Boxer-Drama Comeback – Deutscher Kamerapreis 2008
Der Münchener Ausnahme-Verleih wtp international und Nominal Film kündigen für November 2008 das Boxer-Drama Comeback an: im Vorfeld erhielt die beeindruckende Milieu-Studie den Deutschen Kamerapreis 2008 im Bereich Dokumentarfilm/Feature.
Eine wunderschöne Geschichte, zauberhaft erzählt durch ein kleines Kameraauge in der Mischform zwischen Doku und Spielfilm.
Vom Wiederfinden der eigenen Identität – Comeback ist ein wahrhaftiger, ein direkter Film über einen 35jährigen, der gegen alle Hindernisse versucht seine Identität als Profiboxer zurück zu gewinnen.
Darsteller: Jürgen „The Rock“ Hartenstein, Markus Kone
Buch & Regie, Kamera: Maximilian Plettau
Produktion: Loopfilm GmbH in Co-Produktion mit Hochschule für Fernsehen und Film München und dem Bayerischen Rundfunk, gefördert durch FFF Bayern
Offizieller Kinostart: 20.11.2008
Eine spartanisch möblierte Münchner Dachwohnung: hier haust und trainiert Jürgen, ein in die Jahre gekommener ehemaliger Profi-Boxer. Das Nötigste zum Leben verdient er sich als Türsteher in einer Bar. Im Alter von achtzehn Jahren feierte er Triumphe als Jürgen “The Rock” Hartenstein. 1988 wurde er Deutscher Meister der Amateure, 1998 gewann er als Profi den deutschen Titel im Supermittelgewicht. Als seine Fäuste schwerer wurden, verließ ihn sein Management, seither lebt Jürgen einen Traum: das Comeback zu schaffen, und das auf eigene Faust…
Regisseur Maximilian Plettau: “Jürgen lebt eine für heutige Zeiten so ungewöhnliche Kompromisslosigkeit. Und das voller Optimismus und Energie. Der Sport gibt ihm eine solche Erfüllung, dass er alles tut, um davon leben zu können …” „….Mir ist es hauptsächlich darum gegangen, durch eine extrem reduzierte Technik ein hohes Maß an Direktheit zu schaffen.“
Es bedurfte zwei Jahre Recherchezeit, bis die ersten Bilder für den Film aufgenommen wurden. Zwei Jahre, in denen Plettau Hartenstein immer wieder besuchte, beobachtete und mit ihm sprach, sei es während seiner Tätigkeit als Türsteher im Münchner Lokal Tresznjewski, nachdem er in der Boxhalle trainierte oder als er ihn in seiner Dachwohnung besuchte. Jahre, in denen Plettau versuchte, ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen.
Anschließend begleitete Maximilian Plettau den Boxer ein Jahr mit einer Handkamera. Aus den 54 Stunden Rohmaterial liegt nun der 79-minütige Film vor. Es ist das ergreifende Porträt eines sportlichen Verlierers — und zugleich die Schilderung einer menschlichen Tragödie. Vor allem aber ist „Comeback“, der am 8.Juni den 18.Deutschen Kamerapreis Dokumentarfilm/Feature gewann, „eine Liebeserklärung an das Wesen des ewigen, nie aufgebenden Außenseiters.“ (Focus-Online)
Begründung der Jury: Maximilian Plettau gelingt es, eine unprätentiöse Bildsprache zu entwickeln und konsequent durchzuhalten, die sowohl Milieu als auch Seelenleben des Protagonisten in jeder Situation adäquat und sinnlich abbildet. Selbst mit den schwierigsten Raum- und Lichtbedingungen geht er kreativ um und nutzt sie optimal. Sein sicheres Gespür für Situationen und die sensible Umsetzung machen diesen Film auch für Nicht-Box-Fans zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Ähnliche Beiträge:
Boxer-Drama Comeback – Deutscher Kamerapreis 2008 wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













