Brooklyn-Facts: Stadtteil voller Gegensätze
GESETZ DER STRASSE – BROOKLYN’S FINEST
Ein Autounfall, East-Brooklyn und ein Undercover-Cop als Mitbewohner – aus diesen drei Zutaten entstand der neueste Film des „Training Day“-Regisseurs Antoine Fuqua: Gesetz der Strasse – Brooklyn’s Finest.
Das Wahrzeichen:
Die Brooklyn Bridge, 1869 von dem deutschen Ingenieur Johann August Röblin entworfen, war sie damals die höchste Hängebrücke der Welt – im Volksmund „Stahlharfe“ genannt. Von ihr aus bietet sich noch heute jedem Brooklyn-Besucher ein unvergesslicher Blick aufs schillernde Manhattan.
Culture Clash:
Einst von Niederländern gegründet, leben heute mehr als 120 verschiedene ethnische Gruppen in Brooklyn und sorgen für ein multikulturelles Flair. Dass es dabei nicht immer friedlich zugeht, gehört zum Brooklyner Alltag.
Brooklyn-Bekenner:
Einer der wohl bekanntesten Brooklyn-Bewohner ist der Schriftsteller Paul Auster, der fast sein halbes Leben in dem Stadtteil gelebt hat. »Ich habe mich mein ganzes Leben lang fremd gefühlt, ganz gleich, wo ich war. Das hat in Brooklyn aufgehört«, so Auster in einem Interview mit DIE ZEIT 2006.
Melting Pot:
Die Story des Films „Gesetz der Strasse – Brooklyn’s Finest“ spielt in den East Brooklyn Housing Projects (auch ‘BK Projects’ genannt), in denen der Drehbuchautor Michael Martin aufwuchs. „Du lernst Leute zu verstehen und die Schwierigkeiten und Konflikte, die sie miteinander haben, ihre Einstellung zum Leben, zur Religion und zur Politik. Es schmilzt alles irgendwie zusammen.“, äußert sich der Jung-Autor über East-Brooklyn.
„Training Day“ in East-Brooklyn:
“Die Polizeibeamten wollten nicht, dass ich dort drehe; sie sagten uns, es sei eine sehr gewalttätige und korrupte Gegend“, erinnert sich Regisseur Fuqua, der aber dennoch darauf bestand, dass der Film nirgendwo anders gedreht werden könne. „Ich wollte den Film in einem solchen Viertel ansiedeln und so realistisch und schäbig aussehen lassen, wie ich konnte“, sagt er.
Ghetto im Dorf:
Die alten Brownstone-Häuser und stillen Straßen mit Bäumen täuschen: In den Stadtteil Bedford-Stuyvesant, in der Rapperszene Betsy genannt, hätte sich noch vor Jahren kaum ein Tourist getraut. Rassenunruhen und Kämpfe zwischen Drogengangs standen hier an der Tagesordnung. Mittlerweile wird das Ghetto zunehmend gentrifiziert, ein fast dörflicher Charakter herrscht hier – man kennt sich in der hood.
Krasser Kontrast:
Während sich im Bezirk Dumbo (Abkürzung für „Down Under the Manhattan Bridge Overpassaus Manhattan“) immer mehr wohlhabende, aus Manhattan ausgewanderte Familien ebenso wie Designer und Künstler niederlassen, stellt die Gegend um East Brooklyn das genaue Gegenteil dar…
In da hood:
… So hat das Viertel Brownsville mit sozialen Problemen wie Armut, Kriminalität und Drogenmissbrauch zu kämpfen: Die Arbeitslosenquote war im Jahr 2008 mit 13,5 % mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt für ganz New York, die Mordrate war mit 21 Morden pro 100.000 Einwohner im Jahr 2009 fast vier Mal so hoch wie im Durchschnitt die des funkelnden „Big Apple“.
Street Credibility:
Excuse me – Do you speak…? – Die Top Vier der meistgesprochenen Sprachen in Brooklyn sind Englisch, Spanisch, Chinesisch und Russisch. Welche davon die Sprache der Straße ist, muss jeder selbst herausfinden. Oder „DAS GESETZ DER STRASSE – BROOKLYN’S FINEST“ sehen – ab 1. April 2010 in deutschen Kinos.
Brooklyn-Facts: Stadtteil voller Gegensätze wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »










