Obszön der Fall Peter Herzl – Polit-Sozialsatire
Peter Herzl (Volker Spengler) ist Sozialarbeiter Linkssympathisant aus Wuppertal und in seine invaliden Käfer unterwegs von Italien nach Deutschland. Auf der Schnellstraße in Österreich, wird er von einem Auto stoppenden Terroristenpärchen überfallen und erpresst, einen Drohbrief an einen Politiker zu unterzeichnen. Herzl wird so zum Staatsfeind Nummer 1 und kriecht in Wien bei der bemitleidenswürdigen Prostituierten Kathi (Lydia Kreibohm) und deren pubertierender Tochter Edeltraud (Karina Fallenstein) unter. untertauchen. Das passt Kathis Chef und Oberlude Joe (Hanno Pöschl) überhaupt nicht, zumal sich seine fleißigste Einnahmequelle in den sonderbaren Eindringlich zu vergucken scheint. Und so wird schon bald das „Amt für Antidemokratische Umtriebe“ AFADU, auf den Bau, in dem Kathi behaust, aufmerksam. Es soll zu einem bizarren und furiosen Ende hinauslaufen: Denn Herzl, eigentlich ein schmieriger, jedoch harmloser Wuppertaler Diplom-Soziologe, rückt in den Fokus der Staatsgewalt, völlig unschuldig, wird jedoch so stigmatisiert, dass sich die Medien wie Geier auf das Nickelbrillen-Kaninchen stürzen, auch als schon klar ist, dass der heruntergekommenen „Sozi“ unschuldig ist.
Ein hammerharter, teilweise recht abstoßender Film- und eine Polit-Sozialsatire zugleich, über Medien, Zuhälter, Bordsteinschwalben, Sympathisanten und faschistoide Behörden. Ein Filmwerk, das derart schrecklich ist, dass es schon wieder wunderbar erscheint, mit Beischlafszenen, und anderer horizontaler inzestuöser Akrobatik, die einen aus dem Sessel haut, insbesondere erwähnenswert in diesem Zusammenhang, das beschlafen einer Frau, von einer Schlange stehenden Gruppe Arbeitern. Ein Film,der so nur in den freizügigen Siebzigern und den Achtzigern entstehen konnte und dementsprechend schnell in die Versenkung schoß, zumal Alpenglühen und Hansi Hinterseer- Romantik besser ins Österreichische TV-Programm passt. Für sensible Gemüter denkbar ungeeignet, für unerschrockene Hardcore-Fans, die sich alles zumuten, absolut empfehlenswert, zumal sich hinter all jenem Dreck der hier ironisch gebrochen wird, eine Intention verbirgt, die nie klar herausgestellt wird. Was genau, mag jeder für sich entscheiden, denn trotz aller sichtbaren r Ergebnisse, bleibt einem die Ratlosigkeit über dem Haupt kleben. Unter der Prämisse „Kunstwerk-Satire“ konnte das Berliner Edel-Trash Label CMV dieses obskure Objekt der bedauernswerten Begierden lancieren, ansonsten hätte es auch heuer noch Probleme bezüglich der Freigabe gegeben. Übrigens: Ekel“ Alfred (Heinz Schubert) mimt den Chef der Sicherheitsbehörde…
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