, die Sozialarbeiterin im Dauereinsatz, eine Bäckersfrau mit eher unkonventionellen Überzeugungen und der illegale Immigrant in der Stadt seiner Träume.
Bei dieser Konstellation besteht die Gefahr, dass alles ins Klischeehafte versinkt, aber dies ist glücklicherweise hier nicht der Fall. Trotz der tragischen Ereignisse kommt der Humor nicht zu kurz. In dieser humoresken und analytischen Entdeckungsreise sucht jeder seinen Platz, seine andere (Liebes-) Hälfte. Unter der Herrschaft des Alltäglichen, in der liebenswerten Sentimentalität des Banalen, wird das Unspektakuläre Kaiser – im grandiosen Rahmen der unvergänglichsten aller Städte. Keine Frage, ein sehr bewegender Film, nachdem man am liebsten sofort in den nächsten Flieger nach Paris steigen möchte. „Gemüsehändler, die Bäckerin, eine Sozialarbeiterin, ein Tänzer, ein Architekt, ein Universitäts-Professor, ein Mannequin, ein illegaler Kameruner. „All diese völlig unterschiedlichen Menschen sind vereint in diesem Film. Sie finden sie vielleicht nicht ungewöhnlich, aber für jeden von ihnen ist das Leben einzigartig. Sie denken vielleicht, Ihre Probleme seien unbedeutend, aber für sie sind es die wichtigsten der Welt“, konstatiert Meisterfilmer Cédric Klapisch. Paris war stets eine Filmreise wert so spielten folgende Filme zwischen Eifelturm, Montmartre und Place Pigalle: Der Frauenmörder von Paris (Landru, 1962) von Claude Chabrol, Bitter Moon (1992) von Roman Polanski, Forget Paris (1995) von Billy Crystal, Paris was a Woman (1995) von Greta Schiller, 9 1/2 Wochen in Paris 1997) von Anne Goursaud, Die fabelhafte Welt der Amélie von Jean-Pierre Jeunet, Moulin Rouge (2001) von Baz Luhrmann, Before Sunset (2004) von Richard Linklater und 2 Tage Paris (2007) von Julie Delpy.
Melanie Waltke
So ist Paris wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »














So ist Paris - Kaleidoscop - Drama zu dem Thema:
[...] einlassen kann und ein Freund von Paris und französischer Schauspieler ist, dem sei „So ist Paris“ wärmstens [...]
Mittwoch, 8 Oktober 2008 @ 4:11pm