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Elegy – Die Studentin

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Elegy – Die Studentin

elegy1 150x214 Elegy   Die StudentinUniversitätsprofessor David hat die eiserne Regel, nie etwas mit seinen Studentinnen anzufangen. Doch dem Charme der Kubanerin Consuela verfällt er schließlich doch. Sein bester Freund George rät ihm, bei der Affäre selbst den Schlussstrich zu ziehen, bevor es die junge Geliebte tut, was gar nicht so einfach für David ist. Reflektionen über die Liebe.

In den erfolgreichen und künstlerisch anspruchsvollen Filmen der Spanierin Isabel Coixet („Mein Leben ohne mich“, „Das geheime Leben der Worte“) haben wiederholt junge Frauen im Zentrum gestanden, die um die Steilklippen des Lebens trotz heftigen Seegangs stets erfolgreich herumgeschifft sind. Coixets neues Werk beruht nun nicht auf einem selbstverfassten Drehbuch, sondern ist die Adaption des Romans „Das sterbende Tier“ des Erfolgsschriftstellers Philip Roth. Dieses Mal ist es deswegen eher der männliche Charakter, Universitätsprofessor David, der im Mittelpunkt der Handlung steht. Wir sehen den alternden Einzelgänger entgegen seiner etablierten Prinzipien den Reizen einer rassigen Lateinamerikanerin verfallen. Hin- und Hergerissen von der Affäre, kann sich David weder dazu entschließen, Consuela den Laufpass zu geben, bevor sie dies tut, noch sich ganz und gar auf die Beziehung einzulassen, was letzten Endes auch das Erscheinen auf Familienfesten seiner Geliebten beinhalten würde.

„Elegy“ ist kein typischer Isabel-Coixet-Film geworden, man merkt dem Film seinen literarischen Ursprung des Öfteren mal an. Auch scheint die Regisseurin nicht die gleiche Sensibilität für ihre Figuren entwickelt zu haben, wie sie das bei den selbst erdachten Charakteren in ihren vorangegangenen Werken bislang bewiesen hatte. Diese kleineren Mankos lassen „Elegy“ im direkten Vergleich mit den Vorgängerfilmen ein wenig abfallen. Nichtsdestotrotz ist die Romanadaption ein stimmungsvolles Porträt zweier sehr unterschiedlicher Figuren geworden, das durch das darstellerische Talent von Penélope Cruz und Sir Ben Kingsley geadelt wird. Auch die Nebenrollen sind mit Vollblutprofis äußerst reizvoll besetzt. Dennis Hopper spielt eine erste richtige Altersrolle als bester Freund der Hauptfigur, Patricia Clarkson hat einige sehr markante Kurzauftritte als Dauergeliebte Davids, die sich seit 20 Jahren regelmäßig für „puren Sex“ mit dem Universitätsdozenten trifft und durch das Auftauchen der jungen Konkurrentin wie eine alte Ehefrau vor den Kopf gestoßen ist.

USA 2007. Regie: Isabel Coixet. Buch: Nicholas Meyer. Kamera: Jean-Claude Larrieu. Schnitt: Amy E. Duddleston. Produktion: Lakeshore Entertainment. Mit: Penélope Cruz, Sir Ben Kingsley, Dennis Hopper, Patricia Clarkson, Deborah Harry, Peter Sarsgaard, Chelah Horsdal. 108 Min. Tobis ab 14. 8.08.

Elegy – Die Studentin wurde bearbeitet von Frank BrennerPermalinkKommentar schreiben »

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