BLACK GOLD – Jean-Jacques Annaud
Anlässlich seines neuen Films BLACK GOLD, der am 09.02.2012 startet, möchten wir Ihnen heute gerne Regisseur Jean-Jaques Annaud und seine Werke näher vorstellen:
Jean-Jacques Annaud, Meister der Exotik: Von Sehnsucht nach Afrika über Sieben Jahre in Tibet zu Black Gold – zauberhaft exotische Kulissen sind seine Spezialität, für die der Abenteurer unter den europäischen Filmemachern weite Reisen unternommen hat.
Der Franzose stieg mit TV-Werbespots in den späten 1960er Jahren ins Regie-Fach ein, nachdem er zuvor an der berühmten Filmschule „Institut des Hautes Études Cinématographiques“ in Paris studiert hatte. Vor seinem Studium arbeitete er als Entwicklungshelfer in Kamerun, ein Erlebnis, das er in seinen ersten Film Sehnsucht nach Afrika einbrachte, der mit dem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichnet wurde.
Mit Am Anfang war das Feuer (1982), einem Film über Höhlenmenschen ohne Dialoge (mit einen jungen Ron Pearlman (Hellboy)) festigte er seine Stimme als Regisseur schwer zu kategorisierender Filme. Der Film gewann zwei Cesars für den besten Film und die beste Regie. Mit Der Name der Rose nach dem gleichnamigen Roman von Umberto Eco inszenierte 1986 er für Produzent Bernd Eichinger eine mittelalterliche Detektivgeschichte mit Sean Connery als Mönch mit Sherlock Holmes-Touch und Christian Slater als sein Watson. Durch seine umfangreichen Griechisch und Latein-Kenntnisse sowie eine lebenslange Faszination mit mittelalterlichen Kirchen schuf Annaud eine düstere Atmosphäre, die Der Name der Rose zu einem der bedeutendsten Filme über diese Epoche macht. Der Film gewann zwei British Academy Awards.
In Der Bär (1988) inszenierte er abermals eine Geschichte, die in der Natur spielt und fast ohne Dialoge auskommt. Seine Hauptfiguren sind zwei Bären. Annaud schreckt nicht davor zurück den Zuschauern mit schwierigen und ungewöhnlichen Themen zu konfrontieren. Er selber sagt über seinen Stil als Regisseur : “Ich will die Stille nicht mit Unsinn füllen. Ich will alles auf das Notwendigste reduzieren, auch die Schauspieler. Sparsame Bewegungen, reduzierte Sprache, klares Denken”.
Für Sieben Jahr in Tibet (1996), eine Verfilmung des Lebens von Bergsteiger Heinrich Harrer (gespielt von Brad Pitt) und seiner Freundschaft mit dem jungen Dalai Lama erhielt er aufgrund des politischen Zündstoffes ein lebenslanges Einreiseverbot nach China. Es ist erneut ein Film mit dem Thema des Menschen vor der mächtigen Kulisse der Natur.
Im Jahr 2000 drehte Annaud in Babelsberg die aufwändige 180-Millionen-Dollar-Produktion Duell – Enemy At The Gates (u.a mit Jude Law) . Hier dient die entscheidende Schlacht um Stalingrad als Hintergrund für das Duell zweier Scharfschützen.
In Seine Majestät das Schwein (2007) verbindet Annaud einen Sinn für Skurriles, Tier und Naturgeschichten mit den Abenteuern von Minor, einem Mann, der von Schweinen aufgezogen wurde und nur grunzen kann, bis er eines Tages von der Stammesgemeinschaft verstoßen wird.
Auch mit Black Gold (2012) bleibt Annaud seinem Anspruch an beeindruckende Landschaften treu. Die Geschichte eines Helden und seiner Liebe wird durch die atemberaubende Natur des Orients untermalt und wird so zu einem bildgewaltigen Epos.
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