Atomenergie-Film YELLOWCAKE macht Schluss mit der Uranlüge
Dass bereits beim Abbau von Uranerz radioaktiver Müll in nicht zu bewältigender Menge zurückbleibt, zeigt der neue Kinodokumentarfilm „YELLOW CAKE – Die Lüge von der sauberen Energie“. Die Dokumentation des Regisseurs Joachim Tschirner, die zwischen 2005 und 2010 entstand, klärt über die verheerenden Folgen der Urangewinnung auf. Mit Unterstützung u . a. von WECF Germany e.V. kommt der Film jetzt nach Süddeutschland und ist am 13. Februar um 11 Uhr im Breitwandkino in Starnberg zu sehen.
Von den Uranminen Ostdeutschlands nach Namibia, Kanada und Australien Yellow Cake – wortwörtlich übersetzt „gelber Kuchen“ – ist der transportfähige Ausgangsstoff für die Produktion der Brennelemente, die in Atomkraftwerken zur Stromproduktion eingesetzt werden. Das aus dem Boden gewonnene Uranerz, aus dem in diversen chemischen und physikalischen Prozessen das gelbe Uran-Pulver entsteht, wird meist in Über- oder Untertagebauen gewonnen. Was kaum einer weiß: In Thüringen und Sachsen existierte bis 1990 der drittgrößte Uranproduzent der Welt. Unter dem Tarnnamen Sowjetisch-deutsche Aktiengesellschaft WISMUT wurden über 220.000 Tonnen Uran für Atomwaffen und Atomreaktoren produziert.
Der Film zeigt nicht nur die Geschichte und die radioaktiven Hinterlassenschaften der WISMUT, die bis zum heutigen Tag von Steuergeldern in Milliardenhöhe aufwendig saniert werden. Er nimmt das Publikum auch mit auf eine Reise in die größten aktiven Uranminen: Die Probleme beim Uranerzbergbau in Namibia, Kanada und Australien zeigen, dass der Untertitel des Films „Die Lüge von der sauberen Energie“ keine Übertreibung ist.
Auszeichnungen
YELLOW CAKE ist “(…) ein Film mit Haltung, der klar Position bezieht. Es ist aber auch ein Film, der dem Zuschauer Raum lässt, ihn nicht mit seiner Erkenntnis erschlägt, sondern ihm mitunter überlässt, eigene Zusammenhänge herzustellen.“ so die Laudatio der Jury des Wiesbadener Atlantis-Filmfestivals unter Vorsitz von Peter Schamoni, welche 2010 den Preis für den besten Dokumentarfilm an Tschirner und sein Team verlieh. Die Jury der deutschen Film- und Medienbewertung zeichnete den Film mit dem Prädikat wertvoll aus.
Am Sonntag, den 13.Februar um 11 Uhr ist „YELLOW CAKE“ im Breitbandkino in Starnberg zu sehen. Im Anschluss an den 108-minütigen Film gibt es ein Filmgespräch mit dem Regisseur und dem Starnberger Stadtrat Dr. Franz Sengl, der als Geologe für die Wismut gearbeitet und Infos aus erster Hand hat. Veranstaltet von der Ortsgruppe Starnberg, Energiewende Landkreis Starnberg e.V.
Mehr Informationen und Spieltermine deutschlandweit unter:
http://www.yellowcake-derfilm.de/index.php?id=193
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