Our Idiot Brother
Die Film – Sechziger mit ihren ausufernden Angewohnheiten, wie Sekten, Grass und Ausgeflippte halten wieder fröhlichen Einzug in die Kinos. So wie hier in dieser aberwitzig schrillen und schrägen Familienkomödie: Der Hippie Ned Rochlin (Paul Rudd)) ist ein herzensguter, jedoch einfältiger sympathieträger. Da vercheckt er philanthropisch einem uniformierten Polizisten Gras – und was ist die dankbare Reaktion? Er landet hinter schwedischen Gardinen. Daraufhin setzt ihn seine Freundin Janet (Kathryn Hahn), nach gemütlichen Jahren auf ihrem Biobauernhof kaltschnäuzig vor die Tür und behält sogar seinen geliebten Hund. So viel Undank ist der Arme einfach nicht gewöhnt. Er flüchtet zu seiner Mutter (Shirley Knight) nach Long Island. Beim wöchentlichen Familiendinner zeigen seine Schwestern Liz (Emily Mortimer), Miranda (Elizabeth Banks und Natalie (Zoey Deschanel) viel Mitgefühl, können es sich aber auch nicht verkneifen, ihn aufzuziehen. Der Spaß hat aber ein Ende, als Ned bei seinen Schwestern vor der Tür steht. Bei Liz löst er eine Ehekrise aus und auch das scheinbar geordnete Leben von Miranda und Natalie gestaltet er zum zirzensischen Chaos. Die drei Schwestern sind alles andere als entspannt. So viel Arglosigkeit und bedingungslose Ehrlichkeit vertragen ihre Beziehungen und Freundschaften nicht. Der Bruder wird von Liz über Miranda an Natalie weitergereicht und stürzt ihr Leben wieder und wieder ins Chaos. Und ist natürlich wieder einmal der Grund des Ungemaches…
Paul Rudd („Dinner für Spinner”, 2010) glänzt abermals mit jungenhaftem Charme und Slapstick-Einlagen. In den Parts der sehr konträren Schwestern brillieren Emily Mortimer („Shutter Island”, 2010) als New Yorker Übermama, Elizabeth Banks („72 Stunden – The Next Three Days”, 2010) als total genervte Karrierefrau und Zoey Deschanel („500 Days of Summer”, 2009) als völlig verwirrte Chaotin. Typische Hippie-Charakteristika ist die Offenheit. So werden vor allem weite Kleider und Gewänder anstatt eng anliegenden Hosen, Shirts oder Jacken getragen. Auch die Farbenvielfalt ist ein wichtiger Aspekt der Hippie Kleidung. So sorgte die Flower Power Revolution in den 60er Jahren vor allem aufgrund ihrer grellen und bunt gemischten Kleidungsstücke für weltweites Aufsehen. Auch heute sind die Kleidungsstücke der Hippies eher bunt als unifarben gehalten. Die Farbe Schwarz kommt außerdem nur sehr selten vor. Klassische Kleidungsstücke der Hippie Bewegung aus den progressiven 1960igern sind so genannte Harems-, Plump- oder Schlaghosen. Sie gleichen heutigen Röcken, wobei viele Kleidungsstücke auch eine klare Einteilung von Hosenbeinen aufweisen, also “normalen” Hosen sehr ähnlich sind. Außerdem werden vor allem Schals und Tücher getragen. Auch hier gilt: desto ausgefallener desto provokativer. Wichtig bleiben Anhängsel. Halsketten, Armbänder, Ringe und Zehen –Ringe.
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Our Idiot Brother wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »











