Der Kinofilm “COMEBACK” startet am 20.11.08
Der Dokumentarfilm zeigt das „Comeback“ eines Ex-Champions.
Es bedurfte zwei Jahre Recherchezeit, bis die ersten Bilder für den Film aufgenommen wurden. Zwei Jahre, in denen Plettau Hartenstein immer wieder besuchte, beobachtete und mit ihm sprach, sei es während seiner Tätigkeit als Türsteher im Münchner Lokal Tresznjewski, nachdem er in der Boxhalle trainierte oder als er ihn in seiner Dachwohnung besuchte. Jahre in denen Plettau versuchte ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen.
Anschließend begleitete Maximilian Plettau den Boxer ein Jahr mit einer Handkamera. Aus den 54 Stunden Rohmaterial liegt nun ein 79-minütiger Film vor. Es ist das ergreifende Porträt eines sportlichen Verlierers — und zugleich die Schilderung einer menschlichen Tragödie. Vor allem aber ist „Comeback“, der am 8.Juni den 18.Deutschen Kamerapreis Dokumentarfilm/Feature gewann, „eine Liebeserklärung an das Wesen des ewigen, nie aufgebenden Außenseiters.“ (Focus-Online)
Eine spärlich möblierte Münchner Dachwohnung: hier lebt und trainiert Jürgen, ein in die Jahre gekommener ehemaliger Profi-Boxer. Das Nötigste zum Leben verdient er sich als Türsteher in einer Bar. Im Alter von achtzehn Jahren feierte er Triumphe als Jürgen “The Rock” Hartenstein. 1988 wurde er Deutscher Meister der Amateure, 1998 gewann er als Profi den deutschen Titel im Supermittelgewicht. Als seine Fäuste schwerer wurden, verließ ihn sein Management, seither lebt Jürgen einen Traum: das Comeback zu schaffen, auf eigene Faust!
Der Regisseur:
„Jürgen lebt eine für heutige Zeiten so ungewöhnliche Kompromisslosigkeit. Und das voller Optimismus und Energie. Der Sport gibt ihm eine solche Erfüllung, dass er alles tut, um davon leben zu können …” „….Mir ist es hauptsächlich darum gegangen, durch eine extrem reduzierte Technik ein hohes Maß an Direktheit zu schaffen.“ Maximilian Plettau
Begründung der Jury Kamerapreis 2008
Maximilian Plettau gelingt es, eine unprätentiöse Bildsprache zu entwickeln und konsequent durchzuhalten, die sowohl Milieu als auch Seelenleben des Protagonisten in jeder Situation adäquat und sinnlich abbildet. Selbst mit den schwierigsten Raum- und Lichtbedingungen geht er kreativ um und nutzt sie optimal. Sein sicheres Gespür für Situationen und die sensible Umsetzung machen diesen Film auch für Nicht-Box-Fans zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
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