Die drei Räuber
Schon 1963 schrieb Tomi Ungerer dieses witzige Bilder-Kinderbuch mit pädagogischer Intention: „Die drei Räuber“ und wurde ein Kult-Klassiker unter den Bilderbüchern. Da?s die Mär der kleinen Waisen Tiffany und ihren Abenteuern mit den drei, im tiefen Wald lebenden gesellen auch heute noch sehr aktuell ist, beweist nun die brillante Zeichentrick-Adaption von Hayo Freitag. Mit Charme und Humor inszenierte Freitag („Käpt’n Blaubär“) den kindgerechten Streifen drama-turgisch perfekt, voller Überraschungen, in wunderschönen Bildern, unterlegt mit frechen Sprüchen.
Die kleine Tiffany fährt mutterseelenallein in einer Kutsche durch den dunklen Wald. Sie ist auf dem Weg in ihr neues Zuhause, ein Kinderhaus, das von einer bösen Tante despotisch regiert wird. Plötzlich wird Tiffanys Kutsche überfallen – von den Herrschern des Waldes. Es sind die drei grimmigen Räuber mit weiten schwarzen Mänteln und großen schwarzen Hüten. Die furchtlose, freche Tiffany ist alles andere als verängstigt, eher angetan von dem ungewöhnlichen Trio. Sie wittert ihre Chance, endlich dem Kinderhaus zu entkommen. Mit einem Trick gelingt es dem kecken Mädchen, sich von den drei Räubern entführen zu lassen, um deren Dasein ordentlich auf den Kopf zu stellen: Eine abenteuerliche Story um eine sagenhafte Schatzkammer, Tortenschlachten und einer Kinderhaus-revolte. Am Ende nehmen die Kleinen das Zepter in die Hand, um zusam-men mit den gar nicht mehr so grimmigen Schwarzhüten ein echtes Happy-End anzusteuern. Denn die wissen plötzlich sehr genau, was sie mit dem gemopsten Reichtum aus ihrer Schatzkammer anfangen…
Eine frabenfrohe Synthese aus unendlicherr Fantasie, infantiler Poesie, entwaffnendem Charme und liebenswerter Anarchie. Präzise animiert im Stil des genialen Zeichners und Illustrators Tomi Ungerer (“Das große Liederbuch”), spinnt das Kinderabenteuer die sympathische Geschichte von Tiffany und den drei Räubern kunstvoll weiter. So entdeckt der Zuschauer auf dem Weg durch den Wald stets neue, teilweise kaschierte Waldbewohner in den verschiedenen Ecken und Winkeln, ansprechend animiert und detailfreudig im klassischen 2D-Zeichentrick. Doch auch die Auftritte der drei gemütlichen Klaubacken sind wahre Highlights. Unterlegt von den eingängigen Rhythmen der Gruppe „Bananafishbones“, machen sich die drei auf räuberische Kreuzzüge, bewehrt mit Pfefferblasebalg, rotem Beil und Donnerbüchse…
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Die drei Räuber wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »












