Verwünscht
„Tarzan“-Regisseur Kevin Lima verzaubert sein Publikum mit einer herzergreifenden Love Story und seinen brillanten Hauptdarstellern: Susan Sarandon als böse Königin, Patrick Dempsey, der typische New Yorker und eine hübsche Amy Adams als verhinderte Braut überraschen auf der ganzen Linie.
Was geschieht, wenn die heile „Es war einmal“-Welt und ihre kitschigen Märchenfiguren aus vergangenen Zeiten durch bösen Zauber im heutigen New York landen? Ausgerechnet am Tag ihrer Traum-Hochzeit wird die schöne Märchenprinzessin Giselle (Amy Adams) von ihrer Schwiegermutter, der garstigen Königin Narissa (Susan Sarandon), in „die Welt ohne Happy End“ verbannt: Als Hexe verkleidet, lockt sie Giselle an einen verzauberten Brunnen: Wer da hineinfällt, kommt in einer Anti-Märchenwelt heraus. Und so klettert eine kurze Zeit später eine völlig zerzauste Prinzessin aus dem Gulli; ausgerechnet auf den brodelnden New Yorker Time Square. Was nun kommt, zieht seinen Witz aus endlosen grotesken Situationen. Statt Zeichentrick trickst fortan die Realwelt. Hier überstrapaziert Giselle den Scheidungsanwalt Robert (Patrick Dempsey). Bis sich dessen Gefühle melden… Doch als ihr Märchenprinz Edward (James Marsden) auch aufläuft, um seine Angebetete ins Märchenreich Andalasia zurückzuholen, ist das Chaos perfekt…
Eine wunderbare Komödie, die stilsicher den sonst so üblich harten Zuckerguß des Märchengenres mit einer gehörigen Portion Selbstironie aufbröselt. Nie allzu frech, sondern stets liebenswert frivol. Und so entsteht ein gewitzter und witziger Disney-Familien-Filmspaß, der sich nicht selbst betrügt. „Es war einmal…“ war gestern. Dazu gibt’s tolle Musik auf die Ohren, vom achtfachen Oscar-Gewinner Alan Menken. Märchenhaft…
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Verwünscht wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »



