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Control: The Ian Curtis Film

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Control: The Ian Curtis Film


control ian.thumbnail Control: The Ian Curtis Film

Das leider viel zu kurze Dasein des jungen, charismatischen Musikers Ian Curtis, dem Kopf von Joy Division, einer wegweisenden englischen Band, die den Übergang vom Punk-Rock Ende der 1970er / Anfang der 1980er Jahre zum New Wave in Großbritannien mitgestaltete, bis zu seinem Tod durch Suizid am Vorabend des Aufbruches zur ersten Amerika-Tournee.

Ein biografisches kleines Meisterwerk über Ian Curtis (1956–1980), dargestellt vom Newcomer Sam Riley, Sänger der englischen Post-Punk-Band Joy Division, der sich am Vorabend des Aufbruchs zur ersten US-Tour der Band das Leben nahm. Curtis war der Sänger der britischen Band Joy Division, die Ende der siebziger Jahre einige geniale Alben aufspielte. Er selbst hatte Epilepsie und litt im Laufe der Zeit immer häufiger unter Anfällen, hinterher sogar während Bühnenauftritten. Im Mai 1980 erhängte er sich kurz vor einer geplanten Tournee durch die USA und hinterließ seine Frau samt Tochter und eine bis heute nicht gefüllte Lücke in der Musikgeschichte.

Das Drehbuch basiert teilweise auf dem Buch Touching From a Distance von Curtis’ Witwe Deborah (die auch Co-Produzentin des Films ist. Der Film stellt nicht die Verfilmung des Buches dar. Für das Drehbuch wurden ergänzend Gespräche mit damals Beteiligten geführt, sogar Annik Honore war erstmals zu Äußerungen bereit.

„Control“ ist das Filmdebüt von Star-Fotograf Anton Corbijn, der vorher avantgardistische Videos u. a. für Depeche Mode, Nirvana, U2 und Herbert Grönemeyer, der in einer Szene als Arzt zu sehen ist, gedreht hat. Den Part von Ian Curtis übernimmt der weitgehend unbekannte Sam Riley. Die zweifach Oscar-nominierte Schauspielerin Samantha Morton spielt Deborah Curtis und Alexandra Maria Lara, die in Deutschland durch zahlreiche TV-Produktionen bekannt geworden ist, seine Geliebte Annik Honoré.

Was für eine Musik Die große Musik hier zu hören: massig Joy Division, ein bisschen David Bowie, ein Instrumental der Joy-Division-Nachfolge-Band New Order und einiges mehr veredeln den Soundtrack des Films. Unglaublich ist, dass die vier Band-Darsteller vor dem Casting keinen blassen Schimmer davon hatten, wie ein Musikinstrument gespielt werden muss., jedoch soviel Elan entwickelten, dass sie die meisten der im Film vorkommenden Joy-Division-Songs dann letztlich neu aufgenommen haben.

Dass Corbijn für seinen ersten Spielfilm die Vita des tragischen Sängers wählte, ist nicht ganz zufällig. Die erste Plattenveröffentlichung von Joy Division veranlasste den damals jungen Fotografen seinerseits den Kontakt zur Gruppe zu suchen und letztlich dorthin zu gehen, wo seiner Auffassung nach “die Musik” stattfand.

Der Film eröffnete am 17. Mai 2007 die 39. Ausgabe der Director’s Fortnight, eines unabhängigen Teils der Filmfestspiele von Cannes, der von der Gesellschaft der französischen Regisseure organisiert wird, und bekam durchweg positive Kritiken. Anton Corbijn präsentierte seinen Film im Rahmen der Cologne Conference am 28. September 2007 als deutsche Festivalpremiere in Köln. Der Kinostart in Deutschland ist am 10. Januar 2008.

Auszeichnungen: Als bester europäischer Film der Filmfestspiele von Cannes, Camera d’or – Mention spéciale der Filmfestspiele von Cannes, Award als bester neuer britischer Film beim Edinburgh International Film Festival, Award für Sam Riley für die beste Darstellung in einem britischen Film beim Edinburgh International Film Festival, TV-Spielfilmpreis des internationalen Fernseh- und Filmfestes Cologne Conference in Köln, Preis der Hamburger Filmkritik auf dem Filmfest Hamburg Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2007 ist der Film für den Fassbinder-Preis als „beste Entdeckung“ nominiert.

Wie gesagt, eine grandiose und expressive Filmstudie, für alle Musikfreaks und Freunde des gehaltvollen Indie-Kinos. Im Januar zu bestaunen, den Soundtrack gibt es aber jetzt schon.

Das gesamte Programm ist jetzt zum Europa Filmfest ist online unter www.europafilmfest.de zu finden.

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Ein Kommentar fuer “Control: The Ian Curtis Film”

  1. CONTROL (Kinostart: 10.01.2008) hat weiterhin alles unter Kontrolle | DigitalVD.de - Kino, Filme und Fakten zu dem Thema:

    [...] CONTROL hat 5 Auszeichnungen bei den 10. British Independent Film Awards in folgenden Kategorien erhalten: [...]

    Freitag, 30 November 2007 @ 11:24am

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