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Knowing

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knowing1 150x210 KnowingAstrophysiker John Koestler gelangt über seinen jungen Sohn Caleb in den Besitz eines Dokuments voller mysteriöser Zahlen. Nach einiger Recherche erkennt er, dass es sich um die Daten und Opferzahlen von großen Katastrophen handelt. Und einige liegen in der Zukunft. Effektvolles Endzeitszenario.

Nicolas Cages letzte Filme („The Wicker Man“, „Ghost Rider“, „Next“) waren weder besonders große Kassenschlager noch Kritikererfolge. Eigentlich ein sehr schlechtes Omen für einen Hollywoodstar. Eine gewisse Anzahl Flops in Folge kann man sich vielleicht gerade noch leisten, bevor man endgültig mit DVD-Premieren sein Dasein fristen muss. Mit „Knowing“ könnte dem Francis Ford Coppola-Neffen das wohlverdiente Comeback in die Topliga gelingen, handelt es sich bei dem Film doch um das Material, aus dem potenzielle Blockbuster gemacht sind – und noch dazu um einen ausgesprochen unterhaltsamen und bewegenden Film.
Im Mittelpunkt steht eine Prophezeiung, die 1959 auf mysteriöse Weise ihren Ursprung hat. Ein kleines Mädchen schreibt eine schier endlose Zahlenkolonne auf ein Blatt Papier, das mit etlichen Ideen ihrer Klassenkameraden über die mögliche Zukunft in eine Zeitkapsel gesteckt wird, die fünfzig Jahre später wieder geöffnet wird. Mit seinem Sohn Caleb gerät der Wissenschaftler Koestler in den Besitz des eigenwilligen Dokuments, hinter dem er bald den Schlüssel zu den größten Katastrophen der vergangenen Dekaden erkennt. Nachdem er herausgefunden hat, dass einige der prophezeiten Unglücke noch in der Zukunft liegen, versucht Koestler mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, diese zu verhindern. Katastrophen- und Endzeitfilme waren in Hollywood insbesondere in den 1970er Jahren ein kassenträchtiges Phänomen. Nach einem kurzen Revival in den späten 1990er Jahren blieben sie in jüngster Zeit eher wieder Einzelfälle. Doch mit Zuspitzung der globalen Probleme auf ökologischer bis hin zur wirtschaftlichen Ebene finden diese Ansätze auch wieder Einzug ins Mainstreamkino. Roland Emmerichs nächster Film „2012“ wird vom Weltuntergang handeln und auch Axel Proyas’ („I, Robot“) jüngstes Werk handelt von Katastrophen globalen Kalibers. Dabei muss man dem Filmemacher, der nur alle paar Jahre ein neues Werk in die Kinos bringt, wieder einmal ein sicheres Gespür für die richtigen Bilder, eine packende Geschichte und emotional bewegende Kinomomente attestieren. „Knowing“ ist ein visuell und thematisch beeindruckender Mainstreamfilm, der sich weder scheut, eine interessante und durchaus anspruchsvolle Geschichte zu erzählen, noch den Unterhaltungsfaktor und die Sensationslust des Zuschauers zu kurz kommen lässt. Insbesondere bei der Ausarbeitung der Spezialeffekte, die die Katastrophen bebildern, geht man optisch deutlich weiter als vergleichbare andere Produktionen, was den Film zu einem ungewöhnlich expliziten Vertreter seines Genres macht. (5/6)

USA/AUS 2009. Regie und Buch: Alex Proyas. Buch: Ryne Douglas Pearson, Juliet Snowden, Stiles White, Stuart Hazeldine. Musik: Marco Beltrami. Kamera: Simon Duggan. Schnitt: Richard Learoyd. Produktion: Escape Artists, Goldcrest Pictures, Kaplan/Perrone Entertainment, Mystery Clock Cinema, Summit Entertainment. Mit: Nicolas Cage, Rose Byrne, Chandler Canterbury, D.G. Maloney, Lara Robinson, Nadia Townsend, Alan Hopgood. Concorde. 122 Min. Ab 09.04.2009 im Kino.

Knowing wurde bearbeitet von Frank BrennerPermalinkKommentar schreiben »

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