Nachts im Museum 2 – Komödie
Sie Leben! Und das ist nicht gut für den Paradepechvogel im stressigen Dauerdienst. Auch in dem turbulenten und virulenten Sequel „Nachts im Museum 2“ bleibt Larry (Ben Stiller) dem glücklich Pech verhaftet. Obwohl es ihm im erfolgreichen Vorgänger gelang, die revitalisierten Exponate wieder zu befrieden, ist nun in dem sonst so friedlichen Job wieder richtig was los. Warum? Die wertvollen Exponate werden durch Hologramme ersetzt und ins „Smithsonian“ nach Washington, dem weltweit größten Museum, verfrachtet. Doch die ruhige Idylle trügt, denn die mysteriöse Goldtafel- die aussieht wie eine Riesenhandy-Tastatur-, von Ahkmenrah hat abermals über Nacht über 136 Millionen musealen Prachtstücke Leben eingehaucht. Aber wie! Diesmal bekommt es der wackere Ex-Nachtwächter und jetziger Erfolgsgeschäfts-Mensch nicht nur mit wildgewordenen Affen, Löwen und Sauriern, Römern und Indianern zu tun, sondern gleich mit der berüchtigsten Gangsterboss-Legende der Welt, nämlich Al Capone. Und als Sahnebonbon dazu, auch noch mit Ivan dem Schrecklichen. Allein gegen ihn nimmt sich Napoleon Bonaparte aus, wie ein Kita-Bübchen in der Krabbelkiste.
Gut zu wissen, dass Larry grandiose und furiose neue Freunde zur geplagten Seite stehen – vom genialen Albert Einstein über den ehrenwerten Präsidenten Abraham Lincoln bis hin zu der unwiderstehlichen Amelia Earhart (Amy Adams), die Larrys Abenteuerlust und Lebens-Optimismus wieder wecken kann. Gemeinsam mit seinen alten Freunden Präsident Teddy Roosevelt (Robin Williams), Octavius (Steve Coogan), Sacajawea (Mizuo Peck), Attila dem Hunnen (Patrick Gallagher) und den Neanderthalern gibt Larry alles, um Böses zu besiegen und Ordnung im Museum zu konservieren. Besonders beeindruckend sind die meisterlich inszenierten tricktechnischen Effekte, die dem Vorgänger um in ihrem Tempo und der Optik um Welten voraus sind. Alles ist respektabler und repräsentativer gestylt geworden. Und en passent gibt es noch auf virtuellem Wege ein Crash-Kurs in punkte Kunst; man beachte nur den brillanten Edward Hopper an der Wand. Fazit:
Ein Guter-Laune-Film, ein kleines abwechslungsreiches Schmerzmittel gegen den zurzeit trüben Alltag in Sachen Angst, Abkehr und Arbeitslosigkeit. Übrigens: „Nachts im Museum 2“ wurde auch mit dem Prädikat „Besonders Wertvoll“ belohnt. Zu Recht, transportiert er doch Botschaften wie Einigkeit, Zusammenhalt, Loyalität und Liebe…
Moritz Mühlbauer / JL
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