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ALL INCLUSIVE – Interview mit Jason Bateman und Kirsten Bell

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ALL INCLUSIVE – Interview mit Jason Bateman und Kirsten Bell

all inclusive 150x100 ALL INCLUSIVE Interview mit Jason Bateman und Kirsten BellNa, Ihr macht auch schon das Interview zusammen? Wir haben ja gehört, dass Ihr seit dem Film alles zusammenmacht – außer Sex…

Kirsten Bell: Ganz genau! Aber wo haben Sie so etwas denn gehört?

Es war auf YouTube zu sehen.

Jason Bateman: Ach so, das haben Sie auf YouTube gesehen, also muss es stimmen – so nach dem Motto, nicht wahr?

Nicht so ganz. Das haben nämlich Sie, Jason, in einem Clip gesagt.

Kirsten Bell: Tja, leider stimmt das auch.

Das merken wir auch. Eigentlich hatten wir erwartet, dass wir zwei separate Interviews führen!

Jason Bateman: Nee, es stimmt, dass wir wirklich alles aus Sex zusammenmachen. Da haben Sie schon recht.

Kirsten Bell: Ja, und wir kommen sehr gut miteinander zurecht. Eigentlich.

Jetzt, wo wir schon an der Schnittstelle zwischen Ihren Rollen im Film und dem wirklichen Leben gelandet sind: Jason, Ihre Figur im Film heißt auch Jason. Ähneln Sie ihm sehr? Und wenn ja, warum ist das so?

Jason Bateman: Hm, ich weiß auch nicht, warum das so ist.

Kirsten Bell: Nein, wissen wir doch, Schätzchen.

Jason Bateman: Ja, das stimmt.

Kirsten Bell: Es ist nämlich so, dass Jason sehr schnell durcheinander kommt. Ihn müssen Sie mit seinem wirklichen Namen anreden, sonst nimmt er Sie gar nicht wahr! Eigentlich sollte er Fred heißen im Film…

Jason Bateman: … aber nach zwei Wochen haben wir gemerkt, dass das nicht funktioniert. Das Material konntest du wegwerfen. Da haben wir dann neu angefangen mit meinem Namen.

Köstlich! Aber jetzt mal im Ernst?

Jason Bateman: Naja, ich weiß es wirklich nicht. Vielleicht haben mich John Favreau und Vince Vaughn für übereifrig, spießig und leistungsorientiert gehalten, wie der Jason, den ich spiele. In diesem Fall haben die Freunde mich aber falsch eingestuft!

Ja, da spielen Sie eine Figur, die so spießig ist, dass sie auch privat PowerPoint-Präsentationen hält. Das kann man sich irgendwie ganz schwer vorstellen – meinen Sie, dass solche Personen existieren?

Kirsten Bell: Ich hoffe nicht!

Jason Bateman: Ich bezweifele es.

Kirsten Bell: Ja, so ein Pärchen kann eigentlich nur in einer Komödie existieren, oder? Oder höchstens in einem Irrenanstalt…

So ein Irrenanstalt wäre diese Insel Bora Bora gewesen…

Jason Bateman: Für die Figuren, klar! Für uns als Darsteller war es ein Traum. Wir durften vorletzte Woche wieder hin, um die Uraufführung zu feiern – und das war prima! So ein schöner Ort. Da fragt man sich manchmal schon, warum man nicht einfach da geblieben ist.

Kirsten Bell: Ich weiß, warum ich zurückgekommen bin: Damit ich weiterreisen durfte nach Australien, Asien und eben Deutschland. Nach Hamburg wollte ich auf jeden Fall.

Jason Bateman: Ach so, Hamburg, ja, klar. Wollte ich auch sagen.

Da schmeicheln Sie uns schon ein wenig. Aber erzählen Sie uns doch, was Sie von der Stadt so gesehen haben.

Jason Bateman: Ich war ein bisschen zu Fuß unterwegs…

Kirsten Bell: … wobei wir auch mit einem Wagen gefahren sind, um uns möglichst viel anzuschauen…

Jason Bateman: … ja, wobei ich doch wiederum einige Male aus dem Wagen ausgestiegen bin, um mir Sachen näher anzugucken und mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Das wollte eine hier nicht…

Kirsten Bell: … ja, tut mir leid, da hatte ich keine passenden Schuhe für Kopfsteinpflaster dabei. Was wir aber auf jeden Fall gemacht haben, war es, viele Backwaren zu probieren. Ich kann mich an diesem Brot einfach nicht satt essen. Auch nicht an den leckeren süßen Teilchen.

Was man Ihnen nicht ansieht…

Jason Bateman: Naja, warten Sie mal, bis sie aufsteht. Das sehen Sie schon hinten rum.

Kirsten Bell: Stimmt schon ein bisschen. Wobei ich verbrenne auch ganz schnell – und ich rede viel…

Jason Bateman: Allerdings!

Kirsten Bell: … was auch Kalorien verbraucht. Würde ich aber in Deutschland wohnen, so würde das gar nicht gehen. Da wäre ich ganz schnell dick.

Jason Bateman: Ja, wir haben die nächste Kathleen Turner hier.

Kirsten Bell: Was, Liebling?

Jason Bateman: Nichts gesagt. Sagen Sie mal, schreiben Sie das alles mit?

Alles.

Jason Bateman: Ach so.

Wo Sie beide sich so streiten, fällt uns ein: Da braucht im Film jedes Paar einen Beziehungstherapeut. Kennen Sie das aus eigener Erfahrung im wirklichen Leben? Machen das viele so?

Jason Bateman: Da, wo wir aus Kalifornien herkommen, machen das schon viele.

Kirsten Bell: Wobei ich finde, wer mit Jason arbeitet, kann das mit Therapie gleich liegen lassen und schon mit harten Drogen anfangen. Nur so ist es auszuhalten.

Jason Bateman: Das kostet ja auch weniger. So ein Therapeut ist ja teuer.

Kirsten Bell: Aber mal von unseren Witzen abgesehen habe ich schon Therapie gemacht – aber nicht von diesem abgedrehten L.A.-Schlag mit Gurus und Skandieren usw., sondern eine ganz normale, in der ich meine Gefühle analysiert habe. Das war für mich eine gute Erfahrung und ich habe es schon mit meinem Freund (im wirklichen Leben – also nicht Jason) gemacht. Ich bin nicht süchtig nach Therapie, aber finde sie gut, wo sie hilft und mir ein Werkzeug in die Hand gibt, das ich benutzen kann, um mich besser zu verstehen.

Ein sehr praktischer Ansatz, also; nicht wie im Film oder wie man sich das in Kalifornien so vorstellt.

Kirsten Bell: Eben, wobei ist in Kalifornien so schlimm nicht ist. Zumindest nicht in meinen Bekanntenkreis. Das sind Stereotypen.

Ach so, so wie im alten britischen Witz über die Kalifornier und die Glühbirne?

Jason Bateman: Den kenne ich noch nicht. Können Sie mir den erzählen?

Selbstverständlich: Wie viele Kalifornier braucht es, um eine Glühbirne auszutauschen?

Kirsten Bell: Wie viele denn?

Zwei – einen Kalifornier und seinen Therapeuten.

Jason Bateman: Köstlich, muss ich mir merken. Ja, aber soweit ist es natürlich noch nicht, selbst wenn jetzt erstaunlich viele eine Therapie machen. Der Kalifornier würde sagen, dieses Gespräch ist ja schon eine Beziehung in einigen Hinsichten.

Wollen wir das mal analysieren? Wir könnten schon eine Beziehungstherapie anfangen.

Jason Bateman: Das würde ich Ihren Lesern schon sparen.

Kirsten Bell: Das fände ich aber schon sehr interessant. Wie wir als Darsteller uns in unsere Figuren einfühlen ist schon einigermaßen Therapie. Ich bin da sehr offen.

Zumal aus einer wirklichen Beziehung zu der gespielten Figur etwas sehr Schönes werden kann. Wenn man in seiner Rolle sehr gut drin ist, kann man herrlich improvisieren…

Kirsten Bell: Das stimmt, wobei die Improvisationen oft eher dazu gedient haben, uns warm zu laufen. Denn aus dem Stegreif hatten alle acht von uns Hauptdarstellern natürlich schon super Ideen. Nur kam es eben darauf an, dass der Film eine Geschichte erzählt: Von daher mussten wir uns vieles verkneifen, was bestimmt in dem Moment lustig gewesen wäre. Denn so ein Film ist ja nicht nur eine Aneinanderreihung von Sprüchen und Gags. Der kreative Geist, der dahintersteckt, weiß das am besten.

Hatten Sie auch Einblick in der Produktion des Filmes?

Kirsten Bell: Nein, eher nicht. Ich lass Peter und Vince mit Ihren Zauberstäben walten – mein Job ist es, ihnen so viel gutes Material zu besorgen, wie ich das nur kann.

Vince Vaughn macht schon beides. Er hat auch das Drehbuch geschrieben. Halten Sie ihn für wahnsinnig?

Kirsten Bell: Wahnsinnig kreativ, ja! Aber wahnsinnig ist es auf jeden Fall, so viel Arbeit auf sich zu nehmen. Wiederum macht er das super. Er gehört zu den besten Filmemachern, Darstellern, Schreibern, den es je gegeben hat. Er kann das alles. Er hat da gute Instinkte, weiß sofort welche von den Tausend brillante Ideen, die ihm immer einfallen, in welchem Kontext am besten funktionieren. Nur da zu sitzen und ihn dabei zu betrachten ist eine wahre Freude. Wie gesagt, er kann das Herumwitzeln so einbinden, dass die Geschichte nicht darunter leidet – das gelingt in vielen, anderen Filmen überhaupt nicht.

Jason Bateman: Man muss dazu sagen, dass seine Energie das Ganze angetrieben hat. Er hat eine starke Führungspersönlichkeit und reißt die Menschen mit. Wir hatten auch – nicht zuletzt wegen ihm – einen Heidenspaß beim Dreh.

Und welche Szene war für Sie beim Dreh am Lustigsten?

Jason Bateman: Das war wohl eben diese PowerPoint-Szene, wo meine Figur die anderen Pärchen überzeugen will, mit in diesen Beziehungstherapie-Urlaub zu fliegen. Das war eine Frage des Timings: Die Bilder in der Präsentation, die sehr lustig waren, mussten genau zu dem passen, was wir gerade erzählten. Außerdem war es mir einfach eine Freude, in einer für den ganzen Film so wichtigen Szene zu spielen. Da mussten wir dem Kinogänger einiges erläutern und zugleich lustig sein: Das war eine interessante Herausforderung.

Kirsten Bell: „Erläutern“ – Schätzlein, sag es doch einfacher. Du musst nicht immer mit so was kommen…

Jason Bateman: … Ja, okay, dann sagen wir mal „erklären“.

Kirsten Bell: Naja, wie auch immer. Wir hatten bei der Szene sehr viele lustige Improvisationen – wovon leider nur ein Bruchteil in den Film rein konnte. Aber so ist das leider. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und das, glaube ich, merken die Zuschauer auf jeden Fall.

Und wie war es denn mit den Haien? Hat das ebenso viel Spaß gemacht?

Jason Bateman: Also, Kirsten ist wohl zu jung, und kennt daher Der weiße Hai nicht, aber ich kenne den Film. Ich war damals sechs, als ich den Film sah und habe seitdem richtig Angst vor Haien. Allerdings habe ich das beim Dreh ein wenig verarbeiten können und jetzt bin ich diesbezüglich viel lockerer. Die Haie waren aber wirklich sehr groß – das war nicht immer einfach! Aber die Szene wurde ja auch super und es das war mir die Überwindung wert für den Film.

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